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Ernüchternder Pokalauftritt des RSV

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Von: Boris Baur

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RSV-Trainer Tino Stracke sah beim Pokal-Auftritt der Altenbögger in Hattingen nicht ansatzweise etwas Positives“.
RSV-Trainer Tino Stracke sah beim Pokal-Auftritt der Altenbögger in Hattingen nicht ansatzweise etwas Positives“. © Baur

Hattingen - Als Außenseiter war der Landesligist RSV Altenbögge zur Vorrunde im Pokal des Handballverbands Westfalen (HVW) nach Hattingen gefahren. Doch statt sich mit ordentlichen Vorstellungen in den beiden Partien gegen den gastgebenden TuS und dessen Verbandsliga-Konkurrenten TuS Bommern ohne Druck ein wenig Selbstvertrauen zu holen, erlebten die Bönener ein Debakel mit zwei deutlichen Niederlagen. „Wir sind sprachlos“, sagte Tino Stracke auch für seinen Trainerkollegen Florian Warias: „Rumpfkader hin oder her. Das war nichts.“

Schon die ersten Minuten in dieser Dreierrunde gingen für Bönen daneben. 0:4 geriet der RSV bei seinem ersten Auftritt gegen Bommern in Rückstand (6.). Die Wittener hatten zuvor gegen Hattingen mit 16:18 den Kürzeren gezogen, waren dementsprechend im Grunde schon ausgeschieden. „Bommern wollte nur schönspielen. Da hätten wir Paroli bieten können – auch als Außenseiter“, fand Stracke. Davon war aber nichts zu spüren. Über 11:6 zur Pause der zweimal 20-minütigen Partie und 16:8 (26.) zog der TuS davon. Altenbögge kam nie mehr, als auf fünf Tore heran. Am Ende gewann Bommern 23:15

„Die Einstellung war nicht da“, meinte Stracke enttäuscht. Taktische Vorgaben wurden von den Bönenern nicht umgesetzt. Der Trainer verstand zudem nicht, warum sein Team angesichts der dünnen Personaldecke bei 80 Minuten Handball am Stück kein Tempo rausnahm, sondern immer wieder frühe Würfe nahm.

Der ohnehin kleine Kader war im Vorfeld noch mehr geschrumpft. Andre Brandt hatte kurzfristig wegen Fiebers abgesagt, Florian Warias verzichtete auf einen Einsatz, um in der Liga auflaufen zu können. Für die zweite Partie musste dann auch der angeschlagene Dennis Geckert passen. Torhüter Kai Kleeschulte lief im Feld auf.

Dennoch hätte sich Stracke gegen Hattingen mehr Engagement gewünscht, wenigstens den Willen, sich gegen eine hohe Pleite zu wehren. Doch Besserung war nicht in Sicht. Im Gegenteil, die Gastgeber siegten mit 34:15 (14:7). „Und sie haben nicht einmal ernst gemacht. Wir hätten auch 40 oder 50 Stück kriegen können“, so Stracke. Nach neun Minuten war die Begegnung beim Stand von 6:1 für den TuS bereits entschieden.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, war Stracke nur froh, als der Abpfiff ertönte. „Ich kann dem nicht ansatzweise etwas Positives abgewinnen“, hofft er auf ein anderes Gesicht, wenn am Sonntag die Meisterschaft weitergeht.

RSV: Starzak, Kleeschulte – Geckert, Florian, Boltzt, Altner, Isenbeck, Fe. Warias, Engelmann, T. Weber

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