Spitzenspiel für die SpVg - IG und VfK wollen ersten Sieg

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Der VfK Nordbögge muss für längere Zeit auf Philipp Preiß (linkes Bild) verzichten, nachdem der sich verletzt hat.

Bönen - Die drei A-Ligisten aus der Gemeinde spielen wieder gemeinsam zuhause. Die gut gestartete SpVg Bönen bekommt es dabei mit der hochgehandelten Eintracht aus Werne zu tun. Der VfK Nordbögge will die 1:9-Blamage bei der HSV III vergessen machen, und die IG-Fußballer hoffen nach zwei Unentschieden auf den ersten Sieg.

SpVg Bönen – Eintracht Werne (Sonntag 15 Uhr/Rehbusch).

Eintracht Werne wurde von vielen Trainern genannt, wenn das Thema auf die Favoriten in dieser Kreisliga-A-Saison zu sprechen kam. Auch SpVg-Coach Hendrik Dördelmann erwartet den Gegner vom Sonntag weit oben in der Tabelle. Von der Stärke der Eintracht konnte sich Dördelmann schon in der Vorbereitung überzeugen, als seine Schützlinge beim Turnier in Herringen mit 1:3 unterlagen. „Werne hat auf jeden Fall eine gute Mannschaft und gute Einzelspieler mit viel Qualität“, lobt er den Kontrahenten. Bange ist ihm deswegen nicht: „Wenn wir als Mannschaft dagegenhalten, bin ich überzeugt, dass wir das schaffen.“

Die Bönener können auf einen guten Start mit zwei verdienten 3:1-Siegen gegen starke Teams wie HSV III und BVH blicken. „Den Schwung wollen wir mitnehmen“, sagt Dördelmann, der den Tempofußball der Schlussphasen gerne über 90 Minuten sehen möchte. Dabei fehlen ihm die Urlauber Tobias Wittwer, Jörn Holtmann, Oliver Hartmann und Patrick Heller. Yusuf Senel ist zwar aus Frankreich zurück, aber wohl kein Thema. Inwieweit Sebastian Schneck nach seiner Verletzung aus dem BVH-Spiel wieder einsatzfähig ist, steht noch nicht fest. Gelaufen ist er aber schon wieder.

Die Werner, die nach der Auflösung des Kreises Lüdinghausen neu in der A1 spielen und im Vorjahr Vize-Meister wurden, taten sich zum Saisonauftakt schwer. Einer 2:3-Niederlage in Wiescherhöfen II folgte ein 3:2-Sieg gegen Lohauserholz II. „Das ist vielleicht Kopfsache nach den guten Ergebnissen in der Vorbereitung“, rechnet Dördelmann damit, dass die Eintracht mittlerweile in der Liga angekommen ist. Neuland ist die Staffel für viele Akteure ohnehin nicht, stehen im Kader von früheren Hölzkener Trainer Jörg Fiebig doch viele Spieler, die schon in Pelkum und Lohauserholz gespielt haben.

VfK Nordbögge – BV 09 Hamm (Sonntag 15 Uhr/Feuerwache).

Die 1:9-Packung im Hammer Osten war beim Abschlusstraining des VfK noch ein letztes Mal Thema. „Dann geht es weiter“, sagt Coach Jürgen Serr und fügt hinzu: „Wir müssen die einfachen Tugenden wieder zeigen, was am Sonntag gefehlt hat.“ Er fordert Laufbereitschaft, Kompaktheit und Aggressivität – wie beim starken Auftritt im Pokalspiel gegen den Bezirksligisten TuRa Bergkmanen. „Wir dürfen auch ein Foul machen. Der Gegenspieler darf nicht so einfach durchlaufen. Da müssen wir uns cleverer anstellen“, sagt der Ex-Profi.

Gegen den BVH sind die Nordbögger erneut Außenseiter, schätzt doch auch Serr dass sich die Schwarz-Gelben wieder weit oben in der Tabelle einsortieren werden. „Wir müssen dagegenhalten. Mit einer anderen Einstellung ist auch was möglich“, so der VfK-Coach. Erschwert wird die Aufgabe für den Gastgeber durch die zahlreichen Ausfälle. Jonas Wiggermann, Philip Wittenborn, Tobias Poschmann und Frederik Bennemann sind im Urlaub. Philip Preiß fällt mit einem Bänderriss und einem gebrochenen Handgelenk für längere Zeit aus. Samed Özgüc laboriert an Adduktorenproblemen, die auch Serrs Einsatz unwahrscheinlich machen. „Bei unserem eh relativ kleinen Kader ist das natürlich bitter“, beklagt der Trainer.

IG Bönen – Hammer SC (Sonntag 15 Uhr/Schulzentrum).

Aller guten Dinge sind drei. Frei nach diesem Motto will die IG am dritten Spieltag den ersten Saisonsieg einfahren. „Geplant ist es, unsere Heimstärke zu nutzen“, sagt Trainer Ayhan Sezer, der allerdings vier Ausfälle zu beklagen hat: „Mein Kader schrumpft wieder.“ Ibrahim Yörük und Arman Kuba sind im Urlaub, Mehmet Duman ist krank und Layé Toure hat eine Oberschenkelverletzung, wegen der er sogar im Krankenhaus war.

Sezer hofft, dass in punkto Chancenauswertung der Knoten platzt. „Wir erspielen uns mehr Möglichkeiten, aber machen keine Tore“, zieht er eine erste Bilanz nach den beiden Unentschieden zum Auftakt. Mit Ramazan Dincer, Ismail Oturak und Ali Soyarslan verfügen die Bönener über gefährliche Flügelstürmer, die sich in Bezug auf ihre Torausbeute aber noch steigern sollten.

Der Hammer SC könnte tatsächlich der richtige Gegner sein, um das erste Erfolgserlebnis zu feiern. Der HSC ist mit 0:11 Toren Tabellenletzter. Die Westtünner verloren am vergangenen Wochenende gar mit 0:10 gegen Yunus Emre und damit gegen das Team, von dem sich die IG eine Woche zuvor noch 2:2 getrennt hatte. Sezer will davon nichts wissen: „Das heißt nichts. Wir dürfen uns nicht zurücklehnen.“ Der Trainer rechnet im Gegenteil mit einer Trotzreaktion des Gegners.

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