Flierich kontert SpVg-Reserve aus

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Lukas Kurz (links) feierte sein Debüt für Flierich mit einem Derbysieg über Marvin Thiemanns Bönener.

BÖNEN -  Nach dem Schlusspfiff im Derby schüttelten die Fliericher Spieler die Köpfe. Zum wiederholten Male hatten sie ein Spitzenteam der Fußball-Kreisliga B1 geschlagen, diesmal die SpVg Bönen II mit 4:2 (3:1), doch der Aufstiegskampf bleibt außer Reichweite, weil der TV Germania zu oft gegen die Kellerkinder gepatzt hat. Dagegen bleibt die SpVg-Reserve trotz der Niederlage als Dritter weiter im Rennen.

„Wir haben gut verteidigt und schnell gekontert. Das hört sich nach einfachen Mitteln an, ist aber gar nicht so leicht“, sagte TVG-Betreuer Tim Lüblinghoff. Bönen tappte den Flierichern schon zu Beginn zweimal in Falle. Zunächst verwertete Kapitän Thorsten Bennemann die Ablage von Gilian Daude nach Hereingabe von Tobias Weiß zum 0:1 (4.). Nach 19 Minuten konnte Daude einen Freistoß des Spielführers von der Mittellinie ungestört im SpVg-Strafraum annehmen und ins Tor schieben. Den Rückstand nahm Bönens Trainer Ralf Thiemann auf seine Kappe: „Wir haben die erste Halbzeit durch meine Aufstellung mit nur einem Sechser verloren.“

Glück hatte der TVG dann, als der Schiedsrichter erst ein Foulspiel an Ismail Oturak im Strafraum übersah und später nur Freistoß statt Elfmeter für Bönen pfiff. Die SpVg verkürzte auch so. Beim Standard von David Gözütok lenkte der einspringende Daniel Bednarek Gästekeeper Alexander Schubert ab, so dass diesem der Ball durchrutschte (30.). „Der war perfekt getreten“, lobte Lüblinghoff, der den urlaubenden Trainer Thorsten Müller vertrat.

Die SpVg war nun drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Dennoch ging Flierich mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause, weil Sebastian Lüblinghoff einen Stockfehler von Hendrik Dördelmann eiskalt ausnutzte (42.).

Bei Bönen keimte nach dem 2:3 durch Oturak nach einem vorangegangenen Lattenknaller von Gözütok (65.) noch einmal Hoffnung auf. Doch die zerstörte Lüblinghoff, der mit seinem Pass auf Jan Baßdorf die Abseitsfalle des Gastgebers aushebelte (84.). Eine Minute später flog Gözütok wegen Meckerns und höhnischen Applaudierens vom Platz.

„Die Moral hat gestimmt, wir haben nie aufgeben“, meinte Thiemann, „aber immer wenn wir dran waren, machen wir Fehler.“ - bob

SpVg II: Steinwachs – Dördelmann – Senel, M. Thiemann – D. Bednarek, Zamorski, Koslowski – Oturak, Luboch, F. Bednarek – Gözütok; eingewechselt: Dincer, Römer, Bambach

TVG: Schubert – Busch, M. Bennemann, Unterkötter, Schlieper – T. Bennemann, Kurz, Daude, Baßdorf, Weiß – Andric; Lux, S. Lüblinghoff, Maletz

Tore: 0:1 T. Bennemann (4.), 0:2 Daude (19.), 1:2 Gözütok (30.), 1:3 S. Lüblinghoff (42.), 2:3 Oturak (65.), 2:4 Baßdorf (84.)

Gelb-Rote Karte: Gözütok wegen wiederholten Meckerns (86.)

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