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Die TuS Bönen zieht wieder in die Goethehalle ein

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Von: Markus Liesegang

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Isabel Trößer machte sich Notizen. Iris Höll, Marvin Manz und Ralf Wegner sprachen mit der Architektin ab, was noch zu erledigen ist.
Isabel Trößer machte sich Notizen. Iris Höll, Marvin Manz und Ralf Wegner sprachen mit der Architektin ab, was noch zu erledigen ist. © Markus Liesegang

 Seit Monaten sind die Goethe- aber auch die Pestalozzihalle wegen Wasserschäden mit durchaus unterschiedlicher Ursache gesperrt.

Bönen - Laut Informationen aus der Bönener Verwaltung sollte in beiden ab dieser Woche der Vereinssport wieder möglich sein. Untersuchungen hinsichtlich gesundheitlicher Gefahren durch Pilzsporen führte der Tüv mit positivem Ergebnis, sprich: keine Gefahr. Fachbereichsleiter Robert Eisler deutete in der vergangenen Woche den Mittwoch für die Wiedereröffnung der Dreifachhalle an der Goetheschule, die hauptsächlich von der TuS Bönen genutzt wird, an.

Bei einer Begehung am Mittwochabend erklärte Gemeinde-Architektin Isabel Trößer der stellvertretenden TuS-Vorsitzenden Iris Höll die aktuellen Möglichkeiten. Stand der Dinge: Die Halle ist komplett nutzbar, zwei der Kabinen sind es ebenfalls. Bis zum kommenden Mittwoch sollen Fliesenarbeiten in den Duschen so weit fortgeschritten sein, dass das Interieur wie Klos und Trennwände vom Bauhof gehängt werden kann. „Zwei Klos werden auch mit Priorität fertiggestellt“, erklärte Trößer, Der Grund: Die kleinen Kinder könnten die in der Eingangshalle nicht ohne Begleitung nutzen.

TuS greift selbst zum Pinsel

Damit die Materialschränke schnell in den Geräteräumen installiert werden können, wird TuS-Hallenwart Ralf Wegner mit Helfern aus dem Verein selbst zu Spachtel und Farbe greifen und die Wände streichen. Die ausgelagerten Sportgeräte werden in der kommenden Woche während der Übungsstunden wieder an Ort und Stelle gebracht. Die Bereitschaft zur Mitarbeit setzt Iris Höll als zweite Vorsitzende des Vereins voraus. „Alle wollen wieder in die Halle“, erklärt sie. „Die Absprachen mit Frau Trößer haben Hand und Fuß. Es passt“, loben Höll und Wegner die pragmatische Klärung mit der Fachfrau.

Ein wenig anders sieht die Situation momentan noch an der Pestalozzischule aus. Dort lagen am Dienstag noch Luftschläuche in der östlichen Hälfte der Halle, Trockner stehen auf dem Schwingboden. Ein dicker Abluftschlauch führt durch den Eingangsbereich und ein herausgenommenes Fenster ins Freie. „So weit ich weiß, ist ein Drittel der Halle noch feucht“, sagt Walter Darenberg, Geschäftsführer der Bönener Tischtennisfreunde. „Aber wir gehen davon aus, dass die Halle für uns auch freigegeben wird. Es sollte aber noch eine Messung stattfinden.“

Am Donnerstag Gewissheit über die Pestalozzihalle

Diese soll jetzt am Donnerstagmorgen Gewissheit bringen, ob die Restfeuchte raus ist, die Pestalozzihalle überhaupt oder eingeschränkt nutzbar sein wird. „Wie wir es dann gestalten, um die Meisterschaftsspiele stattfinden zu lassen, werden wir vor Ort mit den Vereinsvertretern besprechen“, erklärte Trößer.

„Unabhängig von der Entscheidung, werden wir die Meisterschaftsspiele am Wochenende in der Halle durchführen“, beharrt TTF-Kassierer Jens Topel auf einen positiven Bescheid, die Spiele der NRW-Liga-Damen gegen Ottmarsbocholt am Samstag (17.30 Uhr), das Kreisligaspiel der Herren VI am Sonntag (10 Uhr) und das der U15 am Samstag (14 Uhr) stattfinden zu lassen.

„Zur Not mit Einschränkungen“, unterstützt TTF-Trainer Darenberg seinen Vorstandskollegen. Bei nicht aufgeräumtem Eingangsbereich könne er sich einen Zugang über den Notausgang vorstellen.

Darenberg wünscht sich Klarheit

Die TTF brauchen die Halle, macht Darenberg klar. Seit einem Monat haben sie nicht nur die Meisterschaftsspiele verlegt, tauschten ihr Heimrecht. Auch ein geregeltes Training sei nicht möglich gewesen. „Viele haben für sich, wo es sich eben anbot, trainiert“, erfuhr er. „Wir konnten ja auch nicht in eine andere Halle ausweichen, da die Platten schwer aus der Halle zu transportieren wären. Wir sind ja die einzige Tischtennishalle Deutschlands, die unterirdisch liegt.“ Einen Fahrstuhl gibt es nicht, Barrierefreiheit besorgt ein Treppenlift, der nicht zum Transport geeignet ist.

Topel unterstreicht abschließend, dass der Verein in der kommenden Woche auch wieder ein geregeltes Training anbieten will. „Ohne die Nutzung der Umkleiden“ wolle der Verein in den Alltag zurück.

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