Handball

Ex-RSV-Keeper sucht neue Herausforderung

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Bis zu den B-Junioren spielte Tim Faber beim RSV, jetzt wechselt er in die Oberliga.

Bönen – Der Weg führt für den Bönener Tim Faber stetig nach oben. Die Basis des 27-jährigen Torwarts ist der RSV Altenbögge. Zwischenlager schlug der Handballer in Kamen, Heeren und Bergkamen auf. Ob er mit seinem Engagement ab der kommenden Saison beim Oberligisten Soester TV auf dem Gipfel ist, lässt sich nicht voraussagen.

"Ich wechsel wegen der sportlichen Herausforderung“, erklärt Faber nach drei Jahren bei TuRa Bergkamen. Als er das Angebot aus der Börde bekam, hatte der Verbandsligist, aktuell auf dem Aufstiegsrelegationsplatz, noch nicht den Kurs auf die Oberliga eingeschlagen. „Ich hoffe, wir schaffen es noch“, blickt er auf das wohl vorentscheidende Aufeinandertreffen mit dem Dritten TuS Bommern am Samstag in der Friedrichsberghalle (19.15 Uhr). Die Wittener liegen in der Staffel zwei nur einen Punkt hinter den Bergkamenern.

Dieses Prickeln der Entscheidung liebt Faber. „Wir sind heiß drauf“, sagt er und hofft auf eine volle Halle. „Auch das mag ich“, so Faber weiter. Über 1200 Zuschauer wie beim Derby gegen den SuS Oberaden werden es wohl nicht. Das Nachbarschaftsduell in der Saison 2017/18 hat er in guter Erinnerung: „Ich habe beim Stand von 23:22 den letzten Ball gehalten“, erinnert er sich. Die Friedrichsberghalle tobte. Der SuS schaffte trotzdem den Aufstieg in die Oberliga.

Faber sieht Chance in Soest

Bis zum nächsten Derby dauert es möglicherweise. Die SuS ist nach einem Jahr wieder abgestiegen, TuRa steigt eventuell in die Oberliga auf. Dort trifft Faber dann auf seine alten Mitspieler. Wenn er denn spielt. „Ich sehe aber die Chance“, beschreibt er „keine klaren Verhältnisse“, obwohl STV-Keeper Birk Muhr „echt gut“ sei. Wäre Faber es nicht, hätten die Soester in Person von Veit Lichtenegger, ein ehemaliger Torhüter, und ein Konktakt Fabers vom ASV Hamm, wohl nicht angefragt. Dort spielte Faber bis zur A-Jugend-Oberliga. Zum Beispiel zusammen mit dem aktuell verletzten RSV-Spielmacher Dominik Warias. „Wir sind damals auch zusammen zum Landesligisten VfL Kamen gewechselt, weil Dominiks älterer Bruder Florian dort schon spielte.“ Nach zwei Jahren zog Faber weiter zum Klassenkonkurrenten und Nachbarn HC Heeren – für die nächsten drei Jahre und dann eben zu TuRa.

Er habe immer die sportlichen Perspektiven im Blick gehabt, erzählt er. Als er aus der Hammer Jugend rutschte, war die Chance auf ein Engagement bei anderen Vereinen schlecht. „In der Oberliga wollte uns keiner. Damals gab es noch viele ältere Spieler aus oberen Ligen, die die Plätze besetzten.“

Mit Tim Lückenkemper nach Hamm

Zum ASV war er ab der B-Jugend gegangen, weil es beim RSV Altenbögge keine Zukunft gab: „Zuwenig Spieler in unserem Jahrgang“, blickt Faber zurück. „Da hat Anke gesagt: Komm, wir wechseln den Verein.“ Anke Lückenkemper war Torwartin der RSV-Frauen und Jugendtrainerin. Ihr Sohn Tim war Fabers Schulfreund. „Darüber bin ich als Achtjähriger überhaupt zum Handball gekommen. Meine Eltern hatten mit dem Sport nichts am Hut.“ Während Tim Lückenkemper bald darauf aufhörte, machte Namensvetter Faber weiter. Spielkameraden in Hamm waren unter anderem die Bönener Phil und Marius Schrage. „Auch damals hatten wir schon dreimal in der Woche Training. Da bin ich dann teilweise mit so einem Trampelmofa von Herkules hingefahren.“

Dreimal in der Woche Training blieb über die Jahre. „Ich merke es aber auch, wenn ich nicht trainiere. Die Geschwindigkeit, die Schnellkraft fehlen“, stellte er jetzt nach seinem Flitterurlaub fest. Die richtige Größe für das Tor hat er mit exakt zwei Metern. Faber Pluspunkt ist seine Teamfähigkeit, die Motivation seiner Vorderleute. „Ich glaube, ich bin noch lauter als Thomas Wollek.“

Rückkehr nach Bönen nicht ausgeschlossen

Apropos Wollek. Der A-Jugendcoach und ehemalige Torwart, sowie Seniorentrainer Tino Stracke hätten nach ihrer Rückkehr aus der „Fremde“ eine ganze Menge bewegt in seinem Heimatverein. Wann er denn dann zurückkehre zum RSV? „Mal sehen. Bis 38 Jahre geht ja sicher was im Tor, Thomas Wollek könnte ja auch noch spielen.“ Faber wird jetzt erst einmal auf die Relegation mit Bergkamen hinarbeiten. „Die Oberligavorbereitung wird auch hart“, ahnt er. Er freut sich auf den Platz im Tor in Soest. Als kommendes Saisonziel gibt er einen Platz unter den ersten vier Mannschaften aus. Tim Faber sucht eben immer die sportliche Herausforderung.

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