Fußball

Derbysieg kann Jahresabschluss versüßen

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Das wilde Hinspiel gewann Flierich 5:4 in Nordbögge. 

Bönen J Die offizielle Bestätigung stand auch am Freitagnachmittag noch aus, die Verantwortlichen sind sich aber sicher, dass das Gemeindederby zwischen dem TVG Flierich-Lenningsen und dem VfK Nordbögge am Sonntag ab 14.30 Uhr auf dem Kunstrasen an der Feuerwache statt auf dem „Acker“ am Butterwinkel stattfindet.

„Wir sind uns einig, daher sollte dem nichts im Wege stehen“, sagt TVG-Coach Thorsten Müller. Auch sein Kollege auf Nordbögger Seite, Sven Kaczor, ist froh, wenn die Partie noch an diesem Wochenende über die Bühne geht. „Die Winterpause wäre uns zwar lieber“, sagt er, aber dann würde die Begegnung wenigstens nicht irgendwann ins Frühjahr verlegt, wo weitere Absagen wahrscheinlich wären. Außerdem, so Kaczor, „können wir so unsere miserable Hinrunde mit einem positiven Ergebnis zuhause beenden.“

Auch Müller sieht ein Derby der Enttäuschten: „Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die unzufrieden sind.“ Beide Teams hatten vor Saisonbeginn zum Favoriten gehört, dümpeln jedoch nur im Mittelfeld rum. Flierich rutschte nach einer Schwächephase mit nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien auf Rang zehn ab, Nordbögge ist gar nur 13.

„Wir gehen auf dem Zahnfleisch“, klagt Kaczor, der auf den für zwei Wochen gesperrten Manuel Müller verzichten muss. Ob Andre Mrugalla, Hristos Solakis und Fabian Büning, die zuletzt kurzfristig passen mussten, wieder einsatzfähig sind, ist ungewiss. Mit der mittlerweile nur noch zusammengewürfelten Mannschaft mit Akteuren auf ungewohnten Positionen geht es für den Trainer darum, Stabilität in der Defensive zu erreichen: „Wir müssen noch mal alles rausholen. Flierich ist spielerisch stark, aber wir wollen das Derby nach dem Derby gewinnen.“

Müller attestierte seinem Team mit dem 5:5 beim BVH II „einen ordentlichen Schritt nach vorne“. Besonders Einstellung und Moral gefielen ihm bei dem aus Fliericher Sicht unglücklichen Spielverlauf. „Wir haben gesehen, dass, wenn man ein paar Prozent mehr macht und den absoluten Siegeswillen hat, unheimlich viel möglich ist“, so der TVG-Trainer. Unter anderem durch Joshua Biermann und Tobias Kurz erhofft er sich wieder mehr Durchschlagskraft. Mit Dominik Wienpahl aber nur ein Innenverteidiger zur Verfügung.

Vielleicht ergibt sich deshalb ja eine Partie wie in der Hinrunde, als die Germania mit 5:4 an der Feuerwache die Oberhand behielt. „Das Ganze kann so laufen wie das Hinspiel: Neun Tore und wir gewinnen“, hätte Müller nichts dagegen. 

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