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Die IG Bönen hat die Sinne geschärft

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Von: Patrick Droste

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Adem Cabuk und die IG wollen in Senden den nächsten Dreier einfahren.
Adem Cabuk und die IG wollen in Senden den nächsten Dreier einfahren. © Markus Liesegang

Es ist gerade einmal einen Monat her, als die IG Bönen das Spitzenspiel in der Fußball-Landesliga bei der SG Bockum-Hövel verlor. 

Bönen - Mit 2:1 hatte sich der Ligazweite an diesem 13. März gegen den Spitzenreiter durchgesetzt – doch Spuren hat diese Niederlage bei den Schützlingen von Trainer Ferhat Cerci nicht hinterlassen. Eher war das Gegenteil der Fall. „Dass wir irgendwann mal als Verlierer vom Platz gehen, war uns immer bewusst. Das passiert doch jeder Mannschaft“, sagt der IG-Coach. „Klar war es ärgerlich, dass es ausgerechnet in dieser Partie war. Aber vielleicht war es genau zum richtigen Zeitpunkt vor der heißen Phase, die jetzt ansteht. Denn wir haben dadurch unsere Sinne wieder geschärft und die Konzentration hochgefahren.“

Diese Steigerung drückte sich in den Ergebnissen der anschließenden Spiele mehr als deutlich aus: zuerst ein 3:1 gegen den SV Dorsten-Hardt, dann ein 3:1 gegen die SG Borken und am vergangenen Sonntag das beeindruckende 5:1 beim Ligafünften Werner SC, der zuvor kein Heimspiel verloren hatte. „Wir hätten sogar noch mehr Tore schießen müssen“, sagt Cerci. „Das war eines unserer besten Spiele, wir waren von der ersten bis zur letzten Minute voll da und haben absolut verdient gewonnen.“

Schweres Auswärtsspiel beim VfL Senden

Diesen Schwung wollen die Bönener, die am Donnerstag mit der Absetzung der Partie gegen den TuS Wiescherhöfen spielfrei hatten, jetzt auch mit in das schwere Auswärtsspiel am Ostermontag beim Liga-Dritten VfL Senden (15 Uhr) nehmen, wenn die beiden offensivstärksten Teams der Liga aufeinandertreffen. „Wir müssen von der ersten Minute an ein hohes Tempo vorlegen, Laufbereitschaft zeigen, in die Zweikämpfe gehen und unsere Torchancen effektiv nutzen“, sagt Cerci – und fügt hinzu: „Ich erwarte, dass wir von Anfang an da weiter machen, wo wir in Werne aufgehört haben.“

Denn einen Ausrutscher will sich die IG auf keinen Fall erlauben, verschwendet daran auch keinen Gedanken. Denn der Spitzenreiter will in diesem Monat unbedingt die nötigen Punkte einfahren, um möglichst schnell die Meisterschaft und den Aufstieg in die Westfalenliga zu feiern. Zwar hat Cerci nach eigenen Angaben noch nicht nachgerechnet, wann der Titelgewinn perfekt sein könnte, dennoch will er damit nicht mehr allzu lange warten. „Im April sind viele Spiele, da wollen wir viele Zähler holen“, sagt er. „Klar wäre es schön, den Aufstieg so früh wie möglich sicher zu haben. Aber wir nehmen noch keine Glückwünsche an. Wir halten den Ball flach, meine Mannschaft ist sehr bodenständig. So lange rechnerisch nichts sicher ist, sind wir nicht durch.“

Cerci muss auf Yigit und Kuhn verzichten

Und so erwartet er, dass seine Mannschaft weiter fokussiert ist und aus den Fehlern der Partie in Bockum-Hövel gelernt hat. Denn an diesem Tag hatte die komplette Offensive einen schwachen Tag erwischt und sich nicht von ihrer besten Seite gezeigt. „Wenn fast die Hälfte der Mannschaft nicht die Normalform erreicht, dann wird es schwer“, sagt Cerci, der diesen Auftritt mit seinen Schützlingen aber intensiv aufgearbeitet und die richtigen Schlüsse daraus gezogen hat. „Ich denke, diese Partie hat unseren Jungs die Augen geöffnet. Sie wissen jetzt, dass sie in jeder Partie Vollgas geben müssen.“

In Senden muss Cerci am Montag neben dem langzeitverletzten Ikay Nagis auch auf Semit Yigit und Jesse Kuhn verzichten.

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