Härtetest für SpVg - IG und VfK hoffen auf Steigerung

Nicolaj Kirmse (rechts) will mit dem VfK Nordbögge an die ordentliche zweite Hälfte gegen Uentrop anknüpfen und bei der HSV III den ersten Punkt holen. - Fotos: Baur/Kurz

BÖNEN - Nachdem der erste Spieltag Heimspiele für die drei Bönener Fußball-A-Ligisten bereithielt, stehen am Sonntag logischerweise Auswärtsaufgaben auf dem Programm. Die SpVg erwartet dabei der erste Härtetest für die neu formierte Mannschaft. Die IG und der VfK hoffen auf den ersten Sieg.

Hammer SpVg III – VfK Nordbögge (Sonntag 13 Uhr/Jahn II).

Mit einem Erfolg zum Auftakt hatte an der Feuerwache niemand zwingend gerechnet. Schließlich gab der Vize-Meister der vergangenen Saison, der TuS Uentrop, seine Visitenkarte gab. Zufrieden war Trainer Jürgen Serr, der mittlerweile auch auf dem Platz aushilft, um seiner Defensive mehr Stabilität zu verleihen, allerdings nach der 1:3-Niederlage nicht. Besonders in der ersten Hälfte vermisste er Laufbereitschaft und Aggressivität. Der Nordbögger weiß, dass seine Schützlinge in dieser Saison nur bestehen können, wenn sie 90 Minuten Vollgas geben und den meist spielstärkeren Gegnern das Leben schwer machen.

Die dritte Mannschaft der HSV ist sicherlich schwächer als Uentrop einzuschätzen, präsentierte sich bei der Partie gegen die SpVg Bönen am Rehbusch vor einer Woche eine Stunde lang aber als Konkurrent auf Augenhöhe. Erst dann bauten die Hammer ab. „Wir wollen unser Glück wenn nötig auch erzwingen und unbedingt den ersten Punkt der Saison holen. Legen wir eine zweite Halbzeit wie beim Spiel in der letzten Woche gegen Uentrop hin, sollte das klappen“, sagt Serr. Gespielt wird rund um die Evora Arena auf dem Kunstrasenplatz Jahn II.

BV 09 Hamm – SpVg Bönen (Sonntag 15 Uhr/Nordendamm).

„Eine Standortbestimmung“ erwartet SpVg-Trainer Hendrik Dördelmann im zweiten Saisonspiel. Der BVH zählt für viele zu den Mitfavoriten um den Titel. „Da sehen wir, wie weit wir als Mannschaft schon sind, gerade gegen so etablierte Leute“, hat Dördelmann Respekt vor den gestandenen Hammer Akteuren. „Das waren immer harte Spiele“, erinnert er sich an seine eigenen Duelle mit den Nordenern, die zum Auftakt in Lohauserholz II mit 2:0 gewannen.

Dennoch ist der mit 30 Jahren jüngste Coach der Liga „ganz positiv gestimmt“. Der 3:1-Auftaktsieg gegen die HSV II hat – auch wenn noch nicht alles passte – Mut gemacht. „Wir haben viel Selbstvertrauen mitgenommen“, glaubt Dördelmann. Auf jeden Fall hat der Erfolg Lust auf mehr gemacht: „Wir wollen wieder drei Punkte, vielleicht können wir dann eine kleine Serie starten“, will sich Bönens Coach gleich oben festsetzen. Allerdings muss er auf seinen Kapitän Tobias Wittwer verzichten, der wie Jörn Holtmann im Urlaub ist. Letzterer ist mittlerweile ins Lauftraining eingestiegen, wäre für Sonntag jedoch keine Option gewesen. Bei den angeschlagenen Raphael Thiemann (Knieprobleme) und Oliver Hartmann (Zerrung) setzt der Trainer dagegen auf das Prinzip Hoffnung. Ihr Einsatz ist ungewiss.

TuS 59 Hamm – IG Bönen (Sonntag 15 Uhr/Birkenfeld).

IG-Trainer Ayhan Sezer hat für den zweiten Spieltag eine ganz klare Vorgabe für seine Spieler: „Wir müssen uns steigern, wir waren noch nicht auf unserem Level.“ Das 2:2-Unentschieden gegen den Aufsteiger Yunus Emre zum Auftakt war okay – mehr aber auch nicht. Da lässt Sezer auch die schwache Vorbereitung mit vielen Urlaubern nicht aus Ausrede gelten. „Wir müssen Fußball spielen, egal auf welchem Level der eine oder andere ist.“ Mehmet Duman war pünktlich zum Spiel zurückgekehrt, drängt nach einer Woche Training in die Startelf. Ramazan Dincer und Arman Kuba sind noch im Urlaub.

Sezer hat großen Respekt vor dem Gegner, der im Schlussspurt der vergangenen Saison noch an der IG auf Platz neun vorbeizog und das sechstbeste Rückrundenteam stellte. „Sie werden ihr Paket gefestigt haben. Da müssen wir gucken, dass wir unser System durchspielen“, sagt Bönens Trainer über den B-Liga-Meister des Jahres 2014. Sein Potenzial deutete der TuS 59 auch zum Auftakt an, obwohl das Team von Trainer Maamman Kaichouch eine frühe 2:0-Führung nicht nach Hause brachte – Gegner beim 3:5 war allerdings der hochgehandelte SV Stockum. Die Hammer traten früher unter dem Namen Arminia an, doch von der vergangenen Jahr fusionierte der Klub mit einem der größten Hammer Sportvereine. Gespielt wird weiter am Birkenfeld. - bob

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