Laufen maximal zu zweit 

Rund um Flierich Revival - TVG Flierich Lenningsen trotzt dem Coronavirus

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Einen Massenstart wie beim Lauf um Flierich 2015 wird es in diesem Jahr nicht geben.

Mit dem 30. Lauf Rund um Flierich endete 2015 eine Ära. Bekanntlich verlegten die Lauffreunde ihren Volkslauf im folgenden Jahr an den Turm in Bönen.

Bönen – Der letzte Gang den Röhrberg hoch war für den Lenningser Manuel Sinner zugleich der Startschuss zu seiner Karriere als Ausdauerläufer. Das ist aber keineswegs der Grund, warum er und seine Vorstandskollegen des TVG Flierich-Lenningsen den Traditionslauf im Bönener Süden wiederbeleben.

„Wir wollten diese Situation so nicht hinnehmen“, erklärt Sinner die Idee, Sport trotz der Einschränkungen durch den Corona-Virus möglich zu machen, „sondern sie positiv begleiten. Es ist der erste Baustein einer Aktion des TVG. Es sollen weitere folgen. Wir haben auf Instagram den Hashtag ‘Wir bleiben fit´ eingerichtet. Bewegung ist wichtig und sollte nicht nur indoor erfolgen.“

Seit Mittwochmorgen ist es für Läufer möglich, das besondere Erlebnis der Steigung den Schattweg rauf nachzuempfinden. Jeder der Aktiven ist 10,02 Kilometer Solo oder auch mit Abstand zu zweit unterwegs. Rund um Flierich Revival hat dennoch Wettkampfcharakter. Die Zeit trägt der Sportler auf dem Internetportal Strava (siehe unten) ein, eine Bestenliste wird errechnet. Der Leisstungsgedanke stehe aber nicht im Vordergrund.

Andere Strecke als im Original

„Wir wollen nicht den Eindruck vermitteln, dass Rund um Flierich wieder aufersteht“, schränkt Sinner ein. Die aktuelle Streckenführung sei auch eine andere. Gestartet wird am Ortseingangsdenkmal in Lenningsen. Die Zeit wird in Höhe des Kinderspielplatzes am Alten Bahnhof Lenningsen gestoppt. „Es ist nicht die Originalstrecke“, sagt Sinner. „Wir nehmen Rücksicht auf Bröckmann und laufen nicht über Hof Mundloh, sondern den Gnadenweg bei Rudi Louwen vorbei.“ Sinner ist gespannt, wie die Resonanz sein wird.

Er selbst beendete den 30. Lauf Rund um Flierich, den letzten unter der Regie der Lauffreunde übrigens als 61. in der Zeit von 43:34 Minuten, also nah an der Zeit seines Revivals. Nur ein Jahr später hatte er die Kluft des Schützenvereins Bramey, Lenningsen, Flierichs gegen das Trikot der Lauffreunde getauscht, seine Zeit über 10 Kilometer um mehr als fünf Minuten (38:22 Min.) unterboten und den ersten Lauf am Turm als 20. beendet. Beim dritten Lauf am Turm lief Sinner in 35:24 Minuten als Fünfter ins Ziel.

Die Zeit, die er jetzt beim Revival in Flierich vorgab, ist mit 48:14 Minuten ganz schön weit weg davon. „Ich hatte eine Trainingswoche für den Marathon mit 140 Kilometern in den Beinen“, begründet er. Inzwischen zu den Marathonfreunden Menden gewechselt hatte er den Marathon in Mailand für dieses Frühjahr ins Auge gefasst. Das wird jetzt nichts wegen der Epedemie in Norditalien. „Aber ich will in Form bleiben.“ Dazu kommt, dass er als Herausforderer seine potentiellen Gegner auf den 10,02 Kilometern beim Rund um Flierich Revival wohl nicht abschrecken wollte. „Ich habe alle meine Kontakte auf Strava herausgefordert“, erzählt er.

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