Flierich muss gewinnen - SpVg hat nichts zu verlieren

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Das letzte Spiel am Rehbusch entschied Flierich (links Lukas Kurz gegen Marvin Thiemann) mit 4:2 für sich.

Bönen -  In der Fußball-Kreisliga B1 sind die Teams aus der Gemeinde Bönen in zwei Gruppen aufgeteilt. Der TVG Flierich-Lenningsen ist eine Spitzenmannschaft, die drei anderen stehen mehr oder weniger tief im unteren Bereich der Tabelle. Dementsprechend sind auch die Rollen im Derby am Sonntag am Rehbusch (13 Uhr), wo die SpVg-Reserve die Germanen herausfordert.

Die Bönener stehen als 13. noch am besten dar, haben sich mit ihren zwei jüngsten Siegen wohl ihrer Abstiegssorgen entledigt. „Wir haben die Punkte geholt, die wir holen müssen. Alles was jetzt kommt sind Zusatzpunkte“, sagt Bönens Trainer Ralf Thiemann. Im Derby sei sein Team „krasser Außenseiter“: „Flierich ist eine der besten Mannschaften der Liga. Schade, dass sie nicht richtig trainieren können, sonst wären sie noch besser.“

Der TVG liegt aktuell auf Rang und hat zumindest noch eine Resthoffnung auf einen Platz ganz vorne. Zehn Punkte rangiert Flierich hinter dem Spitzenduo, das aber zwei Partien mehr absolviert hat. „Wenn wir oben noch ein Wort mitsprechen wollen, dürfen wir nichts mehr liegen lassen“, betont Gästetrainer Thorsten Müller und stellt vor dem Derby klar: „Es wäre unsinnig, die Favoritenrolle nicht anzunehmen.“

Vor dem Gegner hat er aber Respekt. „Bönen ist schwer zu bespielen. Das ist eine zweikampfstarke Mannschaft, die hinten gut dicht macht und auf Konter spielt“, so Müller. In der Hinrunde fand der TVG die richtigen Mittel, setzte sich dank sechs verschiedener Torschützen mit 6:2. Allerdings plagen die Germanen Personalsorgen. „Wir sind echt gebeutelt. Die nächsten Wochen werden richtig schwer“, sagt Müller. Neben den vielen Langzeitausfällen verletzte sich Stefan Pauken beim Spiel an Gründonnerstag am Knie. Ostermontag erwischte es Dennis Unterkötter mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss. Tobias Weiß fehlt zudem in Bönen wegen seiner fünften gelben Karte.

Für Thiemann gehören Personalprobleme zur Normalität. So ist es eher eine Überraschung, dass er vor dem Abschlusstraining erklärte, dass der Kader im Vergleich zur Vorwoche unverändert bleibt. „Es wäre das erste Mal“, sagt Thiemann, der seine persönliche Bilanz gegen Flierich als erbärmlich bezeichnet. Er würde sie gerne aufbessern.

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