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RSV verliert erstes Heimspiel

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Von: Markus Liesegang

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Enttäuschte RSV-Gratulanten: Gregor Stefek, Lukas Florian und Sören Feldmann (rote Trikots).
Enttäuschte RSV-Gratulanten: Gregor Stefek, Lukas Florian und Sören Feldmann (rote Trikots). © Liesegang Markus

Gegen den TV Verl gelang dem RSV Altenbögge der erste Auswärtssieg der Saison. Am Sonntagabend kassierte der Bönener Handball-Verbandsligist gegen eben diesen Gegner mit 18:22 (10:10) die erste Heimniederlage der Spielzeit.

Bönen - Diese Niederlage ist zugleich der erste Misserfolg von RSV-Coach Norbert Kleeschulte. Das war unnötig und ganz klar lag die Niederlage daran, dass wir vorne die klaren Dinger nicht genutzt haben“, so Kleeschulte. „Dabei haben wir so angefangen, wie wir es uns vorgenommen haben.“

Der Gastgeber führte nach vier Minuten mit 2:0 durch das einzige Tor von Eike Jungemann und einem von Tim Baeck. Bis zur Mitte der ersetn Halbzeit sah es weiterhin gut aus für die Mannschaft und die Altenbögger Fans unter den 105 Zuschauern in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums. Der Gast schaffte zwar in der elften Minute den 3:3-Ausgleich, der RSV konterte sofort mit zwei Toren auf 5:3, führte in der 22. Minute nach zwei Treffern von Altenbögges erfolgreichstem Schützen Sören Feldmann mit 8:5. Nach dem 7:5 durch Feldmann vom Strich hatte der starke TV-Keeper Alexander Greitens geunkt: „Sieben Tore und vier davon Siebenmeter.“ Die Deckung der Verler packte kräftig zu, schloss die Lücken gut. Trotzdem kassierte der Gast nur zwei Zeitstrafen, der RSV insgesamt sieben.

Gäste mit maorischem Hakatanz

Zu erkennen war ab der 20. Minute der ersten Halbzeit auch, dass der TV Verl eine Revanche für die 22:26-Schlappe in eigener Halle unbedingt wollte. Jede gelungene Aktion am eigenen Kreis begleitete die Bank der Ostwestfalen mit einem lautstarken „Ja!!!“. Die Gäste versuchten, die Altenbögger mit breiter Brust im Stil eines maorischen Hakatanz psychologisch zu beeinflussen. Mit Erfolg, wie Kleeschulte sagte: „Sie haben Hektik ins Spiel gebracht und wir sind darauf angesprungen.“

Sein Gegenüber Robert Voßhans hatte seine Sieben augenscheinlich richtig eingestellt. „Der Matchplan mit einer 6:0-Deckung und einem starken Torhüter dahinter ist aufgegangen“, lobte der TV-Trainer sein Team. „Wir haben Altenbögge damit die Stärken genommen – sie kommen ja gerne über die Halbpositionen und von außen“, erklärte er. „Sie haben ja keinen richtigen Rückraumschützen und so fiel ihnen nichts mehr ein.“ Seine Mannschaft hätte den starken Mittelblock vermieden, viele Tore über außen gemacht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Greitens stark hielt, die Gastgeber jede Menge Tempogegenstöße neben das Tor oder an die Latte setzten.

Kleeschultes Vorhersage passte dieses Mal nicht

In der 39. Minute hatten sich die Verler auf 15:12 abgesetzt. „Als wir das dann wieder ausgeglichen hatten und sogar 17:15 in Führung gehen, dachte ich, wir gewinnen“, so Kleeschulte. Es kam anders. „Ich hatte ja vorher gesagt, dass im Schnitt elf Gegentore pro Halbzeit reichen, um ein Verbandsligaspiel zu gewinnen. Heute ist es doch anders gekommen“, hakte Kleeschulte das Spiel ab.

Die Kontrahenten tauschten die Tabellenplätze, der RSV rutschte auf den sechsten Platz ab. Der Abstand zum Abgrund beträgt immer noch sechs Punkte. Trotzdem stehe seine Mannschaft wieder unter Zugzwang, ärgerte sich Kleeschulte. Die beiden nächsten Spiele sind auswärts. „In Hörste wären Punkte schön“, verweist er auf die Partie beim Tabellendritten. „Und Kinderhaus sollte unten drin bleiben. Dort müssen wir gewinnen“, blickt der Altenbögger Coach auf das folgende Spiel beim Fünftletzten.

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