TuS-Ringer im Schnelldurchgang

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Erleichterter Jubel: Marc Hauke gewann gegen den Mülheimer seinen ersten Kampf .

BÖNEN -  Nein, spannend verlief der Kampftag nicht für die Bönener Ringer. Und schnell war er auch zu Ende. Vor der Pause nach den ersten fünf Kämpfen gegen den KSV Mülheim-Styrum ging keiner über eine Minute. Vier Duelle endeten auf Schulter, einer wegen technischer Überlegenheit von Mülheims Patrick Theisen, der Dennis Thiemann nicht nur sprichwörtlich durch den Wolf drehte.

Nach 53 Sekunden und 0:16 zog Mattenrichter Arslan Kulakac die Hand des Siegers in der Gewichtsklasse bis 61 kg in die Höhe. Die TuS Bönen gewann letztlich 29:5.

„Der ist aber auch bärenstark. Gegen Patrick hatte Dennis keine Chance,“ erklärte TuS-Trainer Ingo Manz, „ich glaube, auch Karsten Wegener hätte kaum gepunktet.“ Der Angesprochene hätte sowieso Gewicht machen müssen. Mit 64 Kilogramm trat er im Schaukampf gegen den zweiten Theisen-Bruder Niklas an, der mit 74 kg, also Übergewicht auf die Matte ging. Es war eine ausgeglichene Auseinandersetzung zweier technisch starker Ringer. Einer der wenigen Hingucker an diesem Abend. Wegner verlor auf der Matte knapp.

Zu dem Zeitpunkt führte der Gastgeber schon deutlich. Jihad El-Cheickh-Hassan (130 kg) stand nach 12 Sekunden als Sieger fest, Marc Hauke führte 6:0 und schulterte Max Wulf nach 45 Sekunden. „Das war ein ganz wichtiger Kampf für Marc – endlich ein Sieg, der ihm Selbstvertrauen bringen wird“, freute sich Manz für seinen Nachwuchsmann in der Leichtgewichtsklasse bis 57 kg.

Tobias Falkenstein gegen Adil Boulahrif (86 kg) und Sebastian Strzalka (98 kg) gegen Muhammed Ekinci ließen ihren Gegnern eine halbe Minute im Rampenlicht.

Zur Pause war der Kampf – die Bönener hatten – weil Mülheim in der Klasse bis 66 kg ja keinen Gegner stellte – quasi gewonnen. Nur theoretisch konnten die Gäste noch ausgleichen. Frederik Kosch (66 kg) beendete die Mülheimer „Träume“ beim sechsten Gang auf die Matte der Goethehalle. Auch er schulterte Till Brune nach 55 Sekunden.

Lukas Korte (86 kg) war dann der erste reguläre TuS-Ringer, der über eine Minute arbeiten musste. Nach 70 Sekunden und 0:6-Rückstand lag Gegner Emre Caliskan auf dem Rücken. Über die volle Distanz von sechs Minuten mussten die beiden Bönener 75-kg-Ringer. „Daniel und Igor haben heute schlecht gerungen“, kritisierte ein ansonsten sehr entspannter Manz. Igor Wiens konterte immerhin kurz vor dem Gong einen Sechs-Punkte-Rückstand gegen KSV-Routinier und Mannschaftsführer Ralf Zickler in einen 9:7-Sieg. Keim gelang dies nicht. Er holte bei Ablauf der Zeit gegen Jannis Helbing zwar ebenfalls sechs Punkte auf, unterlag knapp mit 8:10. - ml

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