Hansi Sack bastelt am SpVg-Kader für die Saison

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SpVg-Kapitän Marco Behrend wechselt nach Wiescherhöfen.

BÖNEN - Die Resignation war groß im Lager der SpVg Bönen nach der Niederlage am Sonntag beim TSC Hamm. Doch während Trainer Axel Maurischat den Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga anschließend für gescheitert erklärte, will der Sportliche Leiter Hansi Sack nicht aufgeben. Er bastelt auch schon am Kader zur neuen Saison – für die Kreisliga und die Bezirksliga.

„Solange es rechnerisch noch möglich ist, die Klasse zu halten, sollte man dran glauben“, betont Hansi Sack: „Erst wenn es rechnerisch nicht mehr möglich ist, dann sind wir abgestiegen.“ Neun Punkte Rückstand hat die SpVg auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz bei noch fünf ausstehenden Partien. „Das heißt natürlich, dass wir die nächsten Spiele gewinnen müssen“, weiß auch Sack, dass die Chance auf Rettung nicht allzu hoch ist.

Für Sack trägt an der miserablen Tabellensituation die Mannschaft selbst Mitschuld: „Der Klassenerhalt wäre machbar gewesen mit einer anderen Einstellung. Aber wenn ich Ziele vor Augen habe, muss ich auch die Bereitschaft zeigen, etwas dafür zu tun.“ Sack spricht die magere Trainingsbeteiligung an. Die fünf, sechs Leute, die sich unter der Woche am Rehbusch verirren, seien zu wenig, um Sachen einzustudieren. Und natürlich ist es ohne Training auch mit der Fitness nicht weit. „Ab der 70. Minute hat man gegen den TSC gesehen, dass der ein oder andere die Kondition nicht mehr hat. Dann lässt die Konzentration nach und man macht unnötige Fehler“, so Sack. Um so mehr ärgern ihn die vielen Niederlagen und Punktverluste, die sich Bönen in den Schlussphasen der Partien einhandelte. „Es waren ja fast immer knappe Ergebnisse. Wir haben in den Schlussminuten die Gegentore kassiert“, so Sack. Zehn bis zwölf Punkte könnte die SpVg nach seiner Rechnung mehr auf dem Konto haben. Der Klassenerhalt wäre zum Greifen nah.

Die Konsequenz ist für den Sportlichen Leiter klar. „Wir müssen einen Neuanfang machen. Die Wohlfühloase, die die SpVg scheinbar für einige Spieler in den vergangenen Jahren war, muss aufhören“, spricht er klare Worte. Das will er gemeinsam mit Trainer Axel Maurischat bei der Zusammenstellung des neuen Kaders berücksichtigen. Konkrete Namen von Neuzugängen lässt sich Sack nicht entlocken und verweist auf die Wechselfrist im Sommer. Gespräche mit potenziellen Verstärkungen seien gut gelaufen. Es seien jedoch noch Kleinigkeiten zu klären.

Die ersten Zusagen vermeldete Sack auch schon. Felix Holtbrügger, Sören Symmank, Jörn Holtmann, Yusuf Güney, Ruchan Akman und Torhüter Alexander Berchem werden definitiv am Rehbusch weitermachen. Optimistisch ist Sack auch bei Thorsten Renk, Kevin Scheibke und Tobias Wittwer. Gleiches gilt für Hakan Elik. Allerdings bleibe bei Letzterem noch abzuwarten, wie er nach seiner schweren Verletzung wieder in Tritt kommt. Dominik Sorge und Malik Öncül hofft Sack für eine weitere Saison binden zu können. Das würde der Sportliche Leiter ebenfalls liebend gerne bei Gerrit Wiff und Niklas Link. „Die können auch noch höherklassiger spielen“, rechnet er aber nicht damit, sie im Falle eines Abstiegs halten zu können.

Die ersten Abgänge der SpVg stehen ebenfalls schon fest. Torhüter und Kapitän Marco Behrend zieht es nach Wiescherhöfen. Mit dem TuS wird auch David Wündisch in Verbindung gebracht, der erst vor einem Jahr von der Wielandstraße nach Bönen wechselte. Verlassen wird den Verein auch Niclas Arenz. Der Königsborner SV sei laut Sack ein Kandidat.

„Wir werden eine schlagkräftige Truppe stellen, sei es in der Bezirksliga oder der Kreisliga A. Wenn wir absteigen sollten, wollen wir im oberen Bereich mitspielen“, sagt Sack. - bob

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