Filler komplettiert seine Sammlung mit viertem DM-Titel

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Der Bönener Joshua Filler holte sich bei der DM seine bereits vierte Goldmedaille.

BAD WILDUNGEN - Der Triumphzug vom Vorjahr blieb zwar aus, dennoch war Joshua Filler mit seinem Abschneiden bei der deutschen Billard-Meisterschaft in Bad Wildungen ganz zufrieden. „Mein Ziel war es einen Titel zu holen, und das ist mir auch gelungen“, sagte der 19-jährige Bönener, der im 9-Ball das Finale für sich entschied, nachdem er zuvor im 8-Ball Bronze gewonnen hatte.

Genau diese Goldmedaille fehlte ihm noch nach dem Dreifach-Sieg an gleicher Stelle im Vorjahr. „Jetzt habe ich alle vier Titel in zwei Jahren geholt“, meinte Filler zufrieden.

Dass der Start in das Turnier nicht rund laufen würde, war abzusehen. Anfang der vergangenen Woche ging es mit dem 14.1 los. Doch dem Bönener steckte eine stressige Anreise nach Nordhessen in den Knochen. Von einem Weltranglistenturnier in Kuwait war er über Düsseldorf direkt in Bad Wildungen angekommen. Den ersten Wettbewerb nutzte er quasi zum Einspielen. Nach zwei knappen Siegen war so im Achtelfinale gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Sebastian Staab (PBC Joker Altstadt) mit einer deutlichen 41:100-Pleite Schluss. „Da war ich noch nicht in Form“, erklärte der Bönener.

Auch im 8-Ball verlief der Start holprig. Filler, der für den PBC Sankt Augustin in der Bundesliga spielt, verlor das Auftaktmatch gegen den Dachauer Johannes Schmidt, kämpfte sich aber durch die Verliererrunde des Doppel-k.-o.-Systems bis ins Halbfinale vor. Dort unterlag er jedoch dem späteren Sieger Raphael Wahl (PBC Karben) deutlich mit 3:8 (der WA berichtete).

Dann startete das 9-Ball-Turnier, und Filler fand sofort richtig gut rein. „Mein Anstoß kam gut, und dadurch lief es ganz locker. Das 7:5 in der Auftaktpartie gegen Marlin Köhler war noch knapp. Hermann Hoyh (7:1) und Kevin Becker (7:3) besiegte Filler aber deutlich. Spannender wurde es im Viertelfinale gegen Geronimo Weißenberger (BSF Kurpfalz), gegen den sich der Bönener 9:7 durchsetzte. Es war die wohl entscheidende Partie, denn sowohl im Halbfinale gegen Pascal Bruckmann aus Hamburg als auch im Endspiel gegen den Berliner Andre Lackner hatte Filler bei seinen 9:4-Siegen jeweils keine Probleme.

Mit diesem Erfolg im Rücken startete der 19-Jährige mit Schwung in den letzten Wettbewerb und hätte seinen Titel im 10-Ball natürlich gerne verteidigt. In den ersten beiden Partien ließ er seinen Kontrahenten auch keine Chance. Doch dann traf er erneut auf Weißenberger – und zog diesmal mit 3:6 den Kürzeren. „Mein Anstoß kam nicht, und dadurch wurde es schwer“, begründete Filler sein Aus im Achtelfinale.

Der Abschluss trübte die Stimmung des Böneners etwas. „Es hätte besser laufen können“, bilanzierte er: „Aber ich habe einen Titel geholt, also ist das in Ordnung.“ Für Filler war es eine neue Erfahrung, denn durch seine drei Siege im Vorjahr traf er bei der DM auf besonders motivierte Gegner. „Die waren ganz heiß darauf, mich zu schlagen. Da war ich ein bisschen angespannt, weil ich unter Druck war“, erklärte er.

Freier aufspielen kann der 19-jährige Jugend-Europameister am kommenden Wochenende, wenn in Treviso nahe Venedig das nächste Turnier der Euro- Tour ausgetragen wird. Filler, der am Mittwoch nach Italien reist, liegt in der Rangliste auf Rang 33, weil er nicht alle Turniere spielt. Im August zeigte er aber den den albanian Open in Tirana sein Können und wurde Zweiter. Jetzt hofft er auf eine gute Auslosung. - bob

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