IG will gegen VfK Revanche für die 1:5-Pleite im Hinspiel

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Die Nordbögger Defensive (blaue Trikots) stand im Hinspiel am Schulzentrum sicher. Mit 5:1 feierten die Gäste einen deutlichen Sieg im Derby.

BÖNEN -  Die großen Ziele sind für beide Mannschaften schon länger außer Reichweite. Der VfK Nordbögge und die IG Bönen tummeln sich im Mittelfeld der Fußball-Kreisliga A1. Das Derby am Sonntag (15 Uhr/Feuerwache) ist deshalb der letzte Höhepunkt in der langsam austrudelnden Saison. Nicht nur deshalb wollen beide Teams das Prestigeduell für sich entscheiden.

„Das ist mein letztes Derby, und das möchte ich natürlich gewinnen“, sagt der im Sommer scheidende VfK-Coach Dennis Juraschuk und fügt hinzu: „Das habe ich gegen die IG ja relativ oft getan.“ Juraschuks positive Bilanz gegen die Bönener wollen die Gäste wiederum etwas trüben. „Wir sind heiß, und wir haben auch etwas gutzumachen“, sagt IG-Kapitän Nihat Isik. Das 1:5 aus dem Hinspiel weckt bei der Mannschaft von Trainer Ayhan Sezer noch immer schlechte Erinnerungen. „Wir wollen zeigen, dass wir ins obere Mittelfeld gehören“, erklärt Isik. Derzeit liegen die Bönener auf Rang acht punktgleich hinter dem Sechsten aus Nordbögge. Das Derby kann also richtungweisende Bedeutung haben, wer hinter Bezirksligist SpVg die Nummer zwei in der Gemeinde wird.

Bei den Gästen sieht es aktuell gut aus. Bis auf den rotgesperrten Furkan Aydeniz sind alle Akteure einsatzbereit. Außerdem feierte die IG in der Vorwoche den ersten Sieg des Jahres. Das brachte Selbstvertrauen, auch wenn der 3:1-Erfolg über Schlusslicht Pelkum wenig überzeugend war. „Nach den zwei Toren in den ersten 15 Minuten haben wir das Spiel schon abgehakt. Danach haben wir viele Chancen vergeben“, sagt Isik: „Wir haben Pelkum nicht mehr ganz ernst genommen. Das wird uns gegen Nordbögge nicht passieren.“

Juraschuk hat da deutlich mehr Sorgenfalten. Die Hoffnung auf eine gute Rückrunde untergrub sein Team nach zwei Siegen mit einer schwachen Leistung beim Aufsteiger Arminia Hamm (1:3). Zudem lockt die Personalsituation dem Trainer alles andere als ein Lächeln hervor. Zwar kehren Juraschuk selbst und Toptorjäger Oliver Rothkamm in den Kader zurück. Dafür fehlen Jonas Wiggermann (fünfte Gelbe Karte) und Raphael Poljsak nach seiner Ampelkarte in Hamm. Weitere VfK-Akteure sind angeschlagen. Noch größere Probleme bereitet allerdings die Torwartposition. Andre Juraschuk fehlt bereits länger verletzt. Vor dem Spiel gegen die Arminia ist nun Patrick Heller wegen einer Ellbogenverletzung ebenfalls nicht einsatzfähig. „Wir werden irgendwie Ersatz bekommen“, macht sich Juraschuk auf die Suche. Und überhaupt: „Ausreden zählen jetzt auch nicht.“

Juraschuk schließt derweil übrigens aus, in der kommenden Saison wieder als Trainer einzusteigen. Einige Anfragen hat er mittlerweile abgeblockt. „Ich mache nächstes Jahr nichts, außer es kommt noch was Außewöhnliches rein.“ - bob

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