Bönens Ringer sehen der Saison zuversichtlich entgegen

+
Fabian Manz kehrt nach Bönen zurück. Er will für die TuS aber nur im Freistil antreten.

BÖNEN - Gut vorbereitet werden die Ringer der TuS Bönen am 21. August in die neunte Verbandsligasaison starten. Durch den Rückzug der zweiten Mannschaft steht ihnen nämlich ein erweiterter Kader zur Verfügung.

„Und mit dem Team, das wir in der kommenden Saison auf die Matte stellen, sollten wir einen guten Mittelfeldplatz erreichen“, sagt Mannschaftssprecher Daniel Keim.

Der Verlauf der Planungen bisher stimmt ihn zuversichtlich. „Viele waren auf den ersten Mannschaftssitzungen dafür, die geplanten Wechsel umzusetzen“, sagt Keim. Bis auf wenige Gewichtsklassen wird es nämlich keinen Stamm an Ringern für eine Gewichtsklasse geben. Die TuS hat durch trainingsfleißige Ringer aus der zweiten, abgemeldeten Bezirksligamannschaft Mehrfachbesetzungen pro Gewichtsklasse. „Aber alle sollen Kampfzeiten bekommen“, erklärt Keim. „Ich hab auch nach der Auswertung der letzten Saison gesehen, dass bis auf Lukas Korte keiner alle Kämpfe gemacht hat“, ergänzt er.

Einfach ist es bis 57 kg: Dort gibt es nur Mark Hauke. Nicht schlimm, hatte er doch in der abgelaufenen Saison einen guten Eindruck hinterlassen. Am anderen Ende der Gewichtsskala steht Bönens 130 Kilomann Jihad Elscheichk-Hassan. Die Schwergewichtsklasse kann auch Sebastian Strzalka besetzen, nominell eine Klasse leichter (98 kg). „Es sind zudem beides Ringer, die in der Liga schwer zu schlagen sind“, sagt Keim. Zu den beiden wird noch Ramazan Alkan als Superschwergewichtler stoßen.

Eine neue Gewichtsklasseneinteilung ist übrigens ein Thema, welches den Bönenern viele Möglichkeiten eröffnet. Statt 66 kg Freistil und Griechisch-Römisch gibt es künftig nur noch eine 66 Kiloklasse plus eine bis zu 70 kg. Zwei Ringer dürfen bis zu 75 kg wiegen, einer bis zu 80 kg, einer bis zu 86 kg. „Da sind die Sprünge nicht so groß“, urteilt Keim. Die „Mitte“ ist also variabler zu bestücken.

Ein weiterer Vorteil dieser Einzelgewichtsklassen: Der Stilartenwechsel. Spezialisten unter den Bönener Ringern ringen nur die halbe Saison. „Fabian Manz hat unter der Bedingung zugesagt, nur Freistil ringen zu können“, erzählt Keim über den Rückkehrer in 86 kg. Den Griechisch-Römischen Part übernimmt Fehmi Güney, der auch in 98 kg antreten kann.

Von 61 kg bis 66 kg stehen Stefan Schwark, Karsten Wegner und Dennis Thiemann in der Kaderliste. Im Gewichtsbereich 70 bis 75 kg sollen Jan Mentler, Enes und Abdusamed Ünal, Daniel Keim und Lukas Korte antreten. Eine Option für die 75 kg ist zudem Igor Wiens, der ansonsten mit Marvin Manz in die nächsthöhere Gewichsklasse Klasse eingruppiert ist. „Marvin reizen die 80 Kilo“, erklärt Keim. Die Abgänge von Tobias Falkenstein (zurück zum KSV Werries) und Frederik Kosch (hört auf) schmerzen weniger.

Die TuS verfügt also zur neuen Saison über einen breiten Kader mit flexibel einsetzbaren Ringern. Ob am Ende der Saison mehr rausspringt als der 4. Rang in der abgelaufenen, kann Keim nicht beantworten. Das hänge von vielen Faktoren ab. „Schön ist, dass wir durch Lünen-Süd wieder ein Derby dabei haben“, sagt Keim. Nominell ist Hürth/Rheinbach als Oberligaabsteiger das stärkste Team. „Aber die sind freiwillig abgestiegen, ich glaube kaum, dass die wieder hochwollen“, beurteilt Bönens Mannschaftssprecher die Konkurrenz, „schwer einzuschätzen ist Landgraaf.“ Bei Aachen II hinge es davon ab, ob die für einen starken Unterbau für ihre Bundesligamannschaft sorgen wollen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare