SpVg steht am Abgrund

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Malik Öncül darf trotz des Platzverweises gegen Westönnen in Drensteinfurt wieder spielen.

BÖNEN - Der Griff nach dem letzten Strohhalm ging schon vor zwei Wochen ins Leere, danach folgte ein Debakel gegen Westönnen am vergangenen Sonntag. Jetzt kann die SpVg Bönen nur noch ein kleines Wunder retten. Viel wahrscheinlicher droht an Pfingstmontag allerdings der endgültige Abstieg.

Die Rehbusch-Elf steht vier Spieltage vor dem Saisonende in der Fußball-Bezirksliga am Abgrund. Die Konkurrenz beschränkt sich für den Tabellenletzten, der bislang 20 Punkte in 26 Partien gesammelt hat, im Grunde nur auf den VfL Sassenberg (29). Lippstadt II (32), Liesborn (31) und der TSC Hamm (31) sind nur noch theoretisch einholbar. Bei einer Niederlage der SpVg am Montag beim SV Drensteinfurt (15 Uhr) und einem Punktgewinn der Sassenberger in Liesborn stünde der Bönener Abstieg endgültig fest. Selbst bei einem Unentschieden der Mannschaft von Trainer Axel Maurischat und einem VfL-Sieg führt am Gang der SpVg in die Kreisliga kein Weg mehr vorbei.

Zumindest Maurischat will die Flinte nicht vorzeitig aufgeben. „Man muss ja dran glauben“, sagt der Trainer: „Man spielt ja auch Fußball, um zu gewinnen.“. Auf ein Erfolgserlebnis der Bönener im Stewwert geben allerdings weder die jüngsten Ergebnisse noch der Tabellenstand der Drensteinfurter Hoffnung. Die SpVg erzielte in den vergangenen vier Partien nur einen Treffer. Zuletzt sorgte das 0:6 gegen Westönnen für große Enttäuschung. „Die ersten 20 Minuten passte alles, aber was dann in der zweiten Halbzeit der ein oder andere gedacht hat, weiß ich nicht“, meint Maurischat.

Der SVD ist Tabellenfünfter, stellt die drittbeste Abwehr der Liga, musste seine Aufstiegsträume allerdings nach fünf Niederlagen in Folge – unter anderem gegen Bönens Mitkonkurrenten Lippstadt, Sassenberg und Ahlen – ad acta legen. „Bei denen ist die Luft raus, aber wer verliert schon gerne gegen den Tabellenletzten“, rechnet Maurischat mit motivierten Gegnern.

Die Bönener müssen auf Torhüter Marco Behrend wegen dessen Gelbsperre verzichten. Die Ampelkarte von Malik Öncül verfällt, weil erst am Montag gespielt wird. „Normalerweise ist so eine Regel Schwachsinn“, findet Maurischat. Felix Holtbrügger fällt mit Muskelbündelriss lange aus. Sören Symmank fehlt weiter wegen einer Zerrung. Dafür kehren wahrscheinlich die zuvor verletzteten Jörn Holtmann und Niclas Arenz und auf jeden Fall der zuletzt gesperrte Gerrit Wiff zurück. - bob

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