Volleyball

Enttäuschende TuS-Damen weiter obenauf

TuS-Trainer Michael Salaw versucht vergeblich der Partie eine Wende zu geben. Die Bönenerinnen setzten von der Aufforderung der Fans nur die Hälfte um, denn mit dem Siegen klappte es in der Goethehalle nicht.

Bönen – Die gute Nachricht: Die TuS Bönen hat trotz eines 1:3 (15:25, 19:25, 25:17, 19:25) gegen die Damen des Lüner SV die Tabellenspitze der Volleyball-Landesliga behalten. Auch der Verfolger, der TV Datteln, patzte zum Start beim 0:3 in Herten.

Wie sich die Bönenerinnen am Samstag in der Goethehalle jedoch präsentierten, ließ die knapp 60 Zuschauer die überwiegend souveränen Leistungen der Hinserie vergessen. Der Rückrundenstart misslang komplett.

„Ich hab ja im Vorfeld gesagt, dass das eine Kopfsache wird“, ärgerte sich ein enttäuschter Michael Salaw nach anderthalb Stunden. „Aber ich kann ja schlecht sechs Gehirne austauschen“, meinte der TuS-Coach sarkastisch.

Er verfügte über einen fast vollen Kader, nur Katharina Allwang fehlte. Die TuS begann in der Besetzung, die beim letzten Auftritt im vergangenen Jahr Herten II deklassiert hatte. Probierte mit dem Antäuschen von Mittelangreiferin Andrijana Pekovic und dem folgenden Angriffsball von der Dreimeterlinie eine neue Finte. Das funktionierte ebenso wenig wie das normale Spiel mit guten Angaben und passablem Block. Lünen zog schnell auf 10:4 und 20:10 davon, gewann den ersten Durchgang bei nur 15 Gegenpunkten locker.

„Lünen spielt ja sehr einfach“, erklärte Salaw. Eine taktische Herausforderung sei der Gegner nicht gewesen. Letztlich hätte der LSV die Partie ja auch nicht gewonnen, sondern die Bönenerinnen diese verloren. „Wir haben ja eigentlich alle Punkte gemacht“, blickte der Coach auf die hohe Eigenfehlerquote.

Im zweiten Abschnitt schienen sich die Gastgeberinnen besser zu konzentrieren. Bis zum 7:7 war die Partie diesmal ausgeglichen. Danach punktete Lünen viermal hintereinander (7:11). Bönen lief diesem Rückstand bis zu Satzende hinterher.

Im dritten Durchgang ließ der Gegner nach, die Gastgeberinnen agierten aber auch zielstrebiger. Kurzzeitig kehrte Stellspielerin Diana Ufer ebenfalls zur Klasse ihres Auftritts gegen Herten zurück. Mit einem 25:17 verkürzte Bönen den Rückstand. „Sie hat teilweise viel richtig, dann aber wieder viel falsch gemacht“, urteilte Salaw, ergänzte jedoch: „Heute hätte ich gerne eine zweite Stellspielerin gehabt.“ Der vierte Abschnitt ging mit 25:19 wieder an die Gäste.

Gute Noten mochte der Trainer danach keine verteilen. „Unsere Aufschläge gingen zum Beispiel alle auf die, die am besten annimmt, nämlich Lünens Libera.“ Am Ende wurde Michael Salaw etwas versöhnlicher: „Maximal zwei Niederlagen sind in der Rückrunde erlaubt. Das war jetzt die erste.“

Lünen liegt nun drei Zähler hinter Bönen auf Rang vier. Es ist also enger geworden an der Tabellenspitze.

TuS: Gornicka, Gubkov, Keil, Lindemann, Maar, Petrovic, Richert, Ufer, Varlemann, Wilmes, K. Zilske

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