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Erste Tests für Flierich und Nordbögge

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Von: Markus Liesegang

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Ein Highlight für den TVG Flierich-Lenningsen in der Hinrunde war das 6:0 am Butterwinkel gegen den VfK Nordbögge. Hier bejubelt Florian von Glahn seinen Treffer.
Ein Highlight für den TVG Flierich-Lenningsen in der Hinrunde war das 6:0 am Butterwinkel gegen den VfK Nordbögge. Hier bejubelt Florian von Glahn seinen Treffer. © Baur Boris

Am vergangenen Sonntag startete der VfK Nordbögge in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Fußball-Kreisliga B. Am Mittwoch endete auch die Winterpause für den Lokal- und Ligarivalen TVG Flierich-Lenningsen. 

Bönen - Dessen Trainer Thorsten Müller lud zum ersten Training im neuen Jahr. Unspektakulär sei es gewesen. „Kleine Wehwehchen, Erkältung, nichts Nennenwertes“, beurteilte er den Fitnesszustand seiner Elf.

„Alle sind dabei, warum auch nicht?“, bekräftigt Müller zudem. „Wir haben auch gar nicht damit gerechnet, dass uns jemand in der Winterpause verlässt.“ Einen Neuen machte er auch nicht aus. Auch klar: „Wir sind auch gar nicht aktiv gewesen in Richtung neuer Spieler“, so der Germanen-Coach. „Bei uns ist es wie immer: langweilig“, meinte Müller mit einer Spur Ironie.

Langweilig? Immerhin legte der Bönener B-Kreisligist zuletzt eine beeindruckende Serie von sechs Spielen ohne Niederlage hin. Der letzte volle Punktverlust resultierte aus dem 2:5 am heimischen Butterwinkel gegen den SVF Herringen. Danach holten die Germanen aus sechs Spielen 14 Punkte. „Daneben haben wir das Gerede von der Krise, das von außen an uns herangetragen wurde, wohl deutlich widerlegt“, blickt Müller auf den Jahresendspurt seiner Elf zurück.

Das 6:0 ist in den Köpfen

Besonders hängen geblieben ist natürlich das 6:0 über den Ortsnachbarn VfK Nordbögge. Sechs Torschützen zählte der Spielbericht am 5. Dezember auf: Bastian Eickhoff, Christoph Wöllert, Sebastian Schlieper, Florian von Glahn und Kevin Garske trafen für Flierich, Hagen Reiber ungewollt per Eigentor. Das zeigt, wie schon zuvor das Spiel beim VfL Mark II, dass die Mannschaft gereift ist und vor dem gegnerischen Tor kaltschnäuziger agiert. Auch in der Partie an der Realschule jubelten mit Dominic Wienpahl, Lucas Breidert und Florian von Glahn drei verschiedene Spieler. Der TVG ist nicht mehr so abhängig von einem einzigen Schützen wie zu Beginn der Spielzeit, als Basti Eickhoff vor seiner Verletzung noch deutlich herausstach.

Den Saisonauftakt haben die Fliericher abgehakt. Sie wollen vom aktuell elften Tabellenplatz nur noch nach oben schauen. „Wir wollen in jedem Fall besser reinkommen in die Rückrunde, früher anfangen zu punkten“, erklärt Müller. Offiziell starten die Fliericher am 13. Februar beim Tabellenführer TuS 59 Hamm. „Aber das Hinspiel war schon eng“, erinnert sich der Coach an das 1:2. Wahrscheinlich ist aber, dass sein Team das letzte Hinrundenspiel bei Yunus Emre eine Woche vorher schon nachholen muss. Wenn überhaupt auf Rasen gespielt werden kann. Den eigenen Rasen am Butterwinkel werden die Germanen erstmals am 20. Februar gegen Heessen beackern.

VfK hat nur einen Punkt Vorsprung

Wie der aktuell aussieht? „Keine Ahnung“, sagt Müller. Trainiert wird wegen fehlendem Flutlicht sowieso auf der Asche an der Ermelingschule. Das erste Testspiel bestreiten die Fliericher am Sonntag in Waltringen auf Kunstrasen.

Mehr aufzuholen als die Nachbarn aus dem Bönener Süden haben die Nordbögger. Sie stehen aktuell einen Punkt vor einem Abstiegsplatz. Und das, obwohl auch sie das Jahr ordentlich beendet haben. Mit einem Punkt aus dem 3:3 im Derby gegen Bönen. Allerdings waren es zwei verschenkte Punkte aus Sicht der Gastgeber. „Es ist wohl eine Kopfsache“, blickt Trainer Lars Lenser auf die Gegentreffer zum Ausgleich zurück. Schlampige, unkonzentrierte Abwehrarbeit war es. Er hätte so etwas in seiner aktiven Zeit nie trainiert: „Entweder ich kläre den Ball klar und deutlich oder eben nicht“, erklärt der VfK-Coach.

„Ein weiteres Problem haben wir bei Standards und beim Nutzen von klaren Torchancen“, sagt Lenser. Daran arbeiten funktioniert nicht durch reden, sondern besser im Spiel.

Fit sei sein Team nach der kurzen Pause. Auch die ersten Trainingseinheiten Sonntag und Dienstag hätten die Nordbögger, die komplett aus der Winterpause kamen, wenig mit dem Spielgerät gearbeitet, also mehr körperlich. Der Lenser-Elf steht zudem ein hartes Wochenende bevor: Die Mannschaft startet den Sonntagmorgen mit einem Lauf an der Möhne und tritt dann um 12 Uhr gegen den SuS Günne II an. Zurück in Nordbögge gastiert um 15 Uhr schon der SV Stockum auf dem heimischen Kunstrasen. Ganze fünf Testspiele werden folgen, damit es dem VfK gelingt, die genannten Fehler bis zum Pflichtspielstart am 13. Februar gegen den punktlosen Tabellenletzten Uentrop III auszumerzen.

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