Fußball

Doppelter Spitzenreiter: So gehen die Teams der SpVg Bönen mit dem Höhenflug um

Die erste Mannschaft um Onur Basyigit (rechts) sammelte aus den ersten Begegnungen sieben Zähler und führt die Tabelle an.
+
Die erste Mannschaft um Onur Basyigit (rechts) sammelte aus den ersten Begegnungen sieben Zähler und führt die Tabelle an.

An den Tabellen der Fußball-Kreisliga A1 und B1 können sich die Verantwortlichen der SpVg Bönen derzeit gar nicht satt sehen.

Sowohl die erste, als auch die zweite Mannschaft stehen in ihren Spielklassen ganz oben. „Das ist eine schöne Momentaufnahme. Ich freue mich total darüber“, sagt der Sportliche Leiter Niclas Arenz. „Die Fotos von den Tabellen können gerne noch länger so gemacht werden“, findet Hendrik Dördelmann, der Arenz unterstützt und gleichzeitig Co-Trainer des A-Liga-Teams ist.

Beiden ist bewusst, dass das Tableau am dritten Spieltag nicht allzu aussagekräftig ist, genießen tun sie es den Anblick trotzdem. Die Erwartungen vor dem Saisonstart waren an beide Mannschaften unterschiedlich. Von der Ersten war am Rehbusch schon erwartet worden, dass sie sich angesichts des vermeintlich leichten Auftaktprogramms mit Partien gegen Wiescherhöfen II, Stockum und Uentrop II, allesamt Kellerkinder der Vorsaison, gleich oben einsortiert. „Ohne jemanden auf den Schlips zu treten, aber das waren Spiele gegen Mannschaften, wo man sagen muss, ‘da müssen wir neun Punkte holen’“, meint Arenz. Doch der Reserve hatte als Zwölfter der abgebrochenen Spielzeit keiner einen solchen famosen Start mit drei Siegen zugetraut.

„Spielerisch ist Luft nach oben“

„Die Ergebnisse sind in Ordnung, spielerisch ist noch Luft nach oben“, sagt Dördelmann zur von ihm und Tayfun Basyigit trainierten A-Liga-Mannschaft. Auch die Chancenverwertung sei noch ausbaufähig und hat beim 1:1 gegen Stockum bereits Zählbares gekostet. „Das war eine gefühlte Niederlage“, sagt Arenz, der noch als Joker für das Team aufläuft.

Sieben Punkte seien aber okay. „Wenn man oben mit dabei ist, ist man, wenn man mal verliert oder unentschieden spielt, nicht sofort in der Bringschuld“, sagt Arenz. Dördelmann meint sogar, „dass wir eher froh sind, dass wir die Partien jetzt hinter uns haben“. Gegen die leichten Gegner tue sich die SpVg fast schon traditionell schwer. Dementsprechend blicken die Verantwortlichen voller Vorfreude auf das Duell am Sonntag gegen den TuS Uentrop I, der nach einem durchwachsenen Jahr wieder ein gutes Team zu haben scheint und zwei von drei Begegnungen gewann. „Das sind Mannschaften, die wollen mitspielen. Das liegt uns besser“, sagt Arenz. Nun könnten er und seine Kollegen in den kommenden Wochen zeigen, „ob wir soweit sind“, so Arenz.

Die Tabellensituation sorgt für gute Stimmung

Je länger die Bönener oben stehen, desto weiter könnte es in der Saison gehen. „Aus so einer Tabellensituation schöpft man extrem viel Motivation, das sorgt für gute Stimmung beim Training“, weiß er aus Erfahrung. Für Dördelmann macht sich die Breite des Kaders derzeit bezahlt. „Wir haben aktuell auch Verletzte“, zieht er einen Vergleich zu den Vorjahren, „aber das fällt nicht so auf.“ Außerdem hätte einige Akteure einen Schritt nach vorne gemacht, nennt er Onur Basyigit: „Der fühlt sich auf der Sechs richtig wohl.“

Auch bei der Zweiten kann sich nach den ersten Erfolgserlebnissen eine Eigendynamik entwickeln. Mit Yunus Emre (5:2), Flierich (3:0) und Heessen II (1:0) hat die SpVg II sogar schon drei Konkurrenten geschlagen, die vor der Saison zum vorderen Drittel gerechnet worden waren. „Man sieht ihnen die pure Spielfreude an“, meint Arenz, der den Derbysieg gegen Flierich beobachtet hat. „Die Mannschaft trainiert parallel mit uns, und da sind immer 15, 16 Leute“, sagt Arenz. Kein Vergleich zu den Vorjahren, als Coach Ralf Thiemann sich sinnvolle Beschäftigungsmaßnahmen für seine Kleingruppe ausdenken musste.

Die Abwehr ist das Prunkstück der Reserve

Für den Sportlichen Leiter ist der tolle Start der Reserve zwar unerwartet, aber nicht vollkommen überraschend. „Die Zweite hat für die Kreisliga B eine extrem gute Abwehr mit Mehmet Duman, Samet Özgüc und Yusuf Senel.“ Vor allem Letzterer, der vor der Saison freiwillig von der Ersten in die Zweiten wechselte, ist für ihn ein wichtiger Faktor: „Er hat seine vier, fünf Freunde mitgebracht und zieht die mit, so dass alle Bock haben.“ Rückkehrer wie Atakan Iscan, der schon fünfmal getroffen hat, und Mohammed Elias haben auch für Dördelmann die Qualität vorne entscheidend erhöht.

Worauf die beiden Verantwortlichen nun gespannt sind, ist die weitere Entwicklung. „Im Winter, wenn auf Asche trainiert wird, wird sich zeigen, ob die Mannschaft eine Mannschaft ist und das mit dem Training so weitergeht“, erklärt Arenz. Wenn möglich, sollen weiter Spieler aus dem A-Liga-Team die Reserve unterstützen, wie es zu Beginn Florian Bednarek getan hat. Damit beide Teams ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare