RSV hat nur wenig Sorgen vor der Rückrunde

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Tino Stracke (Mitte) will möglichst schnell den Klassenerhalt perfekt machen.

BÖNEN -  Die erste Saisonhälfte ließ sich für die Handballer des RSV Altenbögge gut an. Der Bezirksliga-Aufsteiger verbringt die Winterpause mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis von 11:11 als Tabellensechster.

„Der Blick geht aber sicherlich erst nach unten“, sagt Tino Stracke bei fünf Zählern Vorsprung auf den Vorletzten Overberge. Der Rückraumshooter hofft aber, dass „alles schnell in trockenen Tücher ist“, schließlich wollen sich die Bönener weiterentwickeln und die aufrückenden A-Jugendlichen noch näher heranführen. Und das geht nur über Spielpraxis.

Eine Überraschung war es für Stracke nicht, dass sich der RSV sofort im oberen Mittelfeld der Liga einsortierte. „Wir sind spielerisch gut aufgestellt, weil wir nicht nur Rückraumleute haben, die Bumm machen“. Für die Altenbögger war sogar mehr drin. „Mit ein bisschen Glück, gerade am Anfang, hätte es besser aussehen können. Da waren wir zuhause nicht so bärenstark“, spricht Stracke die ersten beiden Heimpleiten an: „Dafür haben wir auswärts mal Punkte geholt, mit denen nicht zu rechnen war.“ Die Bönener sind also zufrieden, was auch an der ausgeglichenen Liga liegt, in der der Rückraumshooter jeden Gegner für schlagbar hält.

Noch gelingt den Altenbögger das aber nicht konstant genug, wie das Unentschieden gegen den Tabellenletzten aus Unna zum Jahresabschluss verdeutlicht. „Ärgerlich war auch das Brambauer-Spiel, da hätte man sich oben festsetzen können und wäre auch anders in das HSC-Spiel und die Partie gegen Unna gegangen“, erinnert sich Stracke an die 32:35-Heimniederlage, in der der Gastgeber in den entscheidenden Phasen die falschen Entscheidungen traf. Gegen den Spitzenreiter aus Berge verlor der RSV dann deutlich mit 23:32 und dadurch auch den Anschluss zur absoluten Spitze.

Die Gründe sind schnell benannt. „In der Abwehr hapert es hin und wieder“, weiß Stracke. Das falle vor allem dann ins Gewicht, wenn Leute aus dem Innenblock ausfallen. Auch die Neuzugänge Melvyn Leniger und Steffen Denger seien noch immer nicht hundertprozentig ins RSV-Spiel eingebunden, was laut Stracke auch an der zuletzt aufgrund von Krankheiten und Verletzungen gesunkene Trainingsbeteiligung liegt. „Das könnte wieder besser und schöner werden“, hofft er. Außerdem hat Altenbögge große Probleme, wenn der Kontrahent während des Spiels am System feilt. „Sobald der Gegner taktisch umstellt, haben wir manchmal lange keine Antwort darauf “, sieht der Leistungsträger Verbesserungsbedarf. Doch Stracke betont auch: „Ich mache mir keine Sorgen, dass das großartig in die Hose geht.“ Dafür scheint das Bönener Team auch einfach zu stark.

Die Saison geht für den RSV am 11. Januar mit dem Heimspiel gegen Eintracht Overberge weiter. Stracke wird dann wegen seiner Roten Karte gegen Unna nicht mit von der Partie sein. „Vielleicht ist das sogar für was gut. Dann müssen die anderen mehr Verantwortung übernehmen und das können die auch“, sagt der Gesperrte. - bob

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