Vom 25. bis zum 27. September in Münster-Handorf:

Deutschland-Championat mit Christina Aust von der RG Bönen-Hacheney

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Christina Aust mit Kollinear bei einem Turnier in Kamen.

Interessantes Wochenende für die Springreiterin Christina Aust von der RG Bönen-Hacheney. Die 29-Jährige wird mit ihrem Westfalenwallach Kollinear von Freitag bis Sonntag am Deutschland-Championat der Amateure in Münster-Handorf teilnehmen.

Bönen – Seit 2017 ermitteln im Pferdesport nicht nur die die Profis ihre Deutschen Meister, sondern auch die Amateure. Die Titelkämpfe wurden eingeführt, um – so die Reiterliche Vereinigung – zu zeigen, dass „die Amateure ein wesentlicher Grundpfeiler in der Turnierlandschaft sind“. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch das Deutschland-Championat der Amateure ausgeritten – mit dabei: Christina Aust mit Kollinear von der RG Bönen-Hacheney. Ursprünglich sollte das Turnier in Ingolstadt ausgetragen werden, doch nach der Absage durch den dortigen Veranstalter werden die Entscheidungen in der Dressur und im Springen nun an diesem Wochenende in Münster-Handorf ausgeritten.

Nominierung kam überraschend

 Vorteil Aust: Die Anfahrt ist kurz. Heute werden die Pferde – wie bei großen Turnieren auch – in Handorf eingestallt. „Ich muss mich irgendwann einmal dafür registriert haben, weil ich eine Prüfung in der Amateurserie reiten wollte“, sagt Aust. Danach habe sie das ein bisschen aus den Augen verloren und sei jetzt mit der Nominierung absolut überrascht worden: „Ich wusste überhaupt nichts davon, bis ich jetzt in Arnsberg und Kamen darauf angesprochen worden bin und  eine Einladungs-Mail vom Verband bekommen habe.“ 

Punktbeste im westfälischen Aufgebot

Die 29-Jährige ist – die registrierten Ergebnisse aus 2019 und 2020 zusammengefasst – die Punktbeste im westfälischen Verband und steht an der Spitze des 10-köpfigen Aufgebots für Handorf. Aus allen Landesverbänden sind für dieses Turnier 155 Reiterinnen und Reiter qualifiziert, die älter als 26 Jahre sein müssen und in der Leistungsklasse 3 starten. Geritten werden zwei Qualifikationsprüfungen am Freitag (14 Uhr) und Samstag (11.30) auf M*-Niveau, am Sonntag ab 11 Uhr folgt das Finale der 30 Besten als M**-Springen mit Siegerrunde.

Kollinear selbst gezogen und ausgebildet 

Ihr Sportkamerad Kollinear ist selbst gezogen und auch selbst ausgebildet worden. Für den 11-jährigen Westfalenwallach ist ein Turnier in dieser Größenordnung absolutes Neuland. Erstmals wird er aus seiner gewohnten Umgebung bei der Reitgemeinschaft in Hacheney heraus komplett umgestallt und – wie vorgeschrieben – für drei Nächte in Handorf einquartiert. Da kommt es seiner Reiterin entgegen, dass heute bereits ein offenes Training angeboten wird, in dem sich Kollinear an die Umgebung und den Springplatz gewöhnen kann.

Olympischer Gedanke im Vordergrund 

Vom Training her fühlt sich Christina Aust gut vorbereitet, doch „mein Pferd ist ein bisschen speziell, denn es hat ein recht dünnes Nervenkostüm“. Deshalb stehe der olympische Gedanke bei diesem Turnier im Vordergrund. „Ich sehe das jetzt ganz locker und will das Pferd auch nicht zu sehr stressen“, sagt die Angestellte bei einer großen Versicherung, die inzwischen in der Nennungsliste festgestellt hat, „dass aus den anderen Bundesländern auch richtig gute Reiter kommen, die mehr Ranglistenpunkte haben als ich.“

Training bei Peppi Dahlmann

 Aber Christina Aust kann es auch: Sie wird am heimischen Stall von Vater Rolf („Er weiß, wo unsere Fehler liegen“) und auswärts in Fröndenberg vom ehemaligen Nationenpreisreiter Peppi Dahlmann trainiert. 2019 zählte sie in der Klasse M zu den Top 100 in Deutschland. Und auch die Ergebnisse bei den Generalproben passen: Aust war mit Kollinear jüngst in Arnsberg-Voßwinkel in einem Zwei-Phasen-Springen der Klasse S* platziert. Zuletzt belegte sie den dritten Platz in einem M**-Springen in Barop hinter der früheren deutschen U21-Meisterin Julia Gorski und dem Hellefelder Routinier Klaus Otte-Wiese.

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