Dritter Platz schmeckt den TTF Bönen einfach besser

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Für Jaroslaw Werner ist der Saisonausklang gegen Meister Seligenstadt zugleich der Abschied nach 15 Jahren bei den Bönener Tischtennisfreunden.

BÖNEN -  Regionalliga: TTF Bönen – TTC Seligenstadt. Die Spielzeit in der Tischtennis-Regionalliga endet für die TTF Bönen am Sonntag mit einem Bonbon. Die Bönener empfangen in der letzten Partie des Spieljahres den TTC Seligenstadt.

Die Hessen waren im September als großer Favorit in die Saison gestartet – und sind dieser Favoritenrolle mit großer Souveränität gerecht geworden. Sollte alles normal laufen, wird Seligenstadt am Sonntag nämlich bereits als vorzeitiger Meister die Sporthalle der Pestalozzi-Schule betreten.

„Vielleicht haben wir einen Wettbewerbsvorteil, wenn die Seligenstädter vorher eine kurze Nacht haben“, sagt TTF-Trainer Walter Darenberg mit einem Grinsen. Denn im Gastspiel im benachbarten Hamm am Samstag reicht dem TTC eine 5:9-Niederlage, um Titelgewinn und Aufstieg perfekt zu machen. Vor dem Hintergrund, dass Seligenstadt seine sieben Rückrunden-Spiele bislang ausnahmslos gewann, eine durchaus machbare Aufgabe. „Seligenstadt wird schon Samstag alles klar machen“, so Darenberg. Doch ein sein Sextett hat vor dem Saisonfinale noch Ziele – wenngleich deutlich kleinere. Bönen (21:13 Punkte) kämpft mit dem ASV Wuppertal (20:14) im Fernduell um den dritten Platz in der Abschlusstabelle. Bönen müsste einen Punkt gegen Seligenstadt holen oder auf einen Punktverlust der zuletzt formschwachen Wuppertaler hoffen. Wuppertal aber empfängt als klarer Favorit den Letzten SV Viktoria Preußen. „Die sichere Variante ist die, dass wir selbst einen Punkt sammeln“, sagt Darenberg. Das ist nicht wahrscheinlich, aber auch nicht unmöglich – wie die Bönener im Hinspiel bewiesen. In dem trennten sich beide Teams mit einem 8:8-Unentschieden. Es war der bislang letzte Punktverlust der Seligenstädter. „Derzeit sind sie sicherlich noch mal ein bisschen besser in Form als im November“, sagt Darenberg.

Das liegt vor allem daran, dass beim TTC der lange Zeit verletzte Dennis Müller wieder im Team steht. Der ehemalige Zweitliga-Akteur blieb aufgrund einer Schulterverletzung für beinahe ein Jahr ohne Wettkampf. Seligenstadt absolvierte die Hinrunde größtenteils mit nur fünf wettbewerbsfähigen Akteuren. Mittlerweile sieht das anders aus: Müller bringt es im Jahr 2014 auf beeindruckende 10:1 Siege. „Das hat der Mannschaft natürlich noch einmal einen Qualitätssprung gegeben“, sagt Darenberg. Auch die übrigen TTC-Akteure um die Engländer Samuel Walker (10:3 Siege) und Lewis Albert Gray (8:0) sowie den tschechischen Internationalen Ondrej Bajger (6:5) gehören an ihren Positionen überwiegend zu den ligaweit besten Spielern. „Seligenstadt hat keine Schwachstelle“, so Darenberg.

Besonders wird die Partie gegen Seligenstadt für Bönen aber nicht nur aus sportlicher Sicht: Zum vorerst letzten Mal werden die TTFler am Sonntag mit Jaroslaw Werner antreten. Der 30-Jährige wird nach mehr als 15 Jahren und 400 Spielen im Bönener Trikot seine Laufbahn beenden. „Jarek gehört seit einer gefühlten Ewigkeit unserer ersten Mannschaft an und hat mit vielen unserer Spieler seit der Jugend zusammen gespielt. Das ist schon etwas Besonderes für uns alle am Sonntag“, sagt Darenberg. „Und natürlich würden wir für Jarek gerne noch mal ein richtig gutes Spiel machen.“ Besonders auch: TTF-Youngster Nils Maiworm ersetzt den verhinderten Christopher Pläster. Der Einsatz von Kapitän Andreas Rosenhövel ist hingegen wegen einer Schulterblessur unsicher. - WA

TTF: Berkenkamp, C. Waltemode, Adler, Rosenhövel (?), Lüke, Werner, Maiworm

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