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Der RSV Altenbögge feiert den Derbysieg

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Von: Jan-Niklas Dalley

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Oft gedanklich schneller: Dominik Weigel und der RSV setzten sich im Derby gegen Bergkamen durch.
Oft gedanklich schneller: Dominik Weigel und der RSV setzten sich im Derby gegen Bergkamen durch. © dalley

Obwohl noch fast vier Minuten auf der Uhr standen, feierte am Sonntagabend die gesamte Bank des RSV Altenbögge. Denn spätestens mit dem Treffer von Eike Jungemann zur 28:24-Führung waren alle davon überzeugt, dass dem RSV niemand mehr den Sieg nehmen könnte.

Bönen – In einem engen Derby in der Handball-Verbandsliga gegen den HC TuRa Bergkamen setzte sich das Team von RSV-Coach Nadim Karsifi am Ende verdient mit 30:25 durch. „Das Spiel war lange offen. Es hätte auch anders ausgehen können. Das war eine starke Mannschaftsleistung“, resümierte der Übungsleiter. „Wir werfen zu viele Bälle weg“, meinte hingegen TuRa-Trainer Thomas Rycharski. Er ärgerte sich über die Niederlage, gestand aber ein: „Das war ein verdienter Sieg.“

Das Derby wurde seinem Ruf gerecht. Jede einzelne Aktion war hart umkämpft – aber manchmal gingen die Spieler etwas zu hart zu Werke. Bereits nach 37 gespielten Sekunden sah RSV-Akteur Soeren Feldmann nach einem Foulspiel am Kreis die Rote Karte. Neben den Spielern sorgten auch die 330 Zuschauer in der Halle am Schulzentrum für richtige Derbyatmosphäre. „Ich hatte vor dem Spiel Unterstützung gefordert. Die haben wir auch bekommen“, sagte Karsifi. Die Führung wechselte immer wieder und keines der beiden Teams setzte sich zunächst mit mehr als einem Treffer ab. Dass die Gäste ihre Führung nie ausbauen konnten, lag auch an RSV-Keeper Marvin Wollek, der in der ersten Hälfte zehnmal zur Stelle war. „Marvin und Eike waren heute ein Faktor“, sagte Karsifi.

Prattke trifft zur Pausenführung

Wenige Minuten vor der Pause schafften es die Hausherren, sich die Führung zu sichern. Beim Spielstand von 10:11 setzte sich Tim Baeck am Kreis gegen zwei Gegenspieler durch und erzielte zunächst den Ausgleich. Wenige Sekunden danach gewann der RSV den Ball erneut und setzte Lukas Prattke in Szene, der im Eins-Gegen-eins-Duell mit TuRa-Schlussmann Tim Faber der Sieger blieb. Beinahe hätten die Roten Teufel noch einen weiteren Treffer erzielt. Doch die Sirene beendete den Tempogegenstoß von Felix Isenbeck.

Beide Mannschaften begegneten sich weiter auf Augenhöhe, aber der RSV schaffte es immer wieder sich mit zwei, drei Treffern abzusetzen. Doch bis 20 Minuten vor dem Ende kämpfte sich TuRa wieder ran und glich aus.

Es folgte eine längere Unterbrechung. Der Bergkamener Mirko Kauer verletzte sich schwer und konnte nicht weiterspielen: „Ich hoffe, es nur ein überdehntes Knie“, sagte Rycharski. Von der langen Pause ließen sich die Hausherren nicht aus der Fassung bringen. Denn in der Schlussphase waren es die besonderen Aktionen, welche die Partie zum Kippen brachten. Ein Wurf von Rechtsaußen Felix Isenbeck landete am Aluminium und flog daraufhin zentral vor den Kreis. Gregor Stefank schaltete schneller als der Rest, setzte sich durch und vollendete zum 26:23. 60 Sekunden später entzauberte der RSV zum wiederholten Male die Abwehr der Gäste. Obwohl Dominik Weigel mit dem Rücken zum Tor stand, versuchte er sein Glück. Mit einem überraschenden Wurf überlistete er den TuRa-Schlussmann – 27:24. Daraufhin sicherte Eicke Jungemann mit seinem fünften Treffer den Derbysieg.

RSV: Wollek - Prattke (5/1), F. Isenbeck (2), Baeck (2), Stefek (8/5), Weigel (4), Filthaut (1), St. Feldmann (3), Jungemann (5), So. Feldmann, Froehling, Barenhoff, Eikel

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