Fußball

Das erste Training nach der Corona-Pause: WA-Mitarbeiter beim VfK Nordbögge

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Jan-Niklas Dalley in Aktion: Er trainierte bereits wieder mit dem VfK Nordbögge und schildert seine Eindrücke.

Kein Handschlag zur Begrüßung, Übungen ohne Gegenspieler und kein gemütliches Beisammensein nach dem Training. Wegen der Corona-Maßnahmen sieht so vorerst der einzig mögliche Trainingsalltag bei Amateur-Fußballmannschaften aus

Bönen - Seit der vergangenen Woche dürfen auch Hobbykicker mit einer Vielzahl an Einschränkungen wieder regelmäßig auf den Fußballplatz. WA-Mitarbeiter Jan-Niklas Dalley hat das erste Training mit dem VfK Nordbögge bereits hinter sich. Er schildert seine Eindrücke von der Einheit auf dem Kunstrasenplatz an der Feuerwache nach zweimonatiger Corona-Pause.

„Endlich wieder Fußball. Das dachten wir uns, als bekannt wurde, dass der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden durfte.“ Doch wegen der zahlreichen Vorgaben waren einige Mitspieler zunächst skeptisch. Denn es ist schwierig, einen Sicherheitsabstand bei einem Kontaktsport einzuhalten. Also im besten Fall ein paar Pass- und Torschussübungen. Jeder Teamkollege wusste, es würde kein normales Training werden.

„Doch mit Beginn der Einheit löste sich die Skepsis in Luft auf. Auf dem Kunstrasen bekamen wir mit jeder Minute wieder mehr Lust auf den Sport, den jeder Hobbyfußballer seit Wochen vermisst. Bei meinen Mitspielern entwickelte sich eine Spielfreude, die ich sonst nur aus der ersten Einheit nach einer langen Sommerpause kenne. Jeder hatte den Kopf frei und bewegte sich knappe 90 Minuten.“ Es war ein bisschen wie vor der Pandemie.

"Hat sich super angefühlt"

Mein langjähriger Teamkamerad Luke Schnieber war genauso erfreut über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs: „Nach so einer langen Zeit wieder den Platz zu betreten, hat sich super angefühlt. Da waren die Umstände drumherum egal. Das hat schon gefehlt. Da gab es ja auch nichts, was das alles in der letzten Zeit ersetzen konnte.“

Obwohl wir auch interne Corona-Challenges veranstalten, wie sitzend einen Ball zu jonglieren, war es weitaus spaßiger, wieder richtig zu trainieren. Auch, wenn die Einheit nur in Kleingruppen stattfand und es kein Abschlussspiel zwischen den jungen und den alten Akteuren gab. Die Übungsabläufe funktionierten aber nicht so reibungslos, wie noch während des laufenden Spielbetriebs. Schließlich ist das Ballgefühl nach einer längeren Pause nicht mehr so ausgeprägt, wie zu dem Zeitpunkt, als die Saison noch lief.

Gibt es weitere Lockerungen?

Doch unser Trainer Lars Lenser sah das alles nicht so eng und sagte später: „Besonders hohe sportliche Erwartungen hatte ich nicht. Es ging mir erstmal darum, dass alle mal wieder einen Ball sehen und dabei etwas Spaß haben sollten.“

Ungewohntes Vorspiel: Die Ansprache vor dem Training erfolgte mit Sicherheitsabstand und Mundschutz.

Aktuell wünscht sich unser Trainer, dass die kommenden Einheiten genauso reibungslos verlaufen. Außerdem erhofft er sich weitere Fortschritte am Ende des Monats: „Zum Beispiel könnte man die Abstandsregelung etwas lockern, so dass Spielformen möglich sind, aber schwerpunktmäßiges Zweikampf-Training noch verboten bleibt.“ Natürlich nur, wenn es die Gesamtsituation zulässt. Mit der momentanen Lage ist der 34-Jährige zufrieden, da er trotz der Einschränkungen einige Möglichkeiten hat, die Einheiten abwechslungsreich zu gestalten. „Bis zur angestrebten Lockerung können wir in den kommenden Wochen sicherlich auch etwas im taktischen oder technischen Bereich machen“, kündigt er an.

Das gemeinsame Kaltgetränk fehlt noch

Wie oder wann die neue Saison beginnt, ist noch offen. Die Amateurteams können sich, wenn das Hygienekonzept stimmt, zumindest eingeschränkt auf die kommende Saison vorbereiten.

Doch viel wichtiger für die Vereine ist neben dem sportlichen Aspekt, Menschen mit gleichen Interessen zu versammeln und so wieder Normalität in den Alltag zu bringen. Obwohl am Ende der Einheit die gemütlichen Gespräche mit einem Kaltgetränk in der Hand noch fehlten – und stattdessen vor der Einheit die Hände desinfiziert wurden.

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