Wochenende der Entscheidungen für TuS-Damen

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TuS-Trainer Detlef Buhl schwört seine Mannschaft auf das entscheidende Spiel gegen Heeren-Werve ein.

BÖNEN - Die einen wollen den Sieg vom vergangenen Wochenende im Abstiegskampf vergolden, die anderen die Niederlage im Aufstiegsrennen vergessen machen. Für die beiden Damen-Volleyballteams der TuS Bönen stehen Entscheidungen in der Verbandsliga und der Bezirksklasse an.

Die erste Mannschaft hat nach dem überraschenden Sieg gegen Aasee neue Hoffnung gesammelt und will nun den zwischenzeitlich schon abgeschriebenen Klassenerhalt doch noch schaffen. Bönen hat am vergangenen Wochenende den letzten Platz an den Telekom Post SV Bielefeld abgegeben und derzeit zwei Punkte mehr auf dem Konto. Wichtiger ist es jedoch, auch den Lüner SV noch zu überholen, der mit einem Zähler mehr und einem Spiel weniger auf dem Relegationsplatz liegt.

Der Bönener Teil des Fernduells steigt am Samstag um 17 Uhr in der Mosaikschule, wo der TSV Münster-Gievenbeck seine Heimspiele austrägt. „Das Problem ist, dass wir es nicht mehr aus eigener Kraft schaffen können. Wir müssen hoffen, dass Lünen verliert“, will sich TuS-Mannschaftssprecherin Sabrina Schlensog keinen falschen Hoffnungen hingeben. Dennoch, aussichtslos ist das Unterfangen in Münster nicht. „Das Hinspiel war auch schon ganz schön knapp“, erinnert sich Schlensog. Bönen unterlag in fünf spannenden Sätzen. Siegbringer der Gievenbeckerinnen war damals die überragende Außenangreiferin, die viele direkte Punkte machte. „Der müssen wir das Leben schwer machen“, hofft Schlensog auf gute Blocks.

Auf eigener Seite sollen die guten Angaben aus den jüngsten Spielen gegen Lüdinghausen und Aasee wieder Druck erzeugen. Doch ausgerechnet die aufschlagstarke Jessica Karkowski droht aus beruflichen Gründen auszufallen. Mitnehmen ins Spiel wollen die Bönenerinnen auch die gute Stimmung, die nach dem ersten Sieg seit Anfang Oktober wieder im Team herrscht. „Volleyball ist Kopfsache“, betont Schlensog. Neues Selbstvertrauen kann da mit Sicherheit nicht schaden.

Die Bönener Reserve hat es derweil selbst in der Hand, den ersehnten Aufstieg in die Bezirksliga vor dem VV Schwerte V perfekt zu machen. Ein Sieg beim Nachbarn CVJM Heeren-Werve (Samstag 15 Uhr/Sporthalle Heeren), der mit vier Siegen den sechsten Rang einnimmt, und die TuS ist Meister. Ob mit 3:0, 3:1 oder 3:2 spielt dabei nur für die Nerven der Mannschaft von Trainer Detlef Buhl eine Rolle. Im Hinspiel gönnten die Bönenerinnen dem CVJM nur 36 Punkte und maximal 13 in einem Satz. „Die Favoritenrolle haben wir natürlich“, sagt der Coach. Doch er warnt auch vor den Gastgeberinnen, die vor Wochenfrist den Tabellendritten Weddinghofen geschlagen haben: „Heeren hat sicherlich Qualität, hat sehr gute Angabespielerinnen, die uns Probleme bereiten können.“

Dass die Bönenerinnen nicht schon vor Wochenfrist die Meisterschaft feiern konnten, sondern jetzt nachsitzen müssen, haben sie sich selbst zuzuschreiben. Im direkten Duell mit Schwerte verspielten sie in eigener Halle eine 2:0-Satzführung. „Das Feld war bereitet, wir haben es aber nicht geschafft“, sagt Buhl. Dass bei seinen Spielerinnen jetzt das Flattern beginnt, glaubt er nicht. Der Coach hat vielmehr eine Jetzt-erst-Recht-Einstellung bemerkt. „Wenn einer es nervlich nicht in den Griff kriegt, muss ich wechseln“, ist Buhl dennoch froh, mit vollem Kader anzutreten. Und er macht seinem Team Mut: „Wenn wir die Sachen, die wir können, umsetzen, werden wir gewinnen“, will der Trainer den zweiten und letzten Matchball unbedingt nutzen. - bob

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