Nachruf

Der Bönener Sport trauert um Uwe Varlemann

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15 Jahre lang leitete Uwe Varlemann die Geschicke und die Jahreshauptverhandlungen der TuS Bönen.

Bönen – Die TuS Bönen 01 trauert um Uwe Varlemann. Der ehemalige 1. Vorsitzende des Vereins ist am vergangenen Montag mit nur 55 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Durch sein großes ehrenamtliches Engagement war Varlemann in Bönens Sportwelt alles andere als ein unbeschriebenes Blatt.

Gestartet ist seine sportliche Karriere ebenfalls bei der TuS. Lange spielte er Volleyball für die Herren-Mannschaft des Vereins. Doch er entschied sich, seinen Klub auch auf andere Art zu unterstützen.

Erst Sportwart, dann 15 Jahre 1. Vorsitzender der TuS

Erste Erfahrungen als Vorstandsmitglied machte er als Sportwart. Im Februar 2002 begann seine Amtszeit als 1. Vorsitzender – insgesamt stand er 15 Jahre der TuS vor. 2017 übergab er einen sehr gut geführten sowie finanziell gesunden Verein mit 1600 Mitgliedern in die Hände eines sehr jungen Vorstandes. Er selbst fungierte weiterhin als 2. Vorsitzender und stand seinen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite. Es war ein Amt, welches er bis zuletzt bekleidete.

Während seiner 15 Jahre als Vorsitzender hatte Varlemann, der in der Energiebranche arbeitete, eine Vielzahl an Hürden zu überwinden. Direkt zu Beginn musste er die TuS durch eine schwere finanzielle Phase führen. In guter Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen gelang es die bestehenden Probleme zu lösen und den Verein finanziell wieder auf Kurs zu bringen.

Bau der Beachanlage und der Goethehalle fallen in Varlemanns Amtszeit 

Später kamen die Sportstättennutzungsgebühren auf die Bönener zu. Nach Protesten, vielen Gesprächen und Verhandlungen sowie einer nur geringen Beitragserhöhung, wurde der finanzielle Mehrbedarf kompensiert, und ein weiteres Hindernis war aus dem Weg.

Aber nicht nur Hürden galt es zu überwinden, auch viele Verbesserungen erreichte der Verein unter Varlemanns langer Führung. Im Zusammenspiel mit Politik und Verwaltung wurde der TuS der Bau einer Beachanlage ermöglicht, die ein wichtiger Teil des Vereinslebens geworden ist. Außerdem hat die TuS während seiner Amtszeit mit dem Bau der neuen Goethehalle eine neue sportliche Heimat gefunden, die er nun alleine nutzt und selbst verwaltet.

Das Gemeinwohl stand bei Varlemann im Mittelpunkt

Varlemann wird der TuS immer in bester Erinnerung bleiben. Er hatte für jede Person ein offenes Ohr und setzte sich für Jung und Alt gleichermaßen ein. Das Gemeinwohl des Vereins stand für ihn immer im Mittelpunkt. „Uwe war gerade für unseren noch jungen Vorstand ein sehr wichtiger Teil. Er war so etwas wie ein Mentor für uns, denn er konnte uns immer sehr gute Ratschläge geben, wie wir mit bestimmten Situationen umgehen sollen. Gleichzeitig hat er uns eine Menge Vertrauen geschenkt und war immer offen für etwas Neues. Der Verein hat ihm eine Menge zu verdanken“, sagte der 1. Vorsitzende, Marvin Manz.

Wichtige Rolle auch im Gemeindesportverband

Und auch im Gemeindesportverband brachte Varlemann sich ein. Er war zunächst stellvertretender Vorsitzender und übernahm 2014 nach dem Rücktritt von Rudolf Mäkler kommissarisch den Vorsitz. Um anschließend und bis zuletzt mit dem Vorsitzenden ab 2015, Dirk Presch, und dem 2. Geschäftsführer Karsten Schilling den GSV wieder handlungsfähig und zu einem wichtigen Vertreter Bönener Sportvereine zu machen.

Auch seine Frau Carmen als Schwimmabteilungsleiterin, Übungsleiterin und Teil des Büro-Teams sowie seine Tochter Kim, die als Sportwartin des aktuellen Vorstands in die Fußstapfen ihres Vaters tritt, sind aus der TuS nicht mehr wegzudenken. „Die TuS Bönen 01 wünscht in diesem Sinne allen Angehörigen ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit“, betonte Manz.

Trauerfeier

Die TuS-Mitglieder treffen sich am Mittwoch, 25. September, um 13.15 Uhr zur Trauerfeier. Treffpunkt ist am Friedhof Altenbögge-Bönen an der Friedhofstraße.

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