Nach einem 5:4 am letzten Spieltag gegen den TC Kamen-Methler

Damen 30 von Rot-Weiß  Bönen kehren in die Ruhr-Lippe-Liga zurück

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Anna Nölle, Nummer eins der Bönener Damen 30, beendete die Saison mit einer 8:0-Bilanz.

Groß war der Jubel bei den Bönener Tennisdamen 30. In einem packenden Duell hatte die Mannschaft um Spitzenspielerin Anna Nölle den TC Methler II mit 5:4 bezwungen. Die Bönenerinnen verdrängten damit den TC RW Hardenstein im Saisonendspurt der Bezirksliga von Platz eins.

Bönen – Die Damen 30 spielen also im kommenden Jahr wieder in der Ruhr-Lippe-Liga, aus der sie erst im vergangenen Jahr abgestiegen waren. „Vor der Saison, in der Vorbereitung, hatten wir noch gesagt, dass wir oben mitspielen, mit Anna und Katha (Katharina Schweda, Nummer zwei, d. Red.)“, erklärte eine glückliche Mannschaftssprecherin Gwen Varchmin mit Blick auf den sehr labilen Kader in dieser Saison. Nach den vier Spieltagen hatten nur drei aus der 19-köpfigen Meldeliste der Rotweißen keinen Eintrag. 

„Durch die coronabedingte Saisonverschiebung, das lange Wochenende zum Start und diverse Verletzungen standen immer andere Spielerinnen auf dem Platz. Immerhin konnten wir immer sechs stellen“, so Varchmin. „Aber es war in jeder Beziehung eng bis auf das Spiel gegen Jahn Dellwig (8:1, d. Red.). Sabine Malli hat ja hauptsächlich für Pelkum gespielt, nur gegen Dellwig für uns.“ 

Gleich im ersten Spiel am Fronleichnamswochenende in Hardenstein fehlten Schweda und Varchmin an Position drei. Aufrücken musste zum Beispiel Anna Tat mit LK 23. Sie verlor zwar dieses erste Einzel in neuer Mannschaft an Position vier, Bönen siegte dennoch knapp mit 5:4. „Aber danach hat sie alles gewonnen“, lobte Varchmin. Übertroffen wird ihre Bilanz von 7:1 nur von Nölle. Die Spitzenspielerin (LK 10 nach Babypause) gewann alle acht Spiele, in denen sie am Netz stand. Alle deutlich, auch das finale Duell gegen die auf dem Papier mit Leistungsklasse 5 stärker eingestufte Kamenerin Vanessa Lerbs mit 6:1, 6:3. Nölle gab insgesamt nur 13 Sätze im Einzel ab. „Von ihrer Konstanz haben wir profitiert“, sagte Varchmin. 

Damen 30 holen Aufstiegsfeier nach

Mit erneut neuer Besetzung, aber großem Optimismus ging der TV am Sonntag ins Spiel. Gegen Kamen hatte sich Nölle-Schwester Sarah Crämer nach Babypause und Stephanie Begrow nach Fußverletzung wieder fit gemeldet. Es fehlte allerdings Varchmin, die sich bei einem Reitunfall an der Schulter verletzt hatte. Nach den Einzeln stand es auf der Platzanlage am Südfeld 3:3. Schweda unterlag im Match-Tiebreak, Kathrin Wittig gewann ihren zweiten Einzelauftritt. Tat holte ebenfalls einen Match-Tiebreak, Begrow verlor in der Spielverlängerung, Gabriele Wölfel hingegen deutlich. Die abschließenden Doppel entschieden Nölle mit Nicole Havers sowie Tat und Schweda in jeweils zwei Sätzen für die Bönenerinnen. Crämer verlor ihr Comeback gemeinsam mit Anja Rohe. Ihre Meisterfeier fiel am Sonntag ins Wasser. Die Bönener Damen wollen diese aber nachholen. 

Keine Meisterfeier bei den Herren 30

Keine Feier gibt es hingegen bei den Herren 30 des TV RW. Die Bönener reisten am Sonntag nach drei deutlichen Siegen als Tabellenführer und mit Hoffnung auf den Verbandsligaaufstieg nach Ahlen. Und sie verloren beim TC unglücklich mit 4:5. „Es war denkbar knapp und hat richtig Bock gemacht“, urteilte Mannschaftssprecher Tobias Nölle trotz der Niederlage. „Die Ahlener spielten mit voller Kapelle, wohl erstmals in dieser Saison. Ungünstig war, dass wir mit 2:4-Rückstand in die Doppel gegangen sind“, urteilte der Mannschaftssprecher nach hart umkämpften Einzeln gegen eine Mannschaft, die in der Winterrunde in der Westfalenliga gemeldet ist. 

Das Bönener Spitzenduo Lars Menges und Christoph Hilse verlor seine Einzel im Match-Tiebreak, wie auch Thomas Scheele an Position sechs. Punktesammler Nölle, mit einer Bilanz von 7:1, gewann sein Match in der Spielverlängerung. Carsten Schlüter (3, Bilanz 6:1) bestätigte ebenfalls seine gute Form in dieser Saison mit einem klaren Zweisatzsieg. Mathias Ruthmann verpasste mit seiner ersten Saisonniederlage den mannschaftsinternen Meistertitel. 

„Wir hatten zwei Satzbälle im Tiebreak“, blickte Nölle auf das mit Schlüter verlorene, entscheidende Doppel zurück. „Naja, natürlich sind wir enttäuscht, aber dann starten wir im nächsten Sommer den nächsten Anlauf“, setzte der Mannschaftssprecher neue Ziele.

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