Bönen ist nach dem dritten Spieltag hinter den Erwartungen

SpVg will aus bitterer Pleite gegen Werne Mut schöpfen

Besonders im zweiten Durchgang gegen Werne hatten Florian Bednarek und seine Bönener Mittelfeldkollegen die Zentrale gut im Griff.
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Besonders im zweiten Durchgang gegen Werne hatten Florian Bednarek und seine Bönener Mittelfeldkollegen die Zentrale gut im Griff.

Das Wort Fehlstart ist etwas hart, doch zufrieden wird bei der SpVg Bönen derzeit niemand sein. Zwei Heimniederlagen sind in der Fußball-Kreisliga A1 nach drei Spieltagen bereits auf dem Konto, dazu drei Punkte aus dem Pflichtsieg gegen ein überfordertes Teams des TuS Wiescherhöfen II. „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, meint der neue Trainer Cengiz Güner.

Bönen – Eine schwache Vorstellung beim 1:3 gegen den Hammer SC, ein munteres Toreschießen beim 9:0 in Wiescherhöfen und am vergangenen Sonntag eine bittere, weil späte 2:4-Niederlage gegen Eintracht Werne. „Die Situation sieht jetzt schlecht für uns aus“, bilanzierte Florian Bednarek nach dem Schlusspfiff am Rehbusch.

Die Bönener haben in dieser Sasion – wie eigentlich immer – das obere Drittel anvisiert, wollten möglichst lange mit den Favoriten VfL Kamen und VfL Mark mithalten. Aktuell ist die SpVg Neunter und hat schon sechs Punkte Rückstand auf die beiden perfekt gestarteten Topteams.

„Wir müssen die Tore machen!“

Dahinter ist es „sehr eng“, wie Bednarek konstatierte. Sechs, sieben Mannschaften dürften leistungstechnisch auf Augenhöhe liegen. Gegen zwei davon hat Bönen nun bereits verloren. Das hätte am Sonntag allerdings nicht sein müssen. Chancen, um als Sieger den Platz zu verlassen, waren genug da. „Das ist jetzt eine Phrase, aber machst du die Dinger, gewinnst du das Spiel“, erklärte Güner nach dem Abpfiff – noch immer fassungslos wegen der ausgelassenen Möglichkeiten. „Wir müssen die Tore machen“, meinte auch Bednarek. Allein Kapitän Berat Özgüc war dreimal aus bester Position an Eintracht-Keeper Thomas Goeke gescheitert. „Da hat das Glück gefehlt“, fand Bednarek.

Die Chancenausbeute stand im eklatanten Gegensatz zur Woche davor, als die SpVg Wiescherhöfen neun Stück eingeschenkt hatte. „Vielleicht haben wir da unser Pulver etwas verschossen“, rätselte Bednarek. „So ein Spiel hast du einfach mal. Nächstes Spiel werden wir wieder treffen“, wollte Güner schnell wieder nach vorne schauen.

Trotz der Niederlage auch viel Gutes gesehen

Der Frust über die vergebenen Punkte, oder zumindest den einen Zähler, der in der 89. Minute noch sicher schien, war groß. Abdullah Sahin hatte dann allerdings den ersten konstruktiven Angriff der Werner nach über 20 Minuten erfolgreich abgeschlossen und Serkan Adas in der Nachspielzeit das 4:2 nachgelegt. Bönen stand mit leeren Händen da, für den SpVg-Trainer schmälerte das die gute Vorstellung der Gastgeber jedoch nicht. „Wir wollen das Positive mitnehmen, und da habe ich Einiges gesehen“, betonte Güner daher. Besonders im zweiten Durchgang „hatten wir Oberwasser. Da waren wir richtig gut im Spiel.“

Er hatte in der Pause die Marschroute geändert. Die Bönener waren zunächst abwartend gestartet, suchten meist erst in der eigenen Hälfte die Zweikämpfe. Der spielstarken Eintracht kam das entgegen. Der Gast kontrollierte die Partie, hatte einige gute Gelegenheiten, auch wenn der Elfmeter zum Ausgleich ein Geschenk war, weil Timo Walter ein unnötiges Foul beging (37.). Zu Kontern schaffte es die SpVg mit Ausnahme des 1:0 durch Sercan Ersan nach einer Werner Ecke (32.) kaum. Nach dem Wechsel störte Bönen wesentlich früher. „Wir haben gemerkt, dass Werne kaputt war, deshalb sind wir vorne draufgegangen. Das hat gut geklappt“, sagte Bednarek.

Nächste Spiele gegen TSC Hamm und VfL Kamen

Nun hatte die Rehbusch-Elf mehr vom Spiel, war drauf und dran, in Führung zu gehen, fing sich aber durch Adas das 1:2 (60.). „Ein bescheuertes Tor“, meinte Bednarek, weil Sahin zuvor mit Ball durch drei Mann hindurchspaziert war. Bönen erholte sich, glich durch Kerim Gercek (76.) aus. Die SpVg war in der Schlussphase die bessere Mannschaft, belohnte sich aber nicht.

„Auf diese Leistung können wir aufbauen“, meinte Bednarek jedoch. Gegen den TSC Hamm soll nun am Sonntag bei einem Mitkonkurrenten um die vordere Plätze Auftritt und Ergebnis passen. Danach kommt auch schon der VfL Kamen an den Rehbusch.

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