RSV entscheidet Kreisderby gegen Massen für sich

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Hart umkämpft war das Derby zwischen Altenbögge und Massen. In dieser Szene bekommt das Dennis Geckert zu spüren.

BÖNEN - Michael Springhoff ballte die Faust. In der 57. Minute des Kreisderbys gegen die SG Massen hatte der Torwart des RSV Altenbögge den Siebenmeter von Daniel Tschorn pariert. Beim Stand von 25:23 für Bönen die vielleicht entscheidende Aktion der Partie. Denn der Gastgeber in der MCG-Halle setzte sich im Anschluss auf 27:23 ab und gewann mit 28:26 (14:10).

„Das war eine blitzsaubere Leistung von Michael“, sagte RSV-Betreuer Björn Dörnemann: „Er hat genau im richtigen Moment den Siebenmeter gehalten.“ Massens Trainer Mike Rothenpieler sprach am Ende von einem „nicht unverdienten Sieg“, für Altenbögge. Springhoffs Siebenmeter-Parade war für ihn einer von zwei Knackpunkten in der Partie. Der zweite ereignete sich in der 41. Minute: Die SG hatte von 18:12 auf 18:17 verkürzt. Doch kurz darauf waren nur noch zwei Massener Feldspieler auf der Platte, der Rest hatte Zeitstrafen kassiert – teilweise wegen Meckerns. Eine Viertelstunde vor dem Ende führte Bönen wieder mit 21:17. „Individuelle Fehler“, monierte Rothenpieler, hätten den Erfolg im Weg gestanden.

Zur Pause hatte es allerdings gar nicht danach ausgesehen, dass es eine spannende Schlussphase geben würde. Nachdem sich beide Mannschaften abgetastet hatten, fand der RSV als Erster ein Mittel, um die gegnerische Abwehr zu überwinden. Von 3:3 (12.) zog der Gastgeber mit variablen Spiel (Außen, Kreis und Rückraum) bis zur 26. Minute auf 12:5 davon. Dabei scheiterten Tino Stracke und Tom Beutner sogar noch per Siebenmeter an Marvin Benna. „Wir hatten in den ersten 20 Minuten ein bisschen Leerlauf“, sagte Rothenpieler. Erst zum Ende der Partie leistete sich Altenbögge Unkonzentriertheiten, so dass Massen auf 14:10 verkürzte. Vor allen Dingen Linksaußen Tobias Ostermann erhielt viele Freiräume, war mit zehn Treffern bester Werfer der Partie.

Es war von Beginn an eine kampfbetonte Partie. „Das war kein Spiel der großen Spielzüge, sondern eine Abwehrschlacht Mann gegen Mann“, sagte Dörnemann. Dass die Schiedsrichter allerdings 16 Zeitstrafen verteilten, davon neun für den RSV und elf im zweiten Durchgang, war jedoch übertrieben. „Man wusste gar nicht, was man machen soll, um keine zwei Minuten zu bekommen“, ärgerte sich Dörnemann. Leidtragender war Bönens Melvyn Leniger, für den in der 47. Minute wegen seines dritten Verweises das Spiel beenden war. Dennoch schien der RSV mehr zuzusetzen zu haben.

Altenbögges Trainer Thomas Richter hatte auf den Ausfall der zeitgleich spielenden A-Jugendlichen reagiert und Thorben Zitt als Ersatz reaktiviert. „Er sollte als Linkshänder eine Alternative für Bernd Lublow sein, damit der am Ende noch Luft hat“, erklärte Dörnemann. Der Plan ging auf, denn der halblinke Lublow erzielte die letzten beiden Tore des Gastgebers und kam letztlich auf sechs Treffer. - bob

RSV: Springhoff, Joneleit (n.e.) – Michalik, Lublow (6), Stracke (6), Beutner (2) Geckert (6), Bettermann, Denger, Leniger (2), T. Zitt, Bajramovic, Pieper, Abel

SGM: Vögeling, Benna – Tschorn (4), Hampel (2), Traue, M. Biernat (6), Ostermann (10), Neveling, A. Biernat (2), Pröbsting, Segiet, Hellmann (2), Nitsch (n.e.)

Torfolge: 3:3, 6:4, 12:5, 12:7, 14:10 – 18:12, 18:17, 21:17, 23:19, 24:20, 24:23, 27:23, 28:26

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