Paraleichtathletik-WM

Schmitz-Ergebnis hilft deutschem WM-Team

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Auf der WM-Bühne zeigte der Bönener Denis Schmitz ein gutes Rennen.

Bönen - Die erhoffte Medaille hat Denis Schmitz bei der Weltmeisterschaft der Para-Leichtathleten verpasst. Doch mit dem vierten Platz hat der Rennrollstuhlfahrer des RGS Bönen das im Vorfeld gesteckte für sein 100-m-Rennen in der Schadensklasse erfüllt. „Wichtig war, dass er den Slot für Tokio holt“, freute sich Vater und Trainer Rüdiger Schmitz kurz nach dem Lauf.

Durch den vierten Rang sicherte Schmitz dem deutschen Team einen Startplatz für die Paralympics im kommenden Jahr. Ein gutes Argument für den Bönener, um 2020 vielleicht selbst ein Ticket zu erhalten und sich den Traum von der zweiten Teilnahme an den Paralympics nach den Spielen 2016 in Rio de Janeiro zu erfüllen. „Die Bundestrainerin war begeistert“, berichtete Rüdiger Schmitz von der ersten Reaktion von Marion Peters.

"Frequenz hätte höher sein können"

Sie hatte den RGS-Athleten nachnominiert, nachdem dieser die WM-Norm von 19,14 Sekunden um drei Zehntel verpasst hatte. In Dubai kam Schmitz nicht an seine Bestzeit heran. Nach 20,88 Sekunden stoppte am Sonntagabend für den Bönener die Uhr. Die Bahn im WM-Stadion ist zwar langsam, irgendwo ließ sein Sohn aber Zeit liegen. „Es war ein super Start“, sagte Rüdiger Schmitz: „Die Frequenz hätte aber im Nachhinein höher sein können.“

Im Gegensatz zur Konkurrenz schien sein Schützling allerdings ein wenig im Startblock kleben zu bleiben. So zog auch der Chinese Shun Jiang zunächst davon, den Schmitz mit einem „sauberen Rennen, mit guter Armarbeit“, so der Coach, dann bald einholte. „Er hat nach hintenraus zugelegt. Das ist für seinen Rennrollstuhl typisch“, erklärte Rüdiger Schmitz.

Top Drei sind nicht zu schlagen

Die ersten Drei im Rennen, in der Weltrangliste allesamt vor dem Bönener platziert, fuhren ebenfalls fehlerfrei und waren für Schmitz nicht zu erreichen. Der drittplatzierte Harri Jenkins aus Großbritanien kam nach 18,98 Sekunden ins Ziel. Der siegreiche Ahmad Almutairi auf Kuwait gewann in 17,08.

Noch bis zum 16. November in Dubai

Ein weiteres Rennen steht für Schmitz in seiner Schadensklasse nicht mehr auf dem Plan. Die Familie wird aber noch bis zum 16. November in Dubai bleiben. Gestern stand das Fotoshooting für das Mannschaftsbild mit dem gesamten deutschen Team auf dem Programm. Vater Rüdiger und Mutter Andrea würden die Zeit vor Ort nach einem kraftraubenden Jahr gerne etwas genießen. „Doch Denis will unbedingt noch einmal im Stadion auf die Rolle“, sagt der Trainer. Tokio ruft schließlich.

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