Fußball

"Wir schaffen das" - Bülent Karakaya will mit der IG Bönen II erneut aufsteigen

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Will den Abstand zwischen erster und zweiter Mannschaft bei der IG Bönen verringern: Bülent Karakaya.

17 Spiele, 17 Siege, ein Torverhältnis von 82:7 – die Reserve der IG Bönen ließ in der vergangenen Saison in der Fußball-Kreisliga C1 (Unna-Hamm) keinen Zweifel aufkommen, wer am Ende der Saison als Meister aufsteigen würde.

Bönen – Die Mannschaft von Bülent Karakaya war letztlich nur durch die Corona-Pandemie zu stoppen. Am 16. Februar stand das Team letztmals beim 6:0-Erfolg über den Hammer SC II auf dem Feld.

„Es ist schade, dass wir die Saison nicht zuende spielen konnten. Wir waren alle traurig, wir wollten den Rekord“, sagt Trainer Bülent Karakaya, der 30 Spiele – also die komplette Runde – ohne Niederlage angepeilt hatte. Am 24. Mai sollte die Aufstiegssause steigen – nach dem Heimspiel gegen den ärgsten Verfolger, SG Isenbeck Hamm.

„Es war traurig, so Meister zu werden. Wir haben bisher wegen Corona auch noch keine Feier gemacht“, sagt Bülent Karakaya, der aber sicher ist: „Das werden wir nachholen. Wir werden dann mit dem Vorstand ein Essen organisieren.“

Mannschaft auf links gekrempelt

Der 44-Jährige hatte die zweite Mannschaft des Landesligisten vor der vergangenen Saison übernommen und nach dem enttäuschenden elften Platz in der Spielzeit 2018/2019 komplett auf links gekrempelt. Sein Auftrag: Aufstieg, um den Abstand zwischen erster und zweiter Mannschaft zu verringern.

33 Spieler hatte er zu Beginn im Training, am Ende der Vorbereitung umfasste der Kader lediglich 20. „Ich hatte eine gute Mannschaft , die gut gearbeitet hat und alle Spiele diszipliniert war“, sagt Karakaya. Letzteres war dem Trainer besonders wichtig: „Disziplin ist für mich das Wichtigste – und Charakter“, sagt er.

„Meine Spieler wissen, was der Trainer will“, sagt Karakaya – und das scheint zu gefallen. „Alle Spieler bleiben, alle sind zufrieden“, sagt der Trainer, der dennoch mit „fünf bis zehn“ neuen Spielern rechnet. Karakaya: „Auch bei ihnen schaue ich zuerst, ob der Charakter passt.“ Mit 28 bis 30 Spielern will er erneut in die Vorbereitung gehen und am Ende wieder mit einem 20er Kader in die Saison starten. „Acht Spieler sind dann wieder weg. Für mich tut das schon sehr weh“, sagt er.

Dank an den Vereinspräsidenten

Doch der Erfolg ruft. Denn noch liegt zwischen der ambitionierten ersten und der zweiten Mannschaft mindestens eine Spielklasse zu viel. Und so ist auch für die Saison 2020/2021 die Meisterschaft in der Kreisliga B und der Aufstieg das Ziel. Karakaya: „Ich kenne meine Mannschaft, ich vertraue ihr – und wir schaffen das“, sagt er. Mit einer gesunden Mischung aus vielen jungen Spielern und erfahrenen Spielern soll es nach oben gehen. Im oberen Drittel der Kreisliga A will er sein Team künftig sehen, und in absehbarer Zeit vielleicht auch in der Bezirksliga.

Sollte es die erste Mannschaft tatsächlich in die Westfalenliga schaffen – es wäre der perfekte Unterbau für sie geschaffen. Schon in der vergangenen Saison spielten immer wieder einer, manchmal zwei Akteure aus der „Ersten“ in seinem Team, um darin zu ihrer Form zu finden. Großer Dank, sagt er, gebühre dem Präsidenten Kemal Cakir, für den die zweite Mannschaft kein lästiges Anhängsel gewesen sei. Im Gegenteil. „Er war immer für uns da“, sagt Bülent Karakaya. Auch die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Ferhat Cerci und „Co“ Evren Karka bewertet der Reservecoach als herausragend.

So langsam macht sich bei Bülent Karakaya die Vorfreude bemerkbar auf die weitere Zusammenarbeit mit dem Landesliga-Trainerduo und seiner Mannschaft. Noch ist aber kein Training angesetzt. „Langsam, langsam, wir warten noch auf eine Nachricht vom Verband. Wir wollen für das richtige Training abwarten, wann der Termin für einen Saisonstart ist“, sagt der Trainer. In dieser Woche soll es aber dennoch auf den Platz gehen: „Für ein Kennenlern-Training, für ein Spaßtraining.“

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