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Elena Balzer beißt sich in Schifferstadt durch

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Elena Balzer (r.)
Elena Balzer (r.) von der TuS Bönen schaffte es in Schifferstadt trotz Krankheit bis ins Finale. © Liesegang

BÖNEN ▪ Ringerin Elena Balzer hat bei den gut besetzten Offenen Meisterschaften von Rheinland-Pfalz in der Ringerhochburg Schifferstadt einen sehr guten zweiten Platz in der Gewichtsklasse bis 74 Kilo geholt. Ihre Klubkameradin Fabienne Manz gewann bei den Schülerinnen Gold.

Obwohl Balzer bis zu sechs Kilogramm leichter war als die Konkurrentinnen und zusätzlich durch Fieber vom Vortag geschwächt, gab sie im Pool keine Runde ab. Die Altenbergerin Teichmann bezwang sie 4:0 und 1:1. Der Sieg durch letzte Wertung in der zweiten Runde war besonders wichtig. „Hätte sie gleich zu Beginn in den Kräfte raubenden dritten Durchgang gemusst, hätte ich sie aus dem Turnier genommen“, sagte Ingo Manz, ihr Trainer bei der TuS Bönen.

Gegen Erhard (Malsch) setzte sich Balzer danach klar 2:0, 6:0 durch. Der 1:0, 1:0-Sieg im letzten Kampf gegen Buch (Remseck) war eine Glanzleistung im ökonomischen Ringen, das sonst nicht zu Balzers Stärken gehört. Im Finale gegen das körperlich klar überlegene Riesentalent Selmeier aus Jena hätte auch eine gesunde Balzer den Kürzeren gezogen. Sie verlor in der ersten Runde auf Schulter. Manz war dennoch hochzufrieden mit seiner Bundes-B-Kader-Athletin: „Elena hat sich ihre Kräfte gut eingeteilt und sehr gut gerungen. Die Meisterschaften in Schifferstadt sind fast noch höher einzuschätzen als eine Deutsche Meisterschaft.“

Fabienne Manz holt Gold bei den Schülerinnen

Seine Tochter Fabienne komplettierte den Erfolg der TuS Bönen. Die Elfjährige gewann ihre drei Kämpfe und sicherte sich damit den Sieg der Schülerinnen bis 42 Kilogramm. Sie hatte in den ersten beiden Kämpfen wenig Mühe. Elders (Bingen) besiegte sie 6:0, 4:0 und Wenzel (Waldaschaff) 7:0, 5:0. Auch im dritten und entscheidenden Kampf gegen Knobel (Kirrlach) führte sie in der ersten Runde 5:4. Doch statt den knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen, ging sie Risiko und fing sich zwei Gegenpunkte zur 5:6-Niederlage. Lang hielt sie sich nicht auf mit der vertanen Chance. Stattdessen schulterte sie Knobel in Runde zwei nach einem Kopf-Hüft-Zug.

„Fabienne hat einen Riesensprung gemacht. Ich musste gar nicht von Außen eingreifen. Sie weiß selbst, welche Taktik am Boden die beste ist“, sagte Ingo Manz. Fabienne gehört wie ihre Vereinskameradinnen Katja Martini sowie Daniela und Verena Alewelt zum NRW-Kader. ▪ sst

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