TuS Bönen: Optimistisch Richtung Neustart

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Marvin Manz mit dem Blick zurück in die Zukunft seiner Ringerabteilung.

Bönen - Oft wurde Marvin Manz auf den Rückzug der TuS-Ringer aus der Verbandsliga angesprochen. Die Bönener waren nach zehn Jahren eine Institution in der zweithöchsten Liga auf Landesebene. „Die Enttäuschung war auch bei unserem Publikum zunächst groß“, gibt der Ringer zwei Monate später zu. „Die meisten konnten unsere Entscheidung, konsequent zu sein, aber nachvollziehen.“ Wie offensichtlich auch das sportliche Personal. „Es bleiben alle, jedenfalls hat sich keiner abgemeldet.“ Bis auf die Auslöser des Rückzugs natürlich, die Detmolder Ibrahim und Hamdin Ipek sowie Nawab Naderi.

Die sportliche Zukunft der Abteilung ist also gesichert. Zumal die TuS in der niedrigsten Klasse, der Bezirksliga, antreten wird. Das in jedem Fall, auch wenn eine Sitzung des Ringerverbandes NRW am kommenden Montag wahrscheinlich eine neue Struktur schaffen wird (siehe Infokasten). Als Favorit sieht Manz sein Team aber nicht unbedingt. „Man muss erst einmal sehen, ob wir konkurrenzlos sein werden“, gibt sich der TuS-Trainer vorsichtig. „Wir wissen ja nicht, wer nach einer möglichen Strukturreform in der dieser Liga antritt“, ergänzt er. „Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass unsere Ringer auf dem hohem Leistungsniveau wie Lukas Korte oder Karsten Wegner nicht jeden Kampf auf der Matte stehen wollen.“ Und nur mit dem durchaus vielversprechenden Nachwuchs aber ohne die Erfahrung der Genannten und ihm selber, wäre ein direkter Wiederaufstieg wohl kein Selbstläufer.

Das Ziel sei dennoch, so schnell wie möglich wieder hochzukommen. „Wir haben angedacht, in den nächsten fünf Jahren wieder Verbandsliganiveau erreicht zu haben.“

Die Voraussetzungen sind gut: Die an den Bezirksligisten KSV Werries ausgeliehenen Bönener Christian Alewelt und Bedri Ünal kehren zurück nach Bönen. „Sie haben dort wertvolle Mattenerfahrung sammeln können, für die Verbandsliga hätte es im vergangenen Jahr noch nicht gereicht“, urteilt Manz. Auch die nächste Generation Strzalka steht mit Sebastians Sohn Matthäus demnächst in der Goethehalle auf der Matte. Ebenfalls 14 Jahre und damit meisterschaftstauglich werden Devid Stabel und Fabian Kos, die die unteren Gewichtsklassen besetzen sollen. Und für das ebenfalls noch junge Schwergewicht Ramazan Alkan bietet sich die Chance, Kämpfe zu gewinnen. „In seiner Gewichtsklasse war er in der Verbandsliga zu unerfahren, kam wenig zum Einsatz“, erhofft Manz einen Motivationsschub. Überhaupt bekommt jeder mehr Einsatzzeit. In der Bezirksliga gibt es am Kampftag sieben Kämpfe pro Stilart.

„Wir als Trainerteam gehen den Neuanfang jedenfalls hoch motiviert an“, verspricht er auch im Namen von Sebastian Strzalka und Lukas Korte. Es hätte auch in den 90er Jahren schon einmal einen Rückzug des TuS-Teams gegeben. Durch den Einsatz aller Verantwortlichen sei die Abteilung danach aufgeblüht.

Um den Pool einsatzfähiger Ringer zu vergrößern, plant die Abteilung einen Tag der offenen Tür mit Probetraining und Schaukampf. „Wir wollen Jugendliche ab 14 Jahre gewinnen“, erklärt Manz.

Wie der aktuelle Leistungsstand der TuS-Ringer ist, wird sich auf den folgenden Westfalen- und Landesmeisterschaften zeigen. Schon am übernächsten Wochenende (13./14.1.) beginnen die Wettbewerbe mit der Freistilkonkurrenz der Männer, A- und B-Junioren in Bielefeld. „Ich bin ganz heiß auf die Einzelmeisterschaften“, wirbt der Coach um Mitfahrer.

Der Rückzug aus der Verbandsliga kostete die TuS zwar einen höheren dreistelligen Betrag aber wohl keine Sponsoren. „Ich möchte ihnen für das Verständnis danken“, sagt Manz.

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