Denis Schmitz fehlt noch eine Sekunde zur WM-Norm

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Denis stellte in Arbon wieder zwei neue deutsche Rekorde auf. Schmitz

Arbon - Die Weltmeisterschaft in London ist das große Ziel von Paralympics-Teilnehmer Denis Schmitz in diesem Jahr. Doch die WM-Norm ist knackig. Der Rennrollstuhlfahrer, der in der Wettkampfklasse TF 33 antritt, muss über 100 Meter unter 18,71 Sekunden bleiben, um sein Ticket zu lösen. Eine andere Strecke wird für ihn nicht angeboten. Über das verlängerte Himmelfahrtswochenende war er mit seinem Vater und Trainer Rüdiger Schmitz im schweizerischen Arbon in der Nähe vom Bodensee und kommt der Zeit immer näher.

Am Donnerstag stellte Schmitz in 20,04 Sekunden eine neue Bestzeit auf. Zusätzlich fuhr er auch die 200 und 400 Meter. Während er über 200 Meter in 37,56 drei Zehntel hinter seiner eigenen Marke blieb, torpedierte er die am Wochenende zuvor bei den Landesmeisterschaften in Bottrop aufgestellte Zeit über 400 Meter förmlich. In 1:12,08 Minuten war er über die Stadionrunde rund 5,5 Sekunden schneller als jemals zuvor und stellte einen neuen deutschen Rekord auf.

Am Freitag nutzte Schmitz die Gelegenheit, um auf der Bahn in Arbon zu üben. Gearbeitet wurde vor allem an der Sitzposition beim Start. Und das zeigte sich tags darauf, als sich der Bönener voll auf die 100 Meter fokussierte. Schmitz kam so gut wie nie ins Rennen, leistete sich aber später einen Fahrfehler. Dennoch verbesserte er sich auf 19,68 Sekunden, was ebenfalls deutschen Rekord bedeutet, und liegt nun nur noch etwa eine Sekunde hinter der Norm. „Da ist noch Luft nach oben“, meinte Trainer Rüdiger Schmitz zuversichtlich. Überhaupt habe sich die Tour zum Bodensee gelohnt: „Man sieht die Entwicklung.“

Am kommenden Wochenende fahren Vater und Sohn wieder in die Schweiz, dann nach Notwill in der Nähe von Luzern, um beim „IPC Athletics Grand Prix“ einen weiteren Angriff auf die Norm zu unternehmen. - bob

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