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Bönens Trainer Cengiz Güner steht vor einem Balanceakt

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Von: Tobias Kurz

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Kapitän Berat Özgüc ist zurück, läuft aber zunächst in der zweiten Mannschaft der SpVg Bönen auf.
Kapitän Berat Özgüc ist zurück, läuft aber zunächst in der zweiten Mannschaft der SpVg Bönen auf. © Markus Liesegang

Es ist ein Balanceakt, den Cengiz Güner bewältigen muss. Einerseits wird der Trainer der SpVg Bönen nicht müde zu betonen, dass das Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TuS 59 Hamm am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz am Rehbusch) kein Selbstläufer ist. Andererseits will er die Partie nutzen, um Spielern eine Chance zu geben, die bisher seltener zum Zuge kamen.

Bönen – „Die Kaderbreite lässt das zu. Ich werde einigen eine Pause geben und einige mit Spielminuten belohnen“, kündigt Güner an und ergänzt: „Ich muss ja irgendwie alle bei Laune halten. Für den Teamspirit ist es wichtig, dass alle ihre Spielzeit bekommen.“ Der SpVg-Coach will die Rotation als Auszeichnung für die zweite Reihe verstanden wissen – und nicht als Geringschätzung für den Gegner. Der mahnende Zeigefinger „ist oben“, wie Güner betont. „Wenn nur einer denkt, wir gewinnen locker 4:0, geht das ins Auge.“

Derartige Nachlässigkeiten erwartet er aber nicht. Ein diszipliniertes Auftreten zeichnete die SpVg in den vergangenen Wochen aus, die letzten beiden Partien beendete der Tabellenfünfte ohne Gegentor. „Wir spielen uns immer besser ein hinten“, ist Güner zufrieden. Ein Faktor: Kevin Garske, der im Sommer vom Ortsnachbarn TVG Flierich-Lenningsen aus der Kreisliga B an den Rehbusch wechselte. „Er macht einen super Job“, lobt Güner, der zuletzt mit Garske die Innenverteidigung bildete.

Der Spielertrainer wird sich am Sonntag selbst rausrotieren. „Wir haben genug Leute. Ich lasse lieber die Jäuster mal spielen.“ Einige Akteure werden außerdem erneut in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. „Den Luxus habe ich aktuell.“

Ein prominenter Name wird in der Reserve erneut Spielpraxis sammeln: Berat Özgüc. Der Kapitän feierte am vergangenen Wochenende nach über einem Jahr Verletzungspause sein 60-minütiges Comeback in der Kreisliga B. Bei der 4:6-Niederlage in Bockum-Hövel erzielte er sogar ein Tor.

„Er ist seit einigen Wochen im Training. Wir wollen den Jungen peu à peu aufbauen“, sagt Güner. Über Spielpraxis in der zweiten Mannschaft soll der Mittelfeldakteur Wettbewerbshärte bekommen, bevor er wieder voll angreift. „Ich sehe ihn in einigen Wochen bei uns, er ist eine feste Säule“, betont Güner, der aber angesichts der langen Pause Vorsicht walten lassen will.

„Die Gefahr ist sehr groß, dass er sich eine Muskelverletzung zuzieht, wenn er zu schnell von 0 auf 100 geht. Die Zeit haben wir, und die geben wir ihm auch.“

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