Drei Abgänge bei TuS-Damen nach starker Saison

+
Nadine Tewes und die TuS-Damen suchen für die nächste Saison neue Spielerinnen.

Bönen - Zum Saisonfinale gab es für die Volleyball-Damen der TuS Bönen eine 2:3-Niederlage gegen den ATV Haltern. Zufrieden war Trainer Hardy Linke dennoch. „Es war ein gutes Spiel, eins für unser Publikum“, meinte er nach der knappen Niederlage. Die Spielzeit endete für den Wiederaufsteiger überraschend weit oben auf dem dritten Tabellenplatz.

Überraschend deshalb, weil die TuS in der ersten Verbandsliga-Saison 2014/15 sofort wieder abstieg. Überraschend aber auch deshalb, weil die TuS Ende des vergangenen Jahres den Trainer wechselte. Auf Jochen Schönsee folgte Hardy Linke. „Den Wechsel haben wir gut verpackt“, erklärt Mannschaftskapitänin Nadine Tewes. „Überhaupt haben wir unser Saisonziel erreicht, das war ja der Nichtabstieg. Wir sind zufrieden.“

Das es mehr wurde als der schon früh sicher gestellte Klassenerhalt, lag in ihren Augen daran, dass die TuS viel besser klar kam in der Liga als beim ersten Rendezvous. „Wir gehören jetzt dazu“, beschreibt Tewes. Auch wenn ihr Team ein Auf und Ab kennzeichnete.

Diesen Charakter einer Fahrstuhlmannschaft will Linke gerne ablegen, wenn er denn weiter macht. „Ich habe erstmal gesagt ‘bis heute’, bin aber nicht gänzlich abgeneigt, weiterzumachen“, sagte er nach dem letzten Ballwechsel. Die Mannschaft müsse zunächst entscheiden, ob sie mit ihm weiterarbeiten wolle. Und dann müsse er sehen, ob er es zeitlich hinbekommt. Das ist eines der großen Fragezeichen vor denen die Bönenerinnen stehen. Auch die Spielerinnen wollen mit ihrem Coach weitermachen, sind aber auch einem Trainer nicht abgeneigt, der zeitlich besser zur Verfügung stünde. Abschließende Gespräche seien laut Tewes noch nicht geführt.

Derweil hat ein anderes Problem größere Priorität. Weil Sabrina Schlensog und Jana Menger aus privaten und beruflichen Gründen kürzer treten und Stephanie Buhl entweder eine Pause einlegen oder es noch einmal höherklassig probieren möchte, ist der Kader auf acht Damen. Geschrumpft. Denn Doreen Scharwej, die am letzten Spieltag auch offiziell (und herzlich) verabschiedet wurde, gibt es nach ihren Verletzungen keinen Weg zurück auf das Feld. Sabrina Keil ist dagegen guter Dinge, nach ihrer schweren Knieverletzung wieder einzusteigen. Sie wird vermutlich aber erst im neuen Jahr voll belastbar sein. Mit Ricarda Rinschede, die zurzeit ein Praktikum in Süddeutschland macht, rechnet Tewes vorsichtshalber nicht, freut sich aber, wenn sie wieder im TuS-Aufgebot zu begrüßen.

„Das ist die dünnste Decke, die man haben kann. Acht Spielerinnen braucht man mindestens“, meint Tewes, weshalb sich die Mannschaft auf die Suche nach Neuzugänge macht. „Wir haben Annoncen geschaltet“, erklärt sie und nennt auch Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft, die Lust auf Verbandsliga-Volleyball haben, als Option. Durchziehen wollen die TuS-Damen die kommende Saison auf jeden Fall. „Jetzt wir es soweit gebracht, da wollen wir weitermachen“, sagt Tewes.

Die letzte Partie gab da ein gutes Gefühl: „Heute haben wir gezeigt, was wir können“, meinte Linke nach dem Spiel gegen Haltern, „haben uns aus den Tiefs herausgespielt und therapeutische Grenzen gesetzt – bei hoher Führung nicht mehr so viele Punkte abgegeben.“ Wichtig sei, immer mit einem guten Gefühl aus der Halle herauszugehen. Dem Gefühl eben, alles abgerufen zu haben. „Man muss auch die Halle jedes Mal mit dem Ziel betreten, gewinnen zu wollen.“ Der Coach war mit der Zusammenarbeit zufrieden. „Wir hatten eine Klasse Trainingsbeteiligung, die Mädels waren gut drauf.“ Vielleicht gilt das für beide Seiten auch in der kommenden Saison. - ml/bob

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare