Fußball

Zum Start der Kreisliga: Neue Trainer beim TVG und VfK

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Erneut mit unterschiedlichen Voraussetzungen starten die Fußballerinnen des VfK Nordbögge und des TVG Flierich-Lenningsen (rechts Priscilla Hahne gegen Carolin Höher) in die Saison.

Bönen – Zwei Wochen später als die Herren gehen auch die Fußballerinnen in der Kreisliga auf Punktejagd. Aus der Gemeinde sind mit dem VfK Nordbögge und dem TVG Flierich-Lenningsen wieder zwei Teams mit dabei. Beide setzen auf neue Trainer, ansonsten könnten die Voraussetzungen und Ziele aber kaum unterschiedlicher sein.

Nach rund zehn Jahren hat Thomas Seepe das Amt beim VfK an Olaf Römer übergeben. Schon gegen Ende der Vorsaison stand der ehemalige Co-Trainer der ersten Herren an der Linie und vertrat seinen Vorgänger. Dabei reifte der Entschluss, die Aufgabe komplett zu übernehmen. In Flierich löste Gillian Daude René Johannes ab, der die Germania die ersten drei Jahre betreute. Daude hatte große Teile des Teams gemeinsam mit Hans Stratmann beim BSV Heeren betreut, bevor es fast geschlossen an den Butterwinkel wechselte.

Eigene Ideen aufbauend auf dem taktischen Grundgerüst

Er möchte nun eigene Ideen einbringen, lobt aber zuerst die Arbeit von Johannes: „Die Mannschaft ist auf einem hohen taktischen Niveau und verschiebt gut in der Viererabwehrkette.“ Auf diesem Fundament möchte er aufbauen. Flierich wird also weiter aus einer stabilen Defensive und mit einem geordneten Spielaufbau nach vorne spielen. Allerdings sucht der neue Trainer noch nach einer Lösung für die weggebrochene Mittelfeldzentrale. Lisa Lehmann ist nach Bochum gezogen und steht höchstens im Notfall zur Verfügung. Carolin Höher fällt erneut verletzt aus. Daude forscht nach Nachfolgerinnen.

Nicht in Frage kommen dafür die beiden Neuzugänge Pia Bihler und Julia Bieberschulte, die der Coach auf Außen verordnet. Beide haben in der Vorbereitung einen ordentlichen Eindruck hinterlassen, werden wie andere Spielerinnen jedoch wegen Wochenenddiensten immer wieder ausfallen. Auf der anderen Seite ist der Kader aber groß genug. „Es wird auch Härtefälle geben“, kündigt Daude an. Allein für das erste Spiel am Sonntag gegen den PSV Bork II (11 Uhr/Butterwinkel) hat er 16 Zusagen.

"Die Mannschaft ist auf einem hohen taktischen Niveau", lobt TVG-Coach Gillian Daude seinen Vorgänger.

Das Ziel lautet wieder Top Fünf

Mit der Vorbereitung selbst war der Trainer zufrieden. Er hat neue Ansätze unter anderem im Schnelligkeitsbereich gewählt. „Das Feedback war gut“, sagt er. Da der Kern des Teams insgesamt zusammengeblieben ist, peilt Daude mit seiner Mannschaft wieder eine vordere Platzierung an. Nach zwei dritten Plätzen und Rang fünf in der Vorsaison sind die ersten Fünf erneut das Ziel der Fliericherinnen.

Unverändert kleiner Kader beim VfK

Von diesen Tabellenregionen kann der VfK derzeit nur träumen. Die große Zeit mit drei Vize-Meistertiteln in Folge ist an der Feuerwache schon etwas länger vorbei. In Nordbögge sind sie froh, dass es auch im dritten Jahr mit kleinem Kader weitergeht. Römer zählt für die Saison 2019/2020 erneut lediglich 15 Spielerinnen. Darunter ist kein Neuzugang, allerdings war auch kein Abgang zu verzeichnen.

Da es im Vorjahr durch den Wechseldienst schwierig war, immer elf Spielerinnen zu finden, entschlossen sich die Verantwortlichen, eine Neuner-Mannschaft zu melden. „Das ist für uns besser“, sagt Römer. Da er nicht weiß, wie sich der VfK über die gesamte Saison mit diesem System verkauft, hält er sich mit einer Prognose zurück. „Wir müssen uns erstmal die ersten Spiele angucken, wie es läuft“, sagt er. Um einen einstelligen Tabellenplatz möchte er in der 15er-Liga aber schon mitspielen.

"Wir müssen uns erstmal die ersten Spiele angucken, wie es läuft", ist VfK-Trainer Olaf Römer gespannt auf eine Saison als Neuner-Mannschaft.

Nur ein Testspiel

Dass die Generalprobe am vergangenen Sonntag ausfiel, weil der Gegner absagte, fand Römer ungünstig. Er hätte sein neues Team gerne noch einmal spielen sehen. So datiert der erste und einzige Test vom 7. Juli. Damals verlor der VfK 2:3 gegen den SV Westrich.

Angesichts des grundsätzlich kleinen Aufgebots, aus denen viele Spielerinnen aus beruflichen Gründen unter der Woche passen müssen, war Römer schon zufrieden, wenn er überhaupt zum Üben auf den Platz konnte. „Die Vorbereitung war aber in Ordnung, wir waren meist fünf, sechs Leute und haben trainiert“, weiß er, dass er kleine Brötchen backen muss.

Neuner-Mannschaft könnte dem Nordbögger Spielstil entgegenkommen

Die Nordböggerinnen haben sich in der Vorsaison zu einer defensiv sicher stehenden Mannschaft gemausert, mit der auch übermächtige Gegner Probleme hatten. Daran wollen sie anknüpfen, und vielleicht ergeben sich mit weniger Spielerinnen auf dem Feld mehr Räume für die schnellen Offensivakteure wie Nadine Worm und Priscilla Hahne. Dann könnte der VfK Teams mit höheren Ansprüchen ärgern. Eventuell schon am Sonntag zum Auftakt um 17 Uhr den gastgebenden TuS Germania Lohauserholz am Hahnenbach.

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