TuS-Ringer erwarten Überraschungsletzten

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Marvin Manz erkämpfte sich bislang eine blütenweiße Weste, gegen Dortmund wartet aber höchstwahrscheinlich ein ganz schwerer Gegner auf ihn.

Bönen - Nach drei Kampftagen weisen die Verbandsliga-Ringer der TuS Bönen eine ausgeglichene Bilanz auf. Mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage sind die Verantwortlichen um Trainer Ingo Manz zufrieden.

Davon ist der Gegner am Samstag, die RG Heros/Annen Dortmund weit entfernt. Die Gäste in der Goethehalle sind völlig überraschend Tabellenletzter.

Zwei Jahre in Folge belegten die Dortmunder den dritten Platz in der Verbandsliga und galten, da sich die Mannschaft kaum verändert hat, eigentlich als potenzieller Aufstiegskandidat. „Sie haben jetzt schon so viele Niederlagen wie sonst in der Saison“, ist TuS-Kapitän Daniel Keim irritiert. Er hält das nicht zu verachtende Startprogramm für einen Grund für die drei Pleite. Annen/Heros unterlag gegen Oberliga-Absteiger Hürth/Rheinbach und den starken Aufsteiger Simson Landgraf. Nur die Niederlage gegen Kirchlinde kam überraschend.

Keim warnt davor, die RG aufgrund ihres Tabellenrangs zu unterschätzen. „Es muss für uns schon laufen, um zu gewinnen“, betont er vielmehr. Gewonnen hat die TuS noch nie, seit die beiden Vereine vor zwei Jahren fusionierten. Der erste Erfolg wäre daher ein lohnendes Ziel.

Viel wird am Samstag in der Goethehalle davon abhängen, wie die Bönener starten. Denn die ersten drei Kämpfe des Abends sind gleich richtungweisend. Die Gastgeber gehen sowohl im Leichtgewicht mit Marc Hauke, als auch im Schwergewicht mit Jihad El-Cheickh Hassan sowie in Person von Karsten Wegner (61 kg) jeweils als Favorit auf die Matte. Doch es gibt einige Fragezeichen: Bei El-Cheickh Hassan ist unklar, inwieweit er sich von seinem Magen-Darm-Infekt erholt hat. Ramazan Alkan wäre im Zweifel Ersatz. Hauke wiederum legte bislang mit drei Niederlagen einen Fehlstart hin. „Da muss der Marc jetzt mal durchstarten“, hofft Keim auf eine Leistungssteigerung.

Drei Auftaktsiege wären jedenfalls gut aus Bönener Sicht, denn auch die Gäste dürfte in zwei Kämpfen dank Temur Abashidze (75 kg) und Trainer Christian Heinrich (66 kg) kaum zu bezwingen sein. Eine große Unbekannte bei der RG ist 86-Kilo-Mann Haideftos Kamtsioris. Der Grieche, früher Teilnehmer an EM- und WM-Jugendmeisterschaften, verlor zwar wegen Trainingsrückstand seine beiden bisherigen Kämpfe. „Ringen ist aber wie Fahrradfahren; das verlernt man nicht“, sagt Keim.

Der Kapitän selbst wartet auch noch auf sein erstes Erfolgserlebnis. „Ich muss so langsam mal zeigen, was Sache ist“, gibt er sich hochmotiviert. Mit Michael Zimmer bekommt er es in der 70-kg-Klasse mit einem langjährigen Rivalen zu tun. „Da entscheidet die Tagesform“, glaubt Keim. Eng werden dürften auch die Kämpfe des bisher so stark auftrumpfenden Marvin Manz (80 kg), und von Fatih Karabulut (98 kg), der gegen Alexander Vakalov antritt, einen alten Trainingspartner der Bönener. - bob

TuS: 57 kg: Marc Hauke, 61 kg: Karsten Wegner, 66 kg: Stephan Schwark, 70 kg: Daniel Keim, 75 kg: Lukas Korte, Jan Mentler, 80 kg: Marvin Manz, 85 kg Fehmi Güney, 98 kg: Fatih Karabulut, 130 kg: Jihad El-Cheickh Hassan (?)

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