Klasseneinteilung im Handball:

RSV Altenbögge hat sein Derby, muss aber auch weit reisen 

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RSV-Trainer Jens Schulte-Vögeling, hier in einer Auszeit während eines Testspiels gegen den SuS Oberaden, muss auch in der neuen Saison sein Team auf den neuen Ligakonkuurrenten vom Römerberg einstellen.

Bönen – Als erster Handball-Landesverband bundesweit hat der westfälische gestern den Rahmenterminplan sowie Spielmodus und Staffeleinteilungen für den Erwachsenenbereich auf Landesebene veröffentlicht. Verbandsliga-Aufsteiger RSV Altenbögge-Bönen ist der Staffel 2 zugeordnet worden.

 Dies inklusive der Nachbarschaftsduelle mit der Ahlener SG II und dem SuS Oberaden, aber auch mit Fahrten nach Steinhagen, Verl oder Emsdetten. Eine finanzielle Belastung wird die Staffel 2 für den RSV deshalb in jedem Fall. „Wir haben ein Hobby, wir fahren gerne Bus. Und wenn wir das finanzieren können, dann haben wir sechs neue Busfahrten“, sagt Karsten Schilling, Vorsitzender des RSV, und: „Ostwestfalen hat auch seinen Reiz.“ Man habe einen großen Bus zur Verfügung und sei mit dem Fahrer so gut wie befreundet, berichtet Schilling – und sagt: „Das ist doch eine wunderbare Symbiose.“ 

Schilling: "Es wird sehr schwer, das steht fest"

Sportlich, sagt Schilling, könne er die Situation in der neuen Spielklasse kaum einschätzen: „Es ist schön, dass Oberaden in unserer Gruppe ist. Ansonsten müssen wir auf uns selbst schauen. Natürlich ist der Klassenerhalt das Ziel, aber es wird sehr schwer, das steht fest.“ Er ist aber optimistisch, denn: „Wir sind gut vorbereitet. Ich wüste nicht, was wir besser machen könnten. Die Mannschaft ist gut aufgestellt.“ Bei den Zugängen müsse man halt abwarten, wie sie einschlagen werden. 

Für den Sportlichen Leiter des RSV, Tino Stracke, ist die Entscheidung des Verbandes so ausgefallen,wie er das erwartet habe. Auch er ist froh, Oberaden in der Gruppe zu haben. „Da ist sicher Brisanz da. Wir haben uns ja über Jahre mit der zweiten Mannschaft auseinandergesetzt – quasi von der Kreisliga an, das waren immer heiße Duelle.“ Ob es auch zu dem erhofften Verbandsliga-Event mit vollen Hallen in Bönen und Bergkamen kommen wird, daran zweifelt Stracke wegen Corona aber noch. 

Stracke: "Für uns ist da ein Abenteuer"

Zunächst aber freue man sich auf die Verbandsliga, in der der RSV vor Jahrzehnten schon mal beheimatet war. „Vereinsrekord eingestellt“, sagt Stracke, „und da wäre es kein Beinbruch, wenn wir es nicht schaffen sollten. Für uns ist das ein Abenteuer. Es war ja auch nicht der Plan, aber jetzt sind wir da – und das als dritte Kraft im Kreis Unna hinter TuRa Bergkamen und Oberaden.“

 Die Chancen, die Liga als Aufsteiger zu halten, sind seit der jüngsten Entscheidung durch den Verband auch wieder größer geworden. Denn es wird nur neun statt der zunächst angedachten 13 Absteiger aus den Verbandsligen geben. Die Altenbögger werden in einer von zwei 11er-Gruppen spielen, eine weitere ist mit zwölf Teams besetzt. Die Meister steigen auf, in jeder Gruppe gibt es drei Absteiger. Saisonbeginn soll am 3./4. Oktober sein. Kurz vor der Staffeleinteilung hatte der westfälische Verband den Vereinen zwei Varianten in einer Videokonferenz zur Abstimmung vorgestellt. „Es war klasse, dass der Verband die Vereine mit in die Entscheidungsfindung einbezogen hat“, sagt Tino Stracke. 

Roth: "Wird eine heiß umkämpfte Gruppe"

Auch Mats-Yannick Roth, Trainer des künftigen Derbykonkurrenten SuS Oberaden, ist mit der geografischen Einteilung nicht zufrieden. „Wir freuen uns auf das Spiel gegen den RSV, aber von den weiteren neun Gegnern sind sieben aus Ostwestfalen. Das sind alles weite Fahrten. Die ganzen Bochumer und Dortmunder sind nicht bei uns. Das ärgert uns schon“, sagt Roth. Positiv ist auch aus seiner Sicht, dass die Zahl der Absteiger geringer ausfällt als im ersten Vorschlag durch den Verband berechnet. Da sollten in den beiden 11er Staffeln eine, in der 12er Staffel sogar zwei Mannschaften mehr absteigen. „So haben wir insgesamt neun Absteiger statt 13. Aber das wird trotzdem noch eine heiß umkämpfte Gruppe“, sagt Roth und ergänzt: „Jetzt wissen wir wenigstens, worauf wir uns vorbereiten müssen.“ 

Männer-Oberliga: Gruppen noch nicht eingeteilt

Die Staffeln:

Oberliga (Frauen) Vorrunde A:

HB Bad Salzuflen, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, TuS Brockhagen, Ibbenbürener SpVg, HSV Minden-Nord, TSV Hahlen, Lit Tribe Germania, TV Verl, HSG Petershagen/Lahde 

Vorrunde B: DJK Everswinkel, TuRa Bergkamen, SG TuRa Halden-Herbeck, Westfalia Kinderhaus, Lüner SV, TVE Netphen, Teutonia Riemke, SG Ruhrtal Witten, HSG Schwerte-Westhofen 

Landesliga (Frauen) Staffel 4: Eintracht Dolberg, Hammer SC, TV Werne, TuRa Bergkamen II, Soester TV, TuS Westfalia Kamen, TV Mengede, ATV Dorstfeld, ETG Recklinghausen, PSV Recklinghausen II, VfL Gladbeck, DJK Oespel-Kley 

Oberliga (Männer): Wird noch ausgelost. Im Topf sind TSG Altenhagen-Heepen, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, TSG Harsewinkel, Spfr. Loxten, VfL Mennighüffen, TuS 09 Möllbergen, CVJM Rödinghausen, Soester TV, TuRa Bergkamen, TuS Bommern, TuS Ferndorf II, VfL Gladbeck, VfL Eintracht Hagen II, HSC Haltern-Sythen, FC Schalke 04, HTV Hemer 

Verbandsliga (Männer) Staffel 2: Spvg. Steinhagen, TuS Brockhagen, TV Isselhorst, TV Verl, HSG Altenbeken-Buke, Ahlener SG II, ASV Senden, RSV Altenbögge-Bönen, SuS Oberaden, PSV Recklinghausen, TV Emsdetten II 

Landesliga (Männer) Staffel 4: TV Beckum, SV Eintracht Dolberg, ASV Hamm III, SuS Oberaden II, VfL Kamen, SG Handball Unna Massen, SG Menden Sauerland Wölfe II, DJK SG Bösperde, TV Westfalia Halingen, TV Wickede-Ruhr, HSG Schwerte-Westhofen, SG Ruhrtal

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