TuS vor aussichtsloser Fahrt in die Niederlande

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Kapitän Daniel Keim (rechts) fehlt den TuS-Ringern in den Niederlanden. Er íst als Schiedsrichter im Einsatz.

Bönen -  Die weiteste Auswärtsfahrt der Saison erwartet die Verbandsliga-Ringer der TuS Bönen am Samstag. Sie treten um 19.30 Uhr (19 Uhr Waage) sogar außerhalb der deutschen Grenzen an, wenn sie bei Simson Landgraaf gastieren.

Und aussichtsreich ist die Fahrt auch nicht, denn im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande wird es nur wenig zu holen geben.

„Da brauchen wir uns nichts vormachen. Wir sind der Außenseiter“, so TuS-Kapitän Daniel Keim. Simson Landgraaf ist der ungeschlagene Spitzenreiter der Verbandsliga und verfügt dementsprechend auch über richtig gute Ringer. So haben Leichtgewicht Adam Al Kandoussi und Schwergewicht Frederik Hamaker alle ihre Kämpfe gewonnen. Al Kandoussi holte dabei sogar die optimale Ausbeute von 32 Punkten, Hamaker siegte nur einmal 2:0 statt 4:0. Und im niederländischen Team, das mit einer Sondererlaubnis in NRW ringt, geht es mit beeindruckenden Zahlen weiter. 66-kg-Mann Wesley Mulder weist ebenso eine 7:1-Bilanz auf wie Oleksandr Koval in der 80-kg-Klasse. Auch Alex Paulanyi (70 kg/6:2), Imran Baitazev (75 kg Freistil/5:1) und Moein Mohseni (86 kg/6:1). Das ist umso erstaunlicher, weil Landgraaf nur als Vize-Meister aus der Landesliga aufstieg. Doch die jungen Kämpfer wie Al Kandoussi und vor allem Paulanyi, der im Vorjahr nur neun seiner 15 Duelle gewann, wuchsen scheinbar mit der Aufgabe. „Derzeit ist Landgraaf der Topfavorit“, so Keim.

Sollten die Gastgeber in Bestbesetzung antreten, zu der auch der am vergangenen Wochenende erstmals eingesetzte Johan Michael Berkenbosch im 98-kg-Bereich zählt, der im Vorjahr auf 13:0 Siege kam, sieht es für Bönen aussichtslos aus. Karsten Wegner (61 kg) ist als einziger Gast-ringer in der Favoritenrolle. Simsons Schwäche im griechisch-römischen Stil der 75-kg-Klasse wird Bönen nicht ausnutzen können, weil Jan Mentler verletzt ist und Daniel Keim Schiedsrichterverpflichtungen in der Nähe von Chemnitz nachkommt. Badri und Abdussamed Ünal stehen im 70- und 75-kg als Ersatz bereit. Unklar ist, wer wo ringt. Die TuS, bei der Sebastian Strzalka wohl Fatih Karabulut ersetzt, müssen schon über sich hinauswachsen, um eine hohe Niederlage zu vermeiden. - bob

TuS: 57 kg Hauke, 61 kg Wegner, 66 kg Schwark, 70 kg A.Ünal/B. Ünal, 75 kg Korte, A.Ünal/B. Ünal, 80 kg: M. Manz, 86 kg: Güney, 98 kg Strzalka; 130 kg El Cheikh Hassan

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