Rennrollstuhlfahren

Schmitz mit neuem deutschen Rekord

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Gute Frühform: Denis Schmitz legte bei seinem ersten Wettkampf gleich einen deutschen Rekord auf und fuhr bei den World Games in Schardscha auch über 100 Meter stark.

Schardscha – Im ersten Wettkampf des Jahres hat Denis Schmitz gleich einen neuen deutschen Rekord über 800 Meter aufgestellt. Bei den IWAS World Games in Schardscha, einem Emirat nördlich von Dubai, unterbot der Rennrollstuhlfahrer des RGS Bönen die alte Marke um 19 Sekunden.

Eine solche schnelle Zeit war durchaus überraschend, denn die Bahn in Schardscha war im vergangenen Jahr neu gemacht worden, wodurch sie wesentlich weicher als im Vorjahr und deshalb langsamer war.

Der Bönener hatte sich allerdings in den Tagen auf der arabischen Halbinsel gut präsentiert, so dass der Rekord für seinen Vater und Trainer Rüdiger Schmitz keine große Überraschung mehr war. Die 800 Meter der Wettbewerbe waren das letzte Rennen, das Denis Schmitz in 2,28:12 Minuten beendete und damit die zwei Jahre alte Marke verbesserte.

Nach zwei Trainingseinheiten vor Ort und einer schönen Eröffnungsfeier der Spiele, einer Veranstaltung des Internationalen Rollstuhl- und Amputiertensport-Verbandes, an der neben den Leichtathleten unter anderem auch Schwimmer, Tischtennisspieler, Fechter und Badmintonspieler teilnahmen, begann der Wettkampf für Schmitz sehr gut. Bei seinem ersten Start nach der langen Winterpause kam er über 100 Meter in 20,28 Sekunden ins Ziel und war damit nur knapp eine halbe Sekunde über seiner persönlichen Bestzeit. „Das lässt für dieses Jahr hoffen“, sagt Rüdiger Schmitz. Über 100 Meter will sich der Bönener für die WM in Dubai im November qualifizieren.

Bei den World Games standen außerdem noch die 200 und 400 Meter auf dem Programm. Für die Stadionrunde benötigte der RGS-Athlet 1:12,86 Minuten und lag damit nur eine Sekunde über seiner Bestzeit. „Wirklich sehr stark“, so Vater Schmitz, der das Ganze aus dem fernen Deutschland beobachtete, während seine Frau Andrea vor Ort das Training und die Wettkampfvorbereitung übernahm. Die 200 Meter wurden vom Winde verweht. Bei einem Gegenwind von 2,9 Meter pro Sekunde in 38,8 Sekunden blieb Schmitz rund 2,5 Sekunden hinter der eigenen Marke. Da der Bönener der einzige Sportler seiner Schadensklasse T33 vor Ort war, erhielt er keine Medaille und musste mit den wesentlich schnelleren Athleten der anderen Klassen zusammenfahren. „Für uns ging es mehr darum, wie ist er aus dem Winter gekommen“, meinte Rüdiger Schmitz zu den ersten Zeiten.

In Schardscha steht derzeit ein weiterer Einladungswettbewerb auf dem Programm, bevor ab dem 24. Februar im benachbarten Dubai ein Grand Prix ausgetragen wird. Absolviert hat Schmitz bereits die 100 Meter, wo allerdings wieder Gegenwind herrschte, so dass nur eine Zeit von 21,11 Sekunden herauskam. Der RGS-Sportler traf diesmal auch auf die Nummer eins und zwei der Weltrangliste in seiner Schadensklasse, Ahmad Almutari aus Kuwait und Andrew Small aus Großbritannien. Die legten 17er-Zeiten auf, blieben jedoch ebenfalls hinter ihren Möglichkeiten.

Am Dienstag waren die Rennen über 200 und 800 Meter an der Reihe. Erneut lag Schmitz die längere Strecke besser, wo er in 2:32,23 Minuten nur etwas mehr Zeit als bei den World Games benötigte. Die 40,53 Sekunden über 200 Meter fallen dagegen in die Kategorie Enttäuschung. Trainer Schmitz klammerte die Distanz dann auch aus und sagte: „Denis ist mit sehr guten Leistungen, auf einer neuen Bahn, toll aus dem Winter gekommen. Darauf können wir für dieses Jahr aufbauen.“ Zu guter Letzt absolvierte sein Filius die 400 m in 1:15,33 Minuten. Nun geht es weiter nach Dubai.

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