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„Die Hinrunde toppen“ - Trainer der IG Bönen formuliert ehrgeiziges Ziel

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Von: Rainer Gudra

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Routinier Damir Kurtovic (links, im Zweikampf mit Jannik Prinz vom Werner SC) wird der IG gegen Herbern fehlen.
Routinier Damir Kurtovic (links, im Zweikampf mit Jannik Prinz vom Werner SC) wird der IG gegen Herbern fehlen. © Baur Boris

Die IG Bönen ist in der Fußball-Landesliga (4) auf dem Weg zur Meisterschaft nicht aufzuhalten. Aufgabe für Trainer Ferhat Cerci: Er muss die Spannung im Team hoch halten.

Bönen - Die Stimmung bei der IG Bönen hätte in dieser Woche besser kaum sein können. Während am vergangenen Sonntag ein spätes Tor von Yasin Acar den 1:0-Erfolg des Tabellenführers der Fußball-Landesliga (4) beim TuS Altenberge gesichert hatte, patzte zeitgleich die Konkurrenz aus Bockum-Hövel (0:3 in Heiden), Werne (1:5 in Wettringen) und Roxel (1:1 in Haltern). Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf Bockum-Hövel als ersten „Verfolger“, 17 schon auf Roxel.

„Eine schöne Momentaufnahme“, sagt Ferhat Cerci vor dem Spiel an diesem Sonntag (15 Uhr, Am Schulzentrum) gegen den SV Herbern – wobei die vorausberechneten Wettermodelle mit ordentlich Regen die Austragung zumindest mit einem kleinen Fragezeichen versehen. Gesperrt hatte die Gemeinde den Rasenplatz am Freitag jedenfalls nicht.

Absage des Abschlusstrainings „unbefriedigend“

Schon die Vorbereitung auf das Spiel gegen den ehemaligen Westfalenligisten verlief nicht nach Wunsch. Wegen des angekündigten Sturms musste das Abschlusstraining abgesagt werden. „Sehr unbefriedigend“, meinte Cerci.

Im Schongang zur Meisterschaft, das wollen die Bönener nicht: „Wir wollen die Spannung bis zum Ende hoch halten“, sagt der Trainer und setzt ein ambitioniertes Ziel: „Wir wollen am liebsten die Hinrunde toppen.“ 15 der 16 Spiele endeten mit einem Dreier – nur das in Roxel nicht. 57:13 Tore stehen auf dem Papier – auch das absoluter Bestwert. Cerci: „Das ist schon überragend, aber wir wollen jetzt noch mindestens genauso gut abschneiden.“

Herbern wird „beißen bis zum Abpfiff“

Dazu gehört dann auch am Sonntag ein Sieg gegen den SV Herbern. Dieser hatte in der aktuellen Spielzeit unerwartet viele (Personal-)Probleme – und sich erst durch eine kleine Serie mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen rund um den Jahreswechsel aus der unmittelbaren Gefahrenzone verabschiedet. Mit 20 Zählern belegen die Blau-Gelben jetzt den zwölften Platz. „Sie brauchen jeden Punkt, werden beißen bis zum Abpfiff“, sagt Cerci, wobei die Herberner zusätzlich eine spielerische Komponente einbringen – zu sehen vor einer Woche, als der SVH den spielfreien Tag in der Liga zu einem Test gegen Eintracht Nordhorn nutzte (3:3). „Da erwarte ich dann doch ein Stück weit andere Spiele als zuletzt in Heiden oder Altenberge“, sagt Cerci.

Vor allem offensiv sieht er den SVH, auf den im Sommer ein Trainerwechsel (Julian Wiedenhöft für Benjamin Siegert) und ein größerer Umbruch wartet, gut aufgestellt.

Spahic dabei, Kurtovic und Budak nicht

Generell sei es ja schon so, dass „alle Mannschaften gegen uns ein Stück weit motivierter sind“, sagt Cerci. Von seiner Mannschaft wünscht er sich, dass sie „die Chancen ausnutzt, die wir zuletzt nicht gemacht haben. Da müssen wir effektiver sein.“

Personell sieht es bei den Bönenern recht ordentlich aus. Almin Spahic ist wieder dabei, und so werden lediglich noch zwei Spieler fehlen: Damir Kurtovic zog sich in Altenberge eine Oberschenkelverletzung zu und hat für die kommende Woche einen MRT-Termin, und Kapitän Ismail Budak hat zwar nach seiner Atemwegs-Erkrankung am Mittwoch wieder trainiert und Bereitschaft signalisiert, doch Trainer Cerci möchte ihn vorsichtig wieder heranführen und erst im Test am kommenden Dienstag gegen die Hammer SpVg wieder einsetzen.

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