Fußball

Drei Bönener sprechen über den Bundesliga-Start

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Bayern gegen Dortmund: Mit diesem Titelkampf rechnen auch die Bönener.

Peter Hahnemann (Bayern-Fan), Klaus Olschewski (Schalke) und Nils Böckmann (BVB) freuen sich auf den Start der Fußball-Bundesliga und haben klare Vorstellungen, was ihre Klubs in der kommenden Spielzeit erreichen sollen.

Bönen - Am Freitag beginnt die 57. Bundesliga-Saison mit der Partie zwischen dem FC Bayern München und Hertha BSC. Drei Bönener Fans – der Vorsitzende der SpVg Bönen, Peter Hahnemann (FCB-Fan), der Vorsitzende der Schalker Freunde, Klaus Olschewski, und „Generation Spielkultur“-Mitglied Nils Böckmann (BVB) sehen der Saison mit sehr unterschiedlichen Gefühlen entgegen.

Herr Hahnemann, Sie sind ja der einzige Bayern-Fan in der Gemeinde. Was erwarten Sie vom Saisonstart am Freitag?

Peter Hahnemann: Einziger Bayern-Fan? Könnte man meinen, aber mein Vorstandskollege, Kassierer Peter Attig, ist ebenfalls einer. Und ich bin sicher es gibt noch ein paar mehr. Zum zweiten Teil der Frage: Wir haben ein Heimspiel, also Pflichtsieg.

Wie wird aus Ihrer Sicht die Saison laufen?

Hahnemann: Schwierig. Dortmund hat sich sehr gut verstärkt, wir ja nicht bisher. Ivan Perisic ist ja eher als Backup für Robert Lewandowski zu sehen. Wenn der sich verletzt, sieht es im Sturm übel aus. Wie weit Fiete Arp ist, kann man noch nicht abschätzen. Ich habe auch nicht verstanden, warum Bayern Mats Hummels abgegeben hat. Niklas Süle ist gut, aber niemand weiß, wie sich Hernández macht. Das Problem ist aber der Sturm, wenn sich dort einer verletzt. Serge Gnabry und Kingsley Coman kriegen als Außen ja immer auf die Knochen, die halten keine ganze Saison durch. Man sollte auch an Leroy Sané dranbleiben, der wird doch verletzt günstiger und kann die Reha auch in München machen. Das ist ein Mann der Zukunft. Ein deutscher Nationalspieler sollte auch beim besten deutschen Verein spielen. Vielleicht holen wir ja aber noch Philippe Coutinho als Leihe. Auf keinen Fall können wir uns neun Punkte Rückstand leisten wie in der vergangenen Saison. Das aufzuholen, klappt nicht immer. Letztlich erwarte ich die Meisterschaft, auch wenn es schwer werden wird. Ich wäre ein schlechter Bayern-Fan, wenn ich sagen würde, Borussia Dortmund macht’s.

Was erhoffen Sie sich für Schalke von der anstehenden Saison, Herr Olschewski?

Klaus Olschewski: Ich hoffe, ein bisschen besser als die letzte. Aber mit großen Sprüngen rechne ich nicht. Die Mannschaft ist ja nicht so verstärkt worden wie gewünscht. 15-Millionenmann Ozan Kabak ist verletzt, Benito Raman ist immerhin wieder dabei. Aber der letzte Transfer, der bei uns eingeschlagen hat, liegt ja schon ein paar Jährchen zurück. Es war Raul. Wir haben zudem einen extrem schweren Auftakt in Gladbach und dann gegen Bayern. Dazu kommt noch die Unruhe durch den Ärger um Clemens Tönnies. So eine Aussage ist unter aller Kanone, das gehört sich nicht. Da ist es auch mit einer dreimonatigen Pause nicht getan. Er kann es nicht ungeschehen machen, aber er sollte sich glaubwürdig verhalten, nicht lapidar entschuldigen, zum Beispiel ein Trainingscamp für Migranten finanzieren. Geld hat er ja genug. Die Aktion der Fans mit den Roten Karten war ja gut, jetzt folgt die Sperre, dann sollte aber auch gut sein, der Fußball wieder im Blickpunkt stehen.

Und was erwarten Sie vom fußballerischen Abschneiden der Schalker, Herr Olschewski?

Olschewski: Dass wir vor Borussia Dortmund stehen. Ich weiß, das ist eher utopisch. Aber wenn wir in den beiden Derbys je drei Punkte holen, wäre ich auch schon zufrieden.

Und Sie, Herr Böckmann, wie wird die Saison für den BVB laufen?

Nils Böckmann: Ich erwarte eine gute Spielzeit und einen der ersten beiden Plätze.

Wie? Nicht die Meisterschaft?

Böckmann: Also gut. Ich rechne mit der Meisterschaft wie angekündigt. Wir haben uns sehr gut verstärkt. Bayern hat noch nicht die Zugänge. Aber das Transferfenster ist ja noch nicht geschlossen. Auf keinen Fall darf es passieren, dass wir einen Vorsprung wie in der letzten Saison gegen vermeintlich schwächere Gegner aus der Hand geben. Wir müssen in der Rückrunde konstanter sein. Mats Hummels bringt ja Stabilität, obwohl wir ihn nicht unbedingt gebraucht hätten, Abdou Diallo zu halten, wäre auch gut gewesen. Entscheidend wird werden, wie die Neuzugänge im Mittelfeld einschlagen. Thorgan Hazard kann uns mit seiner Kreativität voranbringen. Ich hoffe außerdem, dass Mario Götze bleibt, egal auf welcher Position er dann spielt. Gut ist, dass Paco Alcácer bleibt. Bei Julian Brandt wird es sich zeigen, was er drauf hat. Bei einem Wechsel von Leverkusen zu uns hätte ich mir lieber Kai Havertz gewünscht. Aber der ist für Borussia wohl nicht machbar.

Was erwarten Sie vom Auftakt gegen Augsburg zuhause, Herr Böckmann?

Böckmann: Ein glattes 3:0.

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