Dramatischem Finale folgt gerechte Punkteteilung zwischen Altenbögge und Höchsten

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Gemeinsam mit dem bärenstarken Marius Schrage war Lukas Florian mit sechs Toren bester Werfer des RSV Altenbögge.

Bönen – Heiser war Tino Stracke nach Spielschluss merkwürdigerweise nicht. Obwohl er in der dramatischen Schlussphase der Partie gegen Höchsten lautstark Anweisungen verteilt hatte. Dass die Partie auch ihn emotional hoch beanspruchte, zeigte das gerötete Gesicht des RSV-Coaches.

 „Uns fehlt vielleicht das Quentchen Glück“, war eine Aussage Strackes nach dem 25:25 (12:10). „Aber im Endeffekt war die Punkteteilung gerecht“, meinte er versöhnlich. Dem konnte sich auch Gästetrainer Marc Rode nur anschließen: „Die Spiele gegen Altenbögge waren immer eng. Die letzten Aufeinandertreffen haben wir in den Schlusssekunden für uns entschieden. Wir können aber mit dem Punkt leben.“

Starke Torleute, zwei Rote Karten

Es war wirklich alles drin im Fight der Tabellennachbarn, die sich an diesem Abend absolut nichts schenkten: Tempospiel beider Parteien, starke Torleute, zwei Rote Karten gegen Altenbögges Rechtsaußen Gregor Stefek (34.) und Höchstens Abwehrspezialist Marcus Strobel (42.). Die Stimmung kochte öfter hoch. Trotzderm war das Spiel fair. Wortgefechten folgte prompt die die Entschuldigung. So ging Robin Albert in der 57. Minute voll in den Mann, als der an diesem Abend bärenstarke Marius Schrage mit seinem sechsten Treffer zum 24:24 abschloss.

Der Altenbögger regte sich zu recht auf. Steffen Feldmann und Sebastian Fröhling unterstützten wie auf Höchstener Seite Torwart Steffen Bloch. Das Quartett aus den „Helfern“ und dem bösen Buben bekam eine Zeitstrafe. Schrage blieb auf dem Feld, vertrug sich umgehend mit Albert.

Wechselnde Führungen, 12:10 zur Halbzeit

Die Eröffnung des Spiels war ausgeglichen. Führungen wechselten. In der 25. Minute warf RSV-Kreisläufer Florian Warias den Gastgeber auf zwei Tore in Front (10:8). Mit dem Abstand (12:10) wechselten die Parteien auch die Seiten. David Fischer egalisierte den Vorsprung der Altenbögger direkt nach der Pause. Rode hatte auf eine offensive 4:2-Deckung umgestellt. In der 36. Minute ging der Gast durch Lars Schiereck erstmals wieder in Führung, zehn Minuten später erzielte Jonas Gerke das 19:18 und Höchsten lief hinterher.

In der 51. Minute klatschte RSV-Linksaußen Sören Feldmann den Ball aus extremem Winkel zum 22:20 unter die Latte des Höchstener Tores. Auch dieser Vorsprung hatte nur 90 Sekunden Bestand. Mit einem 25:25 gingen die Kontrahenten in die letzten anderthalb Minuten. Rode sortierte sein Team 35 Sekunden vor der vollen Stunde und dem letzten Angriff. Kai Kleeschulte, in der 50. Minute für Drewermann ins Spiel gebracht, parierte den Ball von Robin Nolzen. Stracke unterbrach dann den Gegenstoß der Altenbögger 21 Sekunden vor Schluss, um sein Team nochmals einzunorden. Mit der Schlusssirene schloss Steffen Feldmann ab, TuS-Keeper Steffen Bloch hielt.

„Wir haben den Punkt heute in der Deckung festgemacht, waren aber auch im Angriff verbessert. „Die Zuschauer konnten sehen, dass wir gut und mit Spaß an der Sache trainiert haben“, sagte Stracke, bevor er und seine Mannen beim Bierchen danach den Puls runterfuhren. Spaß hatten an diesem Abend auch die knapp 150 auf der Tribüne. Die Anhänger der Gastgeber standen in den Schlusssekunden, um ihr Team zum Sieg zu klatschen.

RSV: Drewermann (1. - 50.), Kleeschulte – Gerke (4), Röckenhaus, Florian (6/2), Warias (3), Sö. Feldmann (2), Stefek (1), Fröhling, Ivanilson, Schrage (6), St. Feldmann (3)

Borussia: Massat (1. - 52.), Bloch – Drees (5/5), Schiereck (5), Leimbrink (2), Mohr, Fischer (6), Nolzen (2), Fleischer (2), Albert (2), Strobel (1), Wupper, Kaluza Siebenmeter: 2:5 (Florian 2/2 - Drees 5/5)

Zeitstrafen: 5:5 (Gerke, Fröhling 2, St. Feldmann, Schrage - Bloch, Albert 2, Strobel 2)

Disqualifikation: Stefek (34., RSV) - Strobel (42., TuS) Spielverlauf: 1:1 (1.), 3:3 (7.), 6:6 (20.), 10:8 (25.), 12:10 (30.) - 12:12 (33.), 17:17 (42.), 22:20 (51.), 23:23 (55.), 25:25 (59.)

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