TuS-Damen hoffen auf die letzte Chance

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Bange Blicke: Die Chancen der TuS-Damen (von links Sabrina Schlensog und Jessica Karkowski) auf den Klassenerhalt hängen von den Ergebnissen des Lüner SV ab.

BÖNEN - Vor fünf Wochen erklärte Michael Salaw den Kampf um den Klassenerhalt als aussichtslos. Nun steht für den Trainer und die Volleyballerinnen der TuS Bönen in zehn Tagen der letzte Spieltag in der Verbandsliga an. Und Chancen – wenn auch geringe – haben sie noch immer.

Am 12. Februar hatten die Bönenerinnen gegen den Mitkonkurrenten Lüner SV verloren. Die TuS war Letzter und der Abstiegsrelegationsplatz schien angesichts von fünf Punkte Rückstand auf Lünen und einem schwerem Restprogramm außer Reichweite. Doch in den folgenden vier Spielen feierte Bönen gegen Aasee II den erst dritten Saisonsieg und knöpfte den Aufstiegsaspiranten Lüdinghausen II und Münster-Gievenbeck bei Fünf-Satz-Niederlagen jeweils einen Zähler ab, während der LSV dreimal leer ausging. So liegen die beiden Teams, die im Fernduell um Relegation und direkten Abstieg kämpfen, inzwischen wieder gleichauf.

Ob es am letzten März-Wochenende aber tatsächlich zum Showdown kommen wird, ist allerdings ungewiss. Lünen hat noch ein Nachholspiel gegen Münster-Gievenbeck, das vermutlich an diesem Wochenende steigt. Genaues war vom Verband nicht in Erfahrung zu bringen. Sollte der LSV gewinnen, wäre die Entscheidung gefallen, da Lünen bei Punktgleichheit mehr Siege auf dem Konto hätte als Bönen.

Die TuS ist also auf Schützenhilfe aus Münster angewiesen, wenn es mit dem Klassenerhalt für den Aufsteiger klappen soll. Erst von Gievenbeck, dann am letzten Spieltag von Aasee. Teams gegen die der LSV in der Hinserie jeweils 1:3 verlor. Gleichzeitig müssen die Bönenerinnen Schlusslicht Bielefeld deutlich schlagen. „Schade, dass wir es nicht mehr selbst in der Hand haben. Wir sind zu spät reingekommen in die Liga“, sagte Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog nach dem Teilerfolg am Sonntag. Der machte trotz des unerwartet geholten Punktes deutlich, woran es bei der TuS hapert. Die Tiebreak-Niederlage gegen Gievenbeck war bereits die fünfte Fünf-Satz-Niederlage in dieser Saison. Kein knappes Spiel konnte Bönen für sich entschieden. Es fehlt scheinbar der Killerinstinkt oder die Nerven machen dem Team, dass erstmals auf dieser Ebene spielt, einen Strich durch die Rechnung. Spielerisch haben sich die TuS-Damen in dieser Saison nä

mlich durchaus gesteigert. „Wir machen mehr Druck bei den Aufschlägen, aber weniger Fehler dabei“, sagt Schlensog. Auch mit dem Hinterfeldangriff strahlt das Team nun deutlich mehr Gefahr aus, als noch im alten Jahr. Der Sieg gegen Blau-Weiß Aasee II hat die zwischenzeitlich doch etwas gedrückte Stimmung ebenfalls wieder gelöst. Der Spaß ist durch die jüngsten Erfolge wieder zurückgekehrt. Und das Selbstvertrauen auch.

Ob es reicht, wird sich zeigen. „Mal schauen, ob das Glück mit den Tüchtigen ist“. sagte Schlensog mit Blick auf den letzten Spieltag. Sonst müsste sich Bönen nach nur einem Jahr vorerst wieder aus der Verbandsliga verabschieden. - bob

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