TTF Bönen greifen erneut an - Ziel bleibt die Oberliga

Das Bönener Tischtennis-Sextett um die jungen Talente Toni Ramljak und Tyson Tan Hasse (Bild) drängt nach oben.
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Das Bönener Tischtennis-Sextett um die jungen Talente Toni Ramljak und Tyson Tan Hasse (Bild) drängt nach oben.

Als die Saison in der NRW-Liga im vergangenen November unterbrochen wurde, stand es gut um die erste Herrenmannschaft der TTF Bönen. „Wir hätten um den Aufstieg gespielt“, sagt Bönen-Trainer Walter Darenberg rückblickend.

Bönen – Die Bönener lagen mit drei Siegen aus vier Spielen auf Tabellenplatz fünf, im Gleichschritt mit den Spitzenreitern. Doch die Saison 2020/2021 blieb eine Spielzeit im Konjunktiv: Im Frühjahr brach der Westdeutsche Tischtennis-Verband (WTTV) wie alle anderen Landesverbände die Saison ab. Die Spielzeit wurde gewertet, als habe sie nie stattgefunden. Keine Aufsteiger, keine Absteiger – auch die TTF Bönen mussten bleiben, wo sie waren.

Wenn Anfang September die neue Runde beginnt, nehmen die Tischtennisfreunde einen neuen Anlauf. „Wir wollen wieder oben mitmischen“, sagt Darenberg. Das Bönener Sextett ist jung und ambitioniert, vor allem die Talente Toni Ramljak und Tyson Tan Hasse drängen nach oben. „Der Sprung in die Oberliga ist groß, aber das muss das Ziel sein“, so Darenberg.

Doch stellen sich nach zwei abgebrochenen Spielzeiten in Folge noch mehr unbeantwortete Fragen als sonst vor dem Start in eine neue Runde. Wie stark ist das eigene Team nach mehr als einem halben Jahr ohne Wettkämpfe? Wie gut kommt die Konkurrenz aus der Pause? Wer hat die Coronazeit für intensives Training genutzt, wer ist unfreiwillig in Trainingsrückstand geraten? Wer kommt schnell in den Spielrhythmus? „Es wird spannend zu sehen sein, wie die Spieler und die Mannschaften aus der Pause kommen“, sagt Darenberg.

Die Zusammensetzung der Staffel 1 der NRW-Liga hat sich derweil kaum verändert. Der TuS Bardüttingdorf und der TTC Ruhrstadt Herne zogen ihre Mannschaft in die Verbandsliga zurück. Dafür rutschte der SV Arminia Ochtrup II in die nur noch zehn Teams umfassende Staffel, in der die meisten Bönener Gegner aus dem Münsterland und Ostwestfalen kommen. „Viel hat sich in diesem Sommer nicht getan“, sagt Darenberg.

Aber ein bisschen eben doch: Der SV Brackwede, in der Vergangenheit bereits in der 2. Bundesliga aktiv, hat sein Team aufgerüstet. Mit Christian Reichelt (Borussia Dortmund II) und Nico Bohlmann (DJK BW Avenwedde) holten die Bielefelder zwei Topspieler – und sind nun die klaren Aufstiegsfavoriten. „Wenn die Brackweder wollen, sind sie kaum zu schlagen“, glaubt Darenberg. Anders als in der Vorsaison geht es für Bönen im Aufstiegskampf dieses Mal wohl eher um Tabellenplatz zwei. Doch auch hier ist die Konkurrenz gut, etwa mit dem TTV Neheim-Hüsten, der den ehemaligen Bönener Regionalligamann Nils Maiworm aus Altena verpflichtete, oder der Bundesliga-Reserve vom TTC GW Bad Hamm.

TTF-Trainer Darenberg hofft darauf, dass sich vor allem die Youngster Ramjlak, der ans obere Paarkreuz hinter Spitzenspieler Numan Yagci aufrückte, und Tan Hasse in der Coronazeit weiterentwickelt haben. Tan Hasse nutzte die Wettkampfpause mit Heimtraining. Darenberg traut dem Duo einen Leistungssprung zu, der wiegen würde wie bei anderen Teams ein Neuzugang. Außerdem könnte Routinier Andreas Rosenhövel zum Faktor werden. Der ehemalige Zweitliga-Akteur, der zwar regelmäßig, aber aufgrund von Hüftproblemen nur eingeschränkt trainieren kann, gab in der vergangenen Saison ein erfolgreiches Comeback in der ersten Bönener Mannschaft. „Rosi wird hoffentlich das eine oder andere Spiel machen“, sagt Darenberg. Er ist bei den TTF als Nummer vier gemeldet. Ligaweit hat kein Spieler an seiner Position einen höheren TTR-Wert.

Den Auftakt in die Saison machen die Bönener am 4. September im vermeintlich leichten Auswärtsspiel bei TuRa Elsen. An den folgenden Spieltagen warten mit Ochtrup II, Neheim-Hüsten und Brackwede bereits starke Konkurrenz. Wo die Bönener Herren nach der Corona-Pause stehen, werden sie schon früh im neuen Spieljahr wissen.

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