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Wichtige Personalie: SpVg stellt Weichen für die Zukunft

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Von: Boris Baur

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Wird auch über den Sommer hinaus am Rehbusch an der Linie stehen: SpVg-Coach Cengiz Güner.
Wird auch über den Sommer hinaus am Rehbusch an der Linie stehen: SpVg-Coach Cengiz Güner. © Baur Boris

Trotz einer enttäuschenden Hinrunde in der Fußball-Kreisliga A1 war es für Niclas Arenz und Hendrik Dördelmann, den beiden Sportlichen Leitern der SpVg Bönen, schon früh klar, dass sie mit dem aktuellen Trainer auch in die kommende Saison gehen wollen. Daher einigten sich die beiden rund um den Jahreswechsel mit Cengiz Güner über eine Fortsetzung über eine weitere Zusammenarbeit.

Bönen – „Das war eigentlich nur Formsache – von beiden Seiten“, erklärte Arenz: „Auch wenn es der Tabellenstand nicht aussagt, Cengiz leistet gute Arbeit. Wir sind sehr zufrieden. Und er hat selber gesagt, dass er Bock hat und ihm das Spaß macht.“ Die Bönener rangieren in der A1 allerdings derzeit lediglich auf Platz zehn – und damit deutlich hinter den eigenen Erwartungen. Eine zwischenzeitliche Durststrecke hatte die Rehbusch-Elf sogar kurzzeitig in Abstiegsgefahr rutschen lassen. Danach machte die SpVg allerdings weitgehend ihre Hausaufgaben und hat nun elf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten (neun auf den Drittletzten).

Die Schuld an der Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit wollen Arenz und Dördelmann nicht an Güner festmachen. „Es war klar, dass er sich reinfinden muss“, meint Arenz. Güner, der selbst auch noch als Spieler aktiv ist, aber wegen Achillessehnenproblemen des Öfteren ausfiel, war erst kurz vor dem Vorbereitungsstart auf den Trainerposten gehievt worden. Eigentlich war Tayfun Basyigit dafür vorgesehen, doch der zog im Mai seine Zusage, weiterzumachen, zurück und übernahm ein Jugendteam bei der Hammer SpVg. In zeitliche Probleme waren Arenz und Dördelmann geraten, weil sie vom für Basyigit vorgesehenen Ersatzmann unmittelbar vor der offiziellen Vorstellung wegen Ungereimtheiten im Lebenslauf wieder Abstand nahmen. Güner legte also einen Kaltstart hin.

Bald in die Gespräche mit Spielern einsteigen

Arenz lobt seitdem die Entwicklung Güners, betont aber auch, dass die SpVg nach dem Hickhack im Vorjahr diesmal Ruhe und Kontinuität haben wollte. Frühzeitig sollte alles klar sein, um nun auch mit den Spielern des Kaders und eventuellen Neuzugängen in die Gespräche einsteigen zu können. „Das ist mega-wichtig, den Spielern zu sagen, wer Trainer ist, damit sie wissen, worauf sie sich einlassen“, sagt Arenz, der selbst noch bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie aktiv war. Sprechen möchte er zudem zuerst mit den etablierten Akteuren. „Das hat etwas mit Respekt zu tun“, findet er: „Gleichzeitig laufen die Überlegungen, wer für uns interessant sein könnte.“ Diesmal ist auch Güner dabei integriert.

Dem soll für die kommende Saison auch ein neuer Co-Trainer an die Seite gestellt werden. „Das ist die wichtigste Personalie“, sagt Arenz. Derzeit unterstützen er und Dördelmann den Coach, doch beide wollen sich aus der täglichen Arbeit mit der Mannschaft zurückziehen. Zwei, drei Kandidaten seien in Absprache mit Güner von Vereinsseite in der engeren Wahl, bisher hat es laut Arenz allerdings nur eine Kontaktaufnahme gegeben. „Wir wollen dann im Sommer auch einen neuen Impuls geben“, erklärt Arenz, warum nicht sofort ein neuer Mann installiert wird.

Keine Winterzugänge

Zerschlagen hat sich derweil die Verpflichtungen von Neuzugängen, teilte der Sportliche Leiter mit. Mit einem Spieler mit SpVg-Hintergrund sei man sich einig gewesen, doch der Verein wollte ihn nicht gehen lassen. Im Winter kann die Ablösesumme frei verhandelt werden. „Wir bleiben aber in Kontakt“, so Arenz, der auch keine Abmeldungen verkündete. „Wir wissen, dass wir einen schlanken Kader haben, aber für diese Saison sollte das ausreichen. Beide Mannschaft befinden sich nicht mehr im Abstiegskampf.“

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