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IG vor dem „Topspiel der Hinrunde“

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Von: Boris Baur

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Verletzt vom Feld musste Almin Spahic am vergangenen Sonntag in Altenrheine, ist aber einsatzbereit.
Verletzt vom Feld musste Almin Spahic am vergangenen Sonntag in Altenrheine, ist aber einsatzbereit. © Markus Liesegang

Schon Mitte November kann die IG Bönen einen großen Satz in Richtung Westfalenliga machen. In der Fußball-Landesliga 4 empfängt der Spitzenreiter den Tabellenzweiten SV Eintracht Ahaus am Sonntag um 14.30 Uhr am heimischen Schulzentrum. Drei Zähler beträgt der Vorsprung der Bönener aktuell. „Wir können einen großen Schritt machen und uns absetzen, wenn wir jetzt gewinnen“, sagt Bönens Trainer Ferhat Cerci.

Bönen – Am fünften Spieltag gab es das Duell Erster gegen Zweiter schon einmal. Damals verlor die IG als Tabellenführer beim BSV Roxel mit 0:1 und musste sich kurzzeitig hinten anstellen. Damals bezeichnete es Cerci noch nicht als Spitzenspiel. Seit einigen Wochen ist der Aufstiegsaspirant wieder ganz vorne angelangt und hat sogar einen kleinen Vorsprung auf den ersten Verfolger. Auf Roxel als Dritten sind es schon fünf Zähler. „Das ist das Topspiel der Hinrunde“, sagt Cerci daher jetzt.

Und das gehen die Bönener gewissenhaft an. „Wir haben seit Mittwoch den Fokus auf das Spiel, führen intensive Gespräche mit den Spielern und bereiten sie psychologisch darauf vor“, sagt Cerci. Wobei, zu viel muss der Trainer gar nicht machen, denn er sagt über seine Akteure auch: „Alle sind heiß.“

Ahaus hat zwei Topstürmer der Liga in seinen Reihen

Die Ambitionen beider Teams sind allerdings unterschiedlich. Die IG will im dritten Anlauf aufsteigen, während von Eintracht-Seite zu hören ist, dass Platz zwei zum aktuellen Zeitpunkt eher überraschend ist. Dass Ahaus so gut dasteht, liegt zum einen daran, dass der SV bislang nicht zu bezwingen war und als einziges Team der Liga ungeschlagen ist. Die Eintracht hat zum anderen jedoch auch bislang noch gegen kein Team aus den Top Fünf der Tabelle gespielt.

Zu guter Letzt haben Cihan Bolat und Lennart Varwick ihre Hände beziehungsweise eher die Füße sowie den Kopf im Spiel. Beide zählen mit elf und zehn Treffern zu den Toptorjägern der Staffel und haben damit zwei Drittel aller Tore von Ahaus erzielt. „Beide sind echte Stürmer. Das ist eine hohe offensive Qualität“, sagt Cerci, der davon ausgeht, dass die Gäste ihr bevorzugtes 4-4-2-System auch gegen den Spitzenreiter beibehalten werden. „Aber ehrlich gesagt, es ist mir egal, wie der Gegner spielt. Wichtig ist, dass wir unsere Leistung abrufen.“

IG-Lazarett lichtet sich weiter

Zuletzt war der Coach nicht so glücklich mit den Vorstellungen seiner Mannschaft. Vor allem zu Beginn der vergangenen Partien kam die IG nur schwer rein. „Das ist ein Topspiel, und da muss man von der ersten Minute hochkonzentriert sein und Powerfußball zeigen. Da müssen wir wieder hinkommen“, fordert er.

Da trifft es sich gut, dass sich die Verletzungssorgen so langsam wieder legen. Zwar ist für Zübeyir Kaya, Mohammed Bulut, Yasin Acar und Jesse Kuhn die Partie noch kein Thema, doch Arif Et und Emre Demir haben wieder eine Trainingswoche mehr Zeit gehabt. Demir spielte zuletzt im ersten Einsatz nach seiner Pause beim 3:1 in Altenrheine auch schon wieder 85 Minuten. Kurz vor ihm musste Innenverteidiger Almin Spahic wegen eines Schlages aufs Knie ausgewechselt werden, er gab aber bereits Anfang der Woche Entwarnung. Die Einheiten am Montag und Mittwoch verpasste Adil Elmoueden, das Abschlusstraining soll Auskunft geben, ob ein Einsatz am Sonntag Sinn macht.

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