Emotionsloser 34:21-Sieg Altenbögges über Unna

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Die Mannschaft übernahm die Verabschiedung von Trainer Thomas Richter nach dem letzten Heimspiel gegen die HSG Unna.

BÖNEN - Es war ein sehr emotionaler Abend, der Samstagabend in der Sporthalle des Marie-Curie-Gymnasiums. Das lag aber weniger am Spiel des RSV Altenbögge gegen die HSG Unna – der Gastgeber setzte sich überdeutlich mit 34:21 (19:12) durch.

Der Grund war der Abschied des Trainers vom Bönener Publikum. Herzlichst wurde Thomas Richter von der Mannschaft mit Präsent und den knapp 100 Zuschauern mit Applaus verabschiedet.

„Nein, so einfach habe ich mir das Spiel absolut nicht vorgestellt“, wunderte sich der RSV-Trainer nach seinem vorletzten Bezirksliga-Einsatz. „Nach zehn, zwölf Minuten des Reinfindens stand unsere Abwehr sehr gut“, lobte Richter. „Jone hat nicht nur in seiner Paradedisziplin, Angriffe von rechtsaußen gut gehalten“, ging er gut gelaunt in die abschließende Einzelkritik.

RSV-Torwart Dirk Joneleit spielte durch. Thomas Wollek, der den verhinderten Michael Springhoff vertrat, übernahm in der Anfangsphase von der Bank aus die Rolle des lautstarken Motivators. Nicht unwichtig, denn in den ersten Minuten passte sich die Heimmannschaft den niedrigen Niveau des Gastes an. Unna, das nach dieser Niederlage und drei Punkten Rückstand auf den Vorletzten Ennigerloh nur noch eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt hat, war erstaunlich passiv.

Nach dem 1:0 im ersten Angriff durch Bernd Lublow (1.) plätscherte das Spiel nur so dahin. Nach sieben Minuten waren je fünf Tore gefallen, in der 9. Spielminute ging Unna das erste und einzige Mal 6:5 in Führung. Tino Stracke und Lublow verwarfen lässig zwei Siebenmeter. Stracke und Dennis Geckert waren es dann aber, die das Tempo anzogen und die Wende einleiteten: In der 16. Minute stand die Partie 9:7, in der 20. 13:9. Spielwitz kam auf Seiten des RSV dazu: Joneleit schaltete in der 24. Minute blitzschnell und passte den Ball direkt und punktgenau an den gegnerischen Kreis. Der von linksaußen einlaufende Geckert verwandelte. Zum Seitenwechsel war die Partie mit 19:12 gelaufen. Richter, der zu Beginn öfter korrigierte, und sich über mangelnde Konsequenz aufregte, setzte sich.

Frederik Betz war es, der in der 46. Minute erstmals einen Zehntore-Vorsprung herauswarf. Das 30:18 verweigerte anschließend Stracke: „Nicht absichtlich“, beteuerte er. Das teure 30. Tor (ein Kasten Bier) übernahm dann schließlich Lublow, der Samstag Geburtstag feierte, also sowieso gefordert war.

Den Schlusspunkt im lockeren, letzten Heimspiel der Saison setzte Mirza Bajramovic zum 34:21. - ml

RSV: Joneleit, Wollek (n. e.) – Stracke (4), Geckert (8/1), Florian (2), Lublow (2/1), Betz (3), Bajramovic (3), Pieper (1), Beutner (9/1), Michalik (1), Denger (1), Leniger, Bettermann

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